Genforschung: Der Mensch denkt in Kringeln
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Reine Nervensache. Erst seit Kurzem wissen Forscher, dass in Nervenzellen (Zellkern blau gefärbt) kreisförmige Ribonukleinsäure-Moleküle (weiß) existieren, die das Weiterleiten von Reizen und damit Lernvorgänge im Gehirn kontrollieren.

© C. Cerda-Jara, M. Piwecka/MDC

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Genforschung: Der Mensch denkt in Kringeln

In den Nervenzellen unseres Gehirns schwimmen rätselhafte, kreisrunde Moleküle, ohne die das Lernen nicht funktioniert.

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Es war im 16. Jahrhundert, als der Anatom Andreas Vesalius den menschlichen Körper sezierte, seine Bestandteile Organ für Organ in seinem Atlas „De humani corporis fabrica“ katalogisierte und der modernen Medizin damit den Weg ebnete. Heute sind Molekularbiologen diejenigen, die obduzieren und in der Zelle die „Organe“ suchen, die das Leben ermöglichen. Nun ist ein Forscherteam um Nikolaus Rajewsky vom Berliner Max-Delbrück-Centrum (MDC) auf ein Zahnrad in dieser Maschinerie gestoßen, das zu Vesalius Zeiten wohl der Entdeckung eines so wichtigen Organs wie des Gehirns entsprochen hätte: rätselhafte, kreisrunde Moleküle, die zu Hunderten in Nervenzellen sitzen und offenbar unerlässlich für bestimmte Lernvorgänge sind. Und vielleicht sogar entscheidend für die menschliche Intelligenz.

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