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Kaum ein Durchkommen ist im Gedränge des Trecks auf einer Straße nahe der Stadt Sake im äußersten Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Menschen wollen schnellstmöglich weg aus Masisi, wo die Kämpfe zwischen Regierungstruppen, der international sanktionierten Rebellengruppe M23 und weiteren Milizen im Februar eskalieren. Hunderttausende Menschen ergreifen die Flucht, einige haben ihre wenigen Habseligkeiten abenteuerlich auf Fahrzeugen zusammengeschnürt. Im Chaos des massenhaften Aufbruchs werden Familien getrennt, Hilfsorganisationen berichten von dramatischen Szenen. Die seit 2021 wieder kriegerisch ausgetragene Auseinandersetzung zwischen Regierung und M23-Aufständischen trifft die historisch konfliktbelastete Region hart, die zudem mit verheerenden Vulkanausbrüchen zu kämpfen hat. Der 1994 von radikalisierten Hutu an den Tutsi verübte Genozid im benachbarten Ruanda wirkt bis heute nach, Täter und Opfer des Völkermords stehen sich nun im Ostkongo erneut gegenüber. Ein baldiges Ende der Gewalt in dem komplexen Konflikt ist nicht absehbar. Vereinbarte Feuerpausen werden immer wieder gebrochen.