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Lehrbeauftragte an Universitäten: Professor Prekär
Lehrbeauftragte sichern den Unibetrieb, doch sie bleiben unterbezahlt: Ihr Honorar entspricht nicht einmal dem geplanten Mindestlohn. Helfen will ihnen dennoch kaum jemand.
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Für Hochschulen sind Lehrbeauftragte ein Glücksfall. Da ist der Doktorand, der sein Expertenwissen in einem Masterkurs aufbereitet. Da ist die promovierte Kulturwissenschaftlerin, die seit Jahren ein Methodenseminar unterrichtet, das sonst niemand anbietet. Da ist die Konzertpianistin, die froh ist, ein paar Stunden an der Musikhochschule geben zu können, um ihre Miete zu bezahlen. Sie alle sind hoch qualifiziert und werden gern eingesetzt: Denn Lehrbeauftragte verhindern, dass trotz steigender Studierendenzahlen an den chronisch unterfinanzierten Unis die Lehre zusammenbricht. Man kann sie semesterweise engagieren und sie sind unschlagbar günstig: Ob in einem Kurs 15 oder 90 Teilnehmer sitzen – pro Unterrichtsstunde bekommen freie Dozenten in Berlin im Schnitt 30 Euro. Gerade ist an der Humboldt-Universität (HU) zu hören, dass Einsparungen bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern mit dem verstärkten Einsatz von Lehrbeauftragten aufgefangen werden sollten.
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