Animal Hoarding in Großbritannien: RSPCA befreit 250 Hunde aus einem Haus - DER SPIEGEL
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Tierwohldrama im Vereinigten Königreich Britische Tierschützer retten 250 Hunde aus einem einzigen Haushalt

In einem britischen Haus wurden 250 Hunde in katastrophalem Zustand entdeckt. Die Tierschutzorganisation RSPCA warnt, dass solche Fälle immer öfter vorkämen und ruft zur Adoption von Hunden auf.
Dieses undatierte Foto zeigt Pudel-Mischlinge, die in einem Haus an einem nicht näher genannten Ort in Großbritannien gehalten wurden
Dieses undatierte Foto zeigt Pudel-Mischlinge, die in einem Haus an einem nicht näher genannten Ort in Großbritannien gehalten wurden

Dieses undatierte Foto zeigt Pudel-Mischlinge, die in einem Haus an einem nicht näher genannten Ort in Großbritannien gehalten wurden

Foto: AFP

Eine britische Tierschutzorganisation hat eigenen Angaben zufolge mehr als 250 Hunde aus einem Privathaushalt gerettet. Ein von der Organisation Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (RSPCA) veröffentlichtes Foto zeigt eindrücklich die Zustände in dem Haus: Dutzende Hunde, viele von ihnen in schlechtem und völlig verdrecktem Zustand, sind in einem heruntergekommenen Wohnzimmer zu sehen.

Das Foto war so erschreckend, dass viele es für ein KI-generiertes Bild hielten. Die Organisation musste daraufhin Vorwürfe zurückweisen, dass das von ihr veröffentlichte Foto der verwahrlosten Pudel-Mischlinge eine KI-Fälschung sei. »Wir können verstehen, dass die Leute so entsetzt sind, dass sie nicht glauben können, was sie sehen«, erklärte RSPCA-Leiterin Jo Hirst am Mittwoch, nachdem das Foto viral gegangen war. »Aber dieses Foto ist keine künstliche Intelligenz, es ist echt.«

Immer mehr Einsätze mit zu vielen Tieren in einem Haushalt

Die RSPCA, die älteste Tierschutzorganisation der Welt, nahm 87 der Hunde selbst auf, der Rest kam bei einer anderen Organisation unter.

»Es gibt viele Gründe, warum Menschen mit deutlich mehr Tieren enden, als sie versorgen können, z. B. psychische Erkrankungen, Behinderungen, Trauerfälle oder ernsthafte finanzielle Probleme«, erklärte die Organisation auf Instagram.  Aber aufgrund mehrerer solcher extrem groß angelegten Rettungen stehe sie »vor einer Kapazitätskrise.« Es gäbe nie einen dringlicheren Zeitpunkt für eine Adoption.

Weitere Details wurden nicht veröffentlicht, auch nicht die Lage des Hauses. Die in den Fall verwickelten Menschen seien »extrem schutzbedürftig«, hieß es. RSPCA-Leiterin Hirst sagte, der Fall sei ein Beispiel dafür, »was passieren kann, wenn auch gutmeinende Besitzer überfordert sind«. Die Zucht könne ausufern und die Haltungsbedingungen außer Kontrolle geraten.

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Laut der RSPCA werden ihre Mitarbeiter zunehmend mit Einsätzen konfrontiert, bei denen zu viele Tiere in einem einzelnen Haushalt leben. 2025 habe es in England und Wales 4200 Fälle mit mindestens zehn Tieren in einem Haus oder in einer Wohnung gegeben.

mgr/AFP