USA verbieten Flüssigkeiten im Handgepäck - DER SPIEGEL
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Terrorangst bei Olympia in Sotschi USA verbieten Flüssigkeiten im Handgepäck

Kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele verschärfen die USA die Sicherheitsmaßnahmen: Auf Russland-Flügen sind nun Flüssigkeiten im Handgepäck verboten. Geheimdienste fürchten Sprengsätze in Zahnpastatuben - doch mehrere Reporter wurden am Flughafen gar nicht danach kontrolliert.
Olympische Ringe in Sotschi: Angst vor Terroranschlägen
Olympische Ringe in Sotschi: Angst vor Terroranschlägen

Olympische Ringe in Sotschi: Angst vor Terroranschlägen

Foto: Filip Singer/ dpa
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Washington - Die Sorge vor Terroranschlägen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi ist groß. Die USA haben nun vorübergehend jegliche Flüssigkeiten im Handgepäck auf Russland-Flügen verboten. Die Anweisung der nationalen Behörde für Transportsicherheit (TSA) gelte auch für Gels und Spraydosen, berichtete der amerikanische TV-Sender ABC.

Am Mittwoch hatten die USA gewarnt, dass Sprengstoff in Zahnpastatuben in Flugzeuge geschmuggelt werden könnte. Während des Fluges könnten Terroristen daraus Bomben bauen. Das würden Erkenntnisse der US-Geheimdienste nahelegen.

Entsprechende Kontrollen indes sind offenbar lasch. So berichtet die Nachrichtenagentur AP, es sei sechs ihrer Reporter bei der Einreise ins südrussische Sotschi gelungen, ihre Zahnpastatuben an sämtlichen Sicherheitsposten vorbeizubekommen. Meist seien die Reporter gar nicht kontrolliert worden, berichtet AP.

Die Winterspiele im südrussischen Sotschi werden am Freitag unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen eröffnet. Zuvor hatte es Terrordrohungen von Islamisten gegeben. Im Dezember waren bei Attentaten in Wolgograd - gut 600 Kilometer von Sotschi entfernt - mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen.

Die USA sorgen sich seit Wochen um die Sicherheit ihrer Sportler und Zuschauer in Sotschi. Wettkämpfer sollten die Team-Kleidung mit der US-Flagge außerhalb des Olympischen Dorfes nicht offen zur Schau tragen, warnten Regierung und das Nationale Olympische Komitee.

Das Außenministerium warnte US-Bürger, die in den Schwarzmeer-Kurort reisen, vor der Gefahr von Anschlägen. Für den Notfall kreuzen zwei US-Kriegsschiffe im Schwarzen Meer.

ssu/AP/dpa