
Mit dem Nobelpreis für Navi Pillay stärkt das Komitee in Oslo das Völkerrecht – und sendet zugleich ein Signal an dessen mächtige Gegner. Das gefällt nicht allen.

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Vor fast genau 20 Jahren hat sich in dem kleinen zentralafrikanischen Land Ruanda ein Völkermord abgespielt, dem mindestens 800 000 Tutsis zum Opfer fielen. Der Völkermord war von der damaligen Hutu-Regierung präzise geplant. Drei Monate lang zogen Hutu-Milizen ausgestattet mit Namenslisten durch die Straßen und töteten. Am 19. Juli 1994 marschierte der heutige Präsident Paul Kagame mit seiner Tutsi-Armee in der Hauptstadt Kigali ein und beendete das Morden. Angesichts dieser Geschichte hat das Land eine beeindruckende Entwicklung genommen. Ein demokratisches System hat die Minderheitenregierung Kagame allerdings nicht aufgebaut. Und die Menschenrechte stehen auf der Prioritätenliste der Regierung auch nicht gerade weit vorne. Lesen Sie hier aktuelle Berichte zu Ruanda.

Mit dem Nobelpreis für Navi Pillay stärkt das Komitee in Oslo das Völkerrecht – und sendet zugleich ein Signal an dessen mächtige Gegner. Das gefällt nicht allen.

Navanethem Pillay werde „für ihre Bemühungen um die Förderung des Friedens und des Völkerrechts geehrt“, hieß es. Sie leitete eine Untersuchungskommission, die Israel einen Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen hat.

Der Fall Balogun, der Einfluss von Investoren auf den Fußball – und Jürgen Klopp als Integrationsfigur: Vor dem Uefa-Kongress in Berlin spricht Neuendorf Klartext.

Thomas Pärisch war sechs Wochen im Kongo. Für den Tagesspiegel berichtet er über die Bedrohung im Rebellengebiet, den Kampf um das Vertrauen der Bevölkerung und die Bedeutung einer Dusche für genesene Patienten.

Zur Vernichtung der Tutsi aufgerufen und Todeslisten erstellt? Ein Mann soll 1994 in den Völkermord in Ruanda verwickelt gewesen sein. Die Bundesanwaltschaft ließ Innocent S. nun festnehmen.

An diesem Freitag tritt der europäische Asylpakt in Kraft – ein echter Fortschritt. Die Rückführungsverordnung, die ihn begleitet, ist dagegen ein gefährlicher Irrweg. Und ein Geschenk an die Rechtspopulisten.

Durch Zufall findet Janina Panning Fotos bei ihrem Nachbarn. Dadurch stößt sie auf das außergewöhnliche Leben von Sabine Sauer, das sie nicht mehr loslässt. Ihr Werk ist nun in Berlin zu sehen.

Die seltene Bundibugyo-Variante breitet sich in der DR Kongo und Uganda aus. Einen Impfstoff gibt es bislang nicht, die WHO warnt vor einer internationalen Gesundheitskrise.

Unter 137 Staaten wird eine Mehrheit inzwischen autokratisch regiert, Freiheitsrechte sind eingeschränkt, Repressionen nehmen zu. Die USA sind nicht Teil der Studie, werden aber mit Sorge beobachtet.

Die EU schafft die rechtliche Grundlage für das „Ruanda-Modell“. Eine rechte Mehrheit im Europaparlament machte dies möglich. Die Grünen kritisieren das Vorgehen scharf.

In Berlin spielt die koloniale Vergangenheit mehr als in jeder anderen Stadt Deutschlands eine Rolle. Heute erinnert fast nichts mehr daran. Der Ausstellungskurator Ibou Diop erklärt, was sich am Umgang mit ihr ändern muss.

Die Themen der Woche: Berlin als Sehnsuchtsort für Freiheitskämpfer weltweit | Donald Trump bricht mit Marjorie Taylor Greene | Droht dem MAGA-Lager die Spaltung?

Demokratieaktivisten aus aller Welt treffen sich in Berlin, um über die wachsende autokratische Bedrohung zu diskutieren. Garry Kasparow und andere mahnen: Demokratie muss wehrhaft verteidigt werden.

Beim Rohstoffabbau in Ländern wie Ruanda können Menschen sich durch Wildtiere mit Krankheiten infizieren. Drei Experten fordern deshalb, in die Gesundheitsstruktur Ostafrikas zu investieren – als Beitrag zur Sicherheitspolitik.

Der Friedensnobelpreis steht auf Donald Trumps Wunschliste ganz oben – und seine Lobbyarbeit hat Erfolg. Mehrere Länder haben den US-Präsidenten nominiert. Aber es gibt auch andere Kandidaten.

Ohne eine einzige Medaille reisen die deutschen Radsportler aus Ruanda ab. Das hat es mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 lange nicht gegeben. Der Teamchef strebt Änderungen an.

Das Duell zwischen Pogacar und Evenepoel bei der WM ist früh entschieden. Der Slowene fährt wieder in seiner eigenen Liga. Für die Deutschen enden die Titelkämpfe ohne Medaille.

Der Stolz, erstmals eine bedeutende Weltmeisterschaft ausrichten zu können, ist in Kigali und überall in Ruanda spürbar. Dabei soll die WM auch helfen, alte Wunden aus der Vergangenheit zu heilen.

„Wunderschöne und saubere Kohle“, die angeblich beste US-Wirtschaft aller Zeiten und er selbst als großer Friedensstifter: Donald Trumps UN-Rede war gespickt von Eigenlob und schiefen Behauptungen. Der Faktencheck.

In ihrem neuen Buch „1000 Letzte Dates“ schreibt Anna Dushime unterhaltsam und politisch übers Daten. Ein Gespräch über Männer, Freibäder und wie man sich vom Druck des Elternseins löst.

Eine investigative Recherche zeigt: Die große Mehrheit der Todesopfer im Gazastreifen sind wohl Zivilisten. Forschern zufolge könnte es sich um einer der höchsten zivilen Todesraten überhaupt handeln.

Der US-Präsident will Selenskyj zu einer Einigung mit Putin drängen – ohne vorausgehende Waffenruhe. Dafür sagte er, er habe viele Kriege ohne Waffenruhen beendet. Was an der Behauptung dran ist.

Noch immer gibt es keine Regeln gegen die Plastikflut, die UN-Länder konnten sich in Genf nicht einigen. Eine Konferenz-Teilnehmerin erklärt, was das bedeutet.

Stève Hiobi erzählt Geschichten und Geschichte des afrikanischen Kontinents. Dabei lernt man einiges über aktuelle Debatten – und warum Deutsche in Ruanda einst als Rüpel galten.

Er streicht humanitäre Zahlungen und will die Militärpräsenz verringern. Interessant ist für den US-Präsidenten nur, wer Handel treibt oder Migranten aufnimmt. Die Bevölkerung spürt die Konsequenzen.

Es schien still geworden zu sein um die Krankheit Mpox. Doch die Infektionszahlen steigen in einigen Regionen in Afrika deutlich an. Und auch in Deutschland werden wieder mehr Fälle festgestellt.

Im Minutentakt werden wir mit Ereignissen konfrontiert, die ans Herz gehen. Doch eine globale Empathie überfordert unseren Seelenhaushalt. Können wir trotzdem etwas tun? Ja, natürlich.

Immer wieder heißt es, die UN-Blauhelme haben die Menschen in Srebrenica nicht schützen können. Doch der Massenmord an Muslimen hätte verhindert werden können.

Der Kontinent hat Arbeitskräfte, Rohstoffe und eine Digitalwirtschaft. Unternehmen sollten nicht nur Reden halten, sondern investieren. Das fordert VW-Markenchef Thomas Schäfer.

Die Themen der Woche: Der ungesühnte Mord an Lumumba | Kampf um die Rohstoffe im Kongo | Trumps Ziele in Afrika | Die Macht der Tech-Milliardäre Thiel, Musk & Co

Fotograf, Klimaschützer, Abenteurer: Der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado dokumentierte das Leid des Krieges, aber auch die Schönheit des Planeten. Nun ist er mit 81 Jahren gestorben.

Beim Antrittsbesuch in Italien zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Sympathie für Italiens Versuche, Asylverfahren in Staaten außerhalb der EU auszulagern. Wie vielversprechend ist das?

Donald Trumps Regierung wollte nicht-ukrainische Staatsbürger in die Ukraine abschieben, heißt es in einem Medienbericht. Doch Kyjiw hat dem Druck offenbar nicht nachgegeben.

Das Innenministerium hat seinen Bericht zum Drittstaatenmodell für Asylverfahren vorgelegt. Demnach sind die Modelle zwar rechtlich denkbar, aber mit großen Herausforderungen verbunden.

Drohungen, Gefängnis, Verhöre, Hausdurchsuchungen: Johnson Kanamugire beschreibt, wie das Regime in Ruanda die Wahrheit bekämpft.

Stammgast auf der Berlinale: Aline Amike startet nicht nur als Schauspielerin durch, sondern auch mit ihrem Modelabel, wo sie hippe Ästhetik mit traditioneller Technik verbindet.

Weite Teile Ostkongos werden von Rebellen kontrolliert. Die mächtige katholische und die evangelischen Kirchen übernehmen jetzt den politischen Dialog. Mit Aussicht auf Erfolg?

Trotz zahlreicher Errungenschaften werden feministische Fortschritte immer häufiger bedroht: In jedem vierten Land der Erde werden die Freiheiten von Frauen zurückgefahren. Ein Überblick.

Die Gewalt im Ostkongo durch die Terrormiliz M23 hält mit Unterstützung ruandischer Soldaten an. Als Reaktion kündigt Deutschland alle direkten Hilfszahlungen.

Der Weltverband will seine Globalisierungspläne in Afrika vorantreiben – und hält trotz Ruandas militärischer Intervention im Ostkongo unbeirrt an den Plänen für eine Rad-WM fest.
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