Großeinsatz der Polizei 22-Jährige stirbt nach Schüssen bei Rave in der Schweiz
Polizisten am Tatort in Aarau
Foto: Michael Buholzer / EPABei einem Rave im schweizerischen Aarau, Kanton Aargau, sind in der Nacht gegen 2.30 Uhr Schüsse gefallen. Es gibt mehrere Opfer, die laut Polizei auf dem Festival auf der Aarauer Pferderennbahn gewesen waren. Eine 22 Jahre alte Frau ist nach Angaben der Polizei vor Ort ihren Verletzungen erlegen. Eine weitere Frau und vier Männer im Alter zwischen 24 und 27 Jahren sind teils schwer verletzt im Krankenhaus. Alle Opfer haben den Angaben zufolge ihren Wohnsitz in der Schweiz.
Die Fahndung nach der »unbekannten Täterschaft« läuft den Angaben zufolge weiter. Ob es ein oder mehrere Täter sind, ist unklar. Auch Motiv und genauer Tathergang sind noch nicht bekannt. Auf deutscher Seite ist die Polizei nach Angaben des Polizeipräsidiums Freiburg auch an den allgemeinen Fahndungsmaßnahmen beteiligt.
Auch auf einer ersten Pressekonferenz am Nachmittag machte die Kantonspolizei noch keine näheren Angaben. »Aufgrund der ganzen Situation schließen wir aber aus, dass die Täterschaft wieder irgendwo aktiv werden könnte und zu einer neuen Gefahr werden könnte«, hieß es vom Sprecher. Es müsse davon ausgegangen werden, dass eine »größere Zahl« Schüsse gefallen sei.
DJs melden sich zu Wort
Einer der DJs auf der Veranstaltung, Sam Madi, teilte eine Nachricht in seiner Instagram-Story : »Vielen Dank für eure Nachrichten. Mir geht es gut! Was sich nach der Veranstaltung in Aarau ereignet hat, macht mich tief traurig! Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen und ihren Angehörigen!«
Was auf dem Rave passiert sei, sei absolut herzzerreißend, schrieb auch DJ Tekibo in einer Instagram-Story . »Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein.« Er versuche immer noch, das Ganze zu verarbeiten. Er habe einen wichtigen Menschen verloren und finde einfach nicht die richtigen Worte. Er werde sich für eine bestimmte Zeit zurückziehen, kündigte er an.
Die Veranstalter des Raves posteten am Mittag ein Statement bei Instagram. »Wir sind schockiert. Und erschüttert. Und Traurig«, heißt es darin. »Der hinterhältige Anschlag auf die Gäste des Aarauer Raves hat unsere Herzen gebrochen.« In Gedanken seien die Veranstalter bei den Opfern und Angehörigen und würden alles dafür tun, um die Polizei bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Die Techno-Party fand von Samstagnachmittag bis in die Nacht zum Sonntag mit rund 3500 Besuchern auf der Pferderennbahn Schachen statt.