Angespielt: Rayman Origins
Angespielt Rayman Origins
Kleines Team, geringer Aufwand, dafür persönlich und kreativ. Eine Rückkehr zu den Wurzeln soll "Rayman Origins" laut seinem Erfinder Michel Ancel sein. Was das bedeutet, wird schnell klar: Ancel verzichtet auf 3D-Grafik und setzt auf eine zweidimensionale Ansicht. Das erscheint zuerst einmal altmodisch, bis man sich klar macht, warum eigentlich der Wechsel stattgefunden hat: Nicht weil 3D besser aussieht, sondern weil es einfacher zu produzieren ist. Hat man einmal ein Modell erstellt, so kann man das animieren, es einfach durch die Landschaft spazieren lassen. Bei einem 2D-Modell hingegen muss für jede Bewegung eine neue Figur gezeichnet werden, ein immenser Aufwand, der die Entwicklungskosten in die Höhe schraubt, aber immer noch besser aussieht. Man vergleiche nur den Detailreichtum alter Disney-Zeichentrickfilme mit Pixar-Filmen, um ein Argument von Ancel zu zitieren.
Ancel hat deshalb darauf bestanden, zu den Wurzeln zurückzukehren, sich auf französische Comics zu besinnen, aus einem simplen Hüpfspiel ein Kunstwerk zu machen. Und es ist ihm gelungen. Das Spiel sieht aus wie eine Zeichnung, die sich bewegt, ein Comic, in dem sic die Figuren im Takt der Musik bewegen, den man zigmal spielen kann und in dem man immer wieder Neues entdecken wird. "Rayman Origins" steckt voller Details, die mit einer 3D-Grafik einfach nicht möglich wären, weil kein Computer, keine Konsole das tatsächlich berechnen könnte.
Doch es geht Ancel nicht nur um die künstlerischen Details, sondern auch um den Spaß. Und der ist riesig. Wie eine bunte Achterbahnfahrt führt einen Rayman durch Dschungel, Wüsten oder Küchen, lässt einen im Multiplayer zusammen oder auch mal gehässig gegeneinander spielen und schafft es immer wieder, ein glückliches Lächeln zu erzeugen. Um es kurz zu sagen: Es sieht wunderbar aus und macht Spaß. Was will man mehr?
"Rayman Origins" von Ubisoft, für Playstation 3, Xbox 360 und Wii, ab 35 Euro; USK: Ab 6 Jahren
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