Gedenkstätte: Baubeginn am Holocaust-Mahnmal - DER SPIEGEL
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Gedenkstätte Baubeginn am Holocaust-Mahnmal

Nach jahrelangem Hickhack haben am Dienstag die Bauarbeiten für das Holocaust-Mahnmal in Berlin begonnen. In drei Jahren sollen die 2700 Betonstelen des Architekten Peter Eisenman vollständig errichtet sein.
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Berlin - Mit dem Baubeginn komme die Gestaltung eines zentralen Denkmals für die Erinnerung an die Ermordung von Millionen Juden im Nationalsozialismus einen bedeutenden Schritt voran, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Thierse auf dem Gelände in der Nähe des Brandenburger Tores bei einer kurzen Ansprache zum offiziellen Beginn der Bauarbeiten. Die Gedenkstätte soll bis zum Jahr 2004 fertig gestellt sein.

Nach Plänen des amerikanischen Architekten Peter Eisenman entsteht ein Feld aus 2700 Betonstelen. Die Gesamtkosten des Projekts, zu dem auch ein unterirdisches Dokumentationszentrum gehört, werden auf 50 Millionen Mark (25,5 Millionen Euro) veranschlagt. Hinzu kommen 4,5 Millionen Mark für die Ausstattung des Komplexes.

In dem unterirdischen Informationszentrum soll der Leidensweg der Juden nachgezeichnet werden. Die israelische Gedenkstätte Jad Waschem hat die Namen von mehr als drei Millionen Opfern zur Verfügung gestellt, die von den Besuchern eingesehen werden können.

Auf dem 19.000 Quadratmeter großen Areal sollen zunächst Räumungsarbeiten beginnen, bei denen auch nach alter Munition gesucht wird. In unmittelbarer Nähe des Geländes befand sich die einstige Reichskanzlei mit dem so genannten Führerbunker, wo im Frühjahr 1945 die letzten Kämpfe um Berlin tobten.

Den Anstoß zu dem Vorhaben hatte 1988 ein Kreis um die Publizistin Lea Rosh gegeben. Vorsitzender des Stiftungskuratoriums wurde später Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Die Errichtung des Denkmals geht auf einen Beschluss des Bundestages vom 25. Juni 1999 zurück. Dabei wurde ausdrücklich die Einbindung in das neu entstandene Parlaments- und Regierungsviertel als ein Bekenntnis der Deutschen zur historischen Verantwortung betont.