DaimlerChrysler: 140 Millionen werden fällig - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler 140 Millionen werden fällig

Experten hatten die Entscheidung schon vorausgesehen. Die EU-Kommission hat gegen DaimlerChrysler eine Geldstrafe von rund 140 Millionen Mark verhängt.
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Brüssel - Das Strafgeld wurde wegen Behinderung grenzüberschreitender Autoverkäufe verhängt, wie der für Wettbewerb zuständige EU-Kommissar Mario Monti am Mittwoch in Brüssel mitteilte. DaimlerChrysler   will gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegen.

Neben der Behinderung des so genannten Parallelhandels habe der Konzern außerdem versucht, in Deutschland und in Spanien den Handel mit unabhängigen Leasing-Gesellschaften zu behindern, so Monti. Darüber hinaus habe sich DaimlerChrysler an einem Preisfestsetzungsverfahren in Belgien beteiligt. Monti betonte: "Die Rechtslage ist hier vollkommen eindeutig. Praktiken, wie sie DaimlerChrysler verfolgt hat, sind daher inakzeptabel und müssen hart geahndet werden."

DaimlerChrysler erklärte dagegen in einer ersten Stellungnahme in Stuttgart, die Kommission habe in ihrer Entscheidung die meisten der 1999 erhobenen Vorwürfe fallen gelassen, insbesondere die schwer wiegende Vorhaltung, DaimlerChrysler habe eine Gesamtstrategie zur Behinderung von Übergrenzverkäufen von Mercedes Pkw an Endverbraucher verfolgt. Aber auch die wenigen aufrecht erhaltenen Vorwürfen seien aus Sicht des Konzerns unbegründet. "Die Entscheidung ist umso überraschender, als Mercedes seit Jahren eine Vorreiterrolle bei der Preisharmonisierung und damit der Integration in Europa einnimmt."

Es ist bereits das vierte Mal, dass die EU-Wettbewerbshüter einen Automobilkonzern wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht zu Geldstrafen verurteilt hat. So wurde gegen Volkswagen schon zwei Mal wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht ein Bußgeld verhängt. Beim ersten Mal war es eine Geldstrafe von 200 Millionen Mark. Dagegen klagte der Wolfsburger Konzern und der Europäische Gerichtshofe senkte das Bußgeld auf 180 Millionen Mark. Zuletzt wurde gegen VW im Mai dieses Jahres eine weitere Geldstrafe von rund 60 Millionen Mark verhängt.

Im September vergangenen Jahres wurde gegen Opel Niederlande eine Geldbuße von rund 84 Millionen Mark verhängt. Der Vorwurf war, dass Verbraucher aus EU-Staaten systematisch daran gehindert worden seien, billige Opel-Fahrzeuge in den Niederlanden zu kaufen.