Big in Pjöngjang - DER SPIEGEL
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Gavriil Grigorov / SPUTNIK / KREMLIN / EPA

Nordkorea Big in Pjöngjang

19.06.2024
• aus SPIEGEL Chronik 1/2024

Für den Empfang des russischen Präsidenten Wladimir Putin scheut der Machtapparat des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un keine Kosten und Mühen. Während in dem weitgehend isolierten Land große Teile der Bevölkerung in Armut leben, wird Putin in der Hauptstadt Pjöngjang mit einer opulenten Zeremonie begrüßt. Der Staatsbesuch markiert den Beginn einer neuen Partnerschaft, die später auch vertraglich besiegelt wird: Beide Länder wollen sich fortan im Angriffsfall Beistand leisten und ihre wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit vertiefen.

Wozu das Bündnis offenbar vorrangig dient, wird schon bald klar: Mindestens 10.000 Soldaten aus Nordkorea werden bis Anfang November nach Russland entsendet, um in Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Einsatz zu kommen, berichtet das US-Verteidigungsministerium. Kim könnte dafür Militärtechnologie aus Russland erhalten und Kampferfahrung für seine Truppen gewinnen. Die neue Allianz der Autokraten sorgt nicht nur in Südkoreas Hauptstadt Seoul, die sich unweit der Grenze zum Norden befindet, für Unruhe.

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