Hilfsangebote
Projekte wider die Vulnocalypse formieren sich
Dank KI kommen nicht nur Sicherheitslücken und Patches Schlag auf Schlag. Auch Initiativen, die helfen sollen, diese Arbeitslast zu verteilen und zu koordinieren, sprießen allerorten. Wir geben einen Überblick.
Die „Vulnocalypse“ ist da. Bezahlte, unterbezahlte und unbezahlte Software-Maintainer ächzen unter der Last KI-induzierter Fehler- und Exploit-Meldungen, und die Sprachmodelle schicken sich an, auch weitergehende Angriffe zu automatisieren (siehe Seiten 14 und 20). Das betrifft zwar proprietäre Software ebenso wie Open-Source-Produkte, aber bei ersteren gibt es zumeist eine kommerzielle Entität, die für ihre Software verantwortlich ist und von Kunden für Fehlerbehebungen bezahlt wird.
Wer dagegen all die Open-Source-Software sichern soll und kann, ist weniger offensichtlich. Die gute Nachricht lautet: Das Problem ist erkannt und diverse Projekte und Organisationen treten an, um bei der Lösung zu helfen. Sogar Geld steht zur Verfügung; zum einen, weil KI-Firmen, durch deren Produkte das Problem entsteht, sich ihrer Verantwortung stellen wollen – oder zumindest diesen Anschein erwecken möchten. Jedenfalls sind sie höchst liquide und willens, Projekte zur Sicherung von Open Source zu finanzieren.