Angespielt: Die Abenteuer von Tim & Struppi - Das Geheimnis der Einhorn
Angespielt Die Abenteuer von Tim & Struppi - Das Geheimnis der Einhorn
Die Meinungen zu Steven Spielbergs Filmadaption von Herges Comicklassiker "Tim & Struppi" sind geteilt. Vor allem Puristen gehen auf die Barrikaden, wittern Verrat an der klaren Linie des Zeichners, bemängeln einen faden Plot und blasse Figuren. Ein leichtes Unbehagen mit dem Film meint man auch in dem zugehörigen Spiel zu spüren.
Denn das ist vor allem dann gut, wenn es sich an den Comics orientiert und nicht am Film, dessen Klarlackoptik ignoriert. Dann, wenn Tim, Struppi und Captain Haddock in Jump'n'Run-Level geschickt werden und Gegner mit Bananenschalen oder Weinflaschen ausgeschaltet werden. Wenn sie mit einem Wasserball umgehauen werden, Kuckucksuhrengeräusche erklingen und Sterne um ihren Kopf kreisen, wenn man stets wieder neue Tricks ausprobieren kann, um an Gegnern vorbeizukommen. Dieser Teil des Spiels ist toll ausgearbeitet und lässt sich prima steuern. Leider war das den Entwicklern - oder den Entscheidern bei Ubisoft - nicht genug.
Vermutlich sollte mehr aus dem Film gezeigt werden. Und das ist schief gegangen. Während man bei der Verfolgung von Verdächtigen noch tolerieren kann, wie man mit dem schnüffelnden Struppi durch die Straßen geht, wird es spätestens bei Kampfszenen ärgerlich. Die sind so unübersichtlich und schlecht zu steuern, dass es am Schluss dem Zufall überlassen scheint, ob man gewinnt oder nicht. So wird ein wirklich schönes Spiel durch überflüssiges Beiwerk entwertet.
"Die Abenteuer von Tim & Struppi: Das Geheimnis der Einhorn" von Ubisoft, für PC, Playstation 3 und Xbox 360, ab 40 Euro; USK: Ab 12 Jahren
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