Euthanasie: Das Vernichten erlernt
zum Hauptinhalt
Günther E., „nicht beschulungsfähig“, mit zehn Jahren im Mai 1940 in der Gaskammer des Zuchthauses Brandenburg ermordet.

© DGKJ/Institut für Medizin Charité Berlin

Tagesspiegel Plus

Euthanasie: Das Vernichten erlernt

Eine Ausstellung dokumentiert, wie Kinderärzte an der Ermordung behinderter Kinder mitwirkten.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

„Vorbeugende Gesundheitsführung“, das klingt vielleicht etwas altmodisch, aber durchaus wie ein Anliegen, das auch Eltern, Erzieher und Kinderärzte von heute teilen. Auch „Kinderfachabteilung“ ist ein unverdächtiges Wort. Tatsächlich wurden in Deutschland und dem angeschlossenen Österreich zwischen Ende der 30er Jahre und 1945 mindestens 5000 behinderte und kranke Kinder in solchen „Fachabteilungen“ ermordet. Als „Ballastexistenzen“ und „lebensunwertes Leben“. Einer von ihnen war der zehnjährige Günther E. aus Wittstock/Dosse, der zusammen mit seinen drei Schwestern 1938 nach Brandenburg-Görden gebracht wurde, der reichsweit ersten Kinderfachabteilung.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })