Todesangst weckt Wunsch nach Vertrautem
Osnabrück (dapd). Mit Hilfe eines Magnetresonanztomographen konnte ein Forscherteam um Markus Quirin von der Universität Osnabrück sichtbar machen, welche Hirnregionen beim Gedanken an den Tod aktiv werden. Daraus lässt sich ableiten, womit sich ein Mensch am Ende seines Lebens beschäftigt. Offenbar steigt zu dieser Zeit das Bedürfnis, sich mit Vertrautem zu umgeben, schlussfolgern die Forscher: Der Gedanke an den Tod weckt den Wunsch, einer Gruppe anzugehören, die die gleichen kulturellen Werte pflegt wie man selbst, oder den nach der Anwesenheit guter Freunde. Diese Neigung ist womöglich ein Kompensationsmechanismus, mit dem das Gehirn der Angst vor dem unausweichlichen Ereignis entgegenwirkt.