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Englisch als Wissenschaftssprache: Broken English an der Uni
Die Wissenschaftsstadt Berlin gibt sich international. Doch im Bachelor spricht man fast nur Deutsch. Ist das gut so?
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An der Süddänischen Universität in Oddense kann man 14 Bachelor-Studiengänge auf Englisch studieren. An der Universität Groningen in den Niederlanden sind es 26 und in Amsterdam immerhin neun. „International programmes“ sind in den großen Unistädten der Nachbarländer seit vielen Jahren etabliert. Auch Berlin pflegt ein Image als weltoffene Wissenschaftsstadt, das Stichwort Internationalisierung ist fest in den Hochschulverträgen verankert. Doch die großen staatlichen Unis der Hauptstadt bieten gerade einmal einen grundständigen englischsprachigen Studiengang an – naheliegenderweise in „Nordamerikastudien“ an der Freien Universität. Ansonsten ist die weltweit wichtigste Wissenschaftssprache in den Hörsälen nur selten zu hören.
Nimmt man die Privathochschulen hinzu, bietet Berlin zehn Prozent aller Studiengänge auf Englisch an. 22 im Bachelor – die meisten davon in Business und Management – und 107 im Master, wo mehr fachliche Vielfalt herrscht. Dass mehr Master als Bachelor auf Englisch angeboten werden, sei international üblich, erklärt Angela Ittel, Vizepräsidentin für Internationales an der TU: „Masterstudierende beherrschen bereits die wichtigsten Techniken wissenschaftlichen Arbeitens. Es fällt ihnen leichter, sich auch in einer Fremdsprache an der Uni zurechtzufinden.“
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