
© Paul Zinken/dpa
Unwetter in Berlin: Ein Kreisel voller Regen
Warum kam es in Berlin und Brandenburg in der Nacht zu Freitag zu wahren Sturzfluten? Die Ursache war ein träges Tiefdruckgebiet.
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Viele werden über den Berliner „Jahrhundertregen“ ungläubig gestaunt haben. Stundenlang prasselte es heftig auf die Stadt herab, überschwemmten die Fluten Straßen und Keller. Wie die Berliner Wasserbetriebe mitteilten, fielen in Spandau und Wilmersdorf seit Donnerstagmittag – also seit Beginn des Unwetters – 150 Liter pro Quadratmeter. Im ganzen Jahr summieren sich die Niederschläge in der Stadt auf durchschnittlich 580 Liter pro Quadratmeter. In 18 Stunden war in Teilen Berlins also mehr Nass vom Himmel gekommen als in einem Vierteljahr. In Oranienburg, nordwestlich von Berlin gelegen, wurden gar 260 Liter gemessen. Nach einem warmen und trockenen Juni nun das feuchte und kühle Finale. Wo aber kam nur dieses ganze Wasser her?
Vor allem aus dem Südwesten und Norden, lautet die Erklärung der Meteorologen. Ursache des Dauergusses war ein eher „unscheinbares“ Tiefdruckgebiet über der Region, wie Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach erklärt. In diese als „Trog“ bezeichnete träge Tiefdruckzone drang von Südwesten warme Luft ein, unter die sich keilförmig von Norden kühlere und schwerere Luftmassen schoben.
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