Atomwaffen: Donald Trump verhandelt nach eigenen Angaben mit Russland und China über Abrüstung - DER SPIEGEL
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Strategische Waffen Trump verhandelt nach eigenen Worten über Atomabrüstung mit Moskau und Peking

Russland besitzt die meisten gelagerten Atomsprengköpfe, die USA dagegen mehr einsatzbereite. Und China soll den Abstand laut Trump in den kommenden Jahren deutlich verkleinern.
Donald Trump bei einem Auftritt vor US-Feuerwehrmännern im Weißen Haus: »Würde gern atomar abrüsten, wenn möglich«
Donald Trump bei einem Auftritt vor US-Feuerwehrmännern im Weißen Haus: »Würde gern atomar abrüsten, wenn möglich«

Donald Trump bei einem Auftritt vor US-Feuerwehrmännern im Weißen Haus: »Würde gern atomar abrüsten, wenn möglich«

Foto: Tom Brenner- via CNP / ZUMA Press Wire / IMAGO

Die USA führen nach den Worten von Präsident Donald Trump Gespräche mit Russland und China ​über eine atomare Abrüstung der Länder mit den größten Atomwaffenarsenalen. »Die ganze Angelegenheit ist ‌bedauerlich, denn ich würde gern atomar abrüsten, wenn möglich. Aber wir sprechen tatsächlich mit Russland und China über eine solche Abrüstung«, sagte Trump am Donnerstag dem US-Fernsehsender Newsmax.

Dem Bericht zufolge hat Trump auch mit dem ​chinesischen Präsidenten Xi Jinping über das Thema gesprochen. Der Präsident erwarte, dass China im ⁠Bereich ⁠Atomwaffen in den nächsten fünf Jahren zu den USA aufschließen werde.

Russland verfügt nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri über die meisten gelagerten Atomsprengköpfe, ‌gefolgt von den USA und China. Bei ​der Zahl ‌der einsatzbereiten Sprengköpfe liegen die USA jedoch vor Russland.

USA bemühen sich wohl ‌um neues, multilaterales Atomabkommen

Das bilaterale New-Start-Abkommen zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen war im Februar 2026 ausgelaufen. Der 2010 unterzeichnete Vertrag war ‌von Ex-Präsident Joe Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin um fünf Jahre verlängert worden.

Nach Angaben von Insidern aus ‌dem US-Außenministerium im Februar bemühen ​sich die USA jedoch ‌um ein neues, multilaterales Atomabkommen. Washington dringt darauf, das ‌Nachfolgeabkommen ​auf China auszuweiten. Peking hatte dies bisher jedoch mit der Begründung abgelehnt, die Volksrepublik verfüge ​über deutlich weniger Sprengköpfe ⁠als die beiden großen Atommächte.

Zuletzt hatte Trump ein mit Saudi-Arabien ausgehandeltes ziviles Atomprogramm weiter vorangetrieben. Das berichtet das »Wall Street Journal«  unter Berufung auf Regierungskreise. Hinter dem Abkommen steht die Frage, wie die USA ihre Atomnutzung vorantreiben können – ohne im Nahen Osten weitere Wege für die Herstellung von Atomwaffen zu ermöglichen.

Der Irankrieg eskaliert wieder – da billigen die USA ein Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien. Das Königreich ist der Erzfeind der Ajatollahs und kann jubeln. Israel war zumindest offiziell nicht eingebunden. Lesen Sie hier  mehr.

jon/Reuters