Machtwechsel in Brasilien Bolsonaro legt Beschwerde gegen Wahlergebnis ein
Jair Bolsonaro: Brasiliens Noch-Präsident will vom Obersten Wahlgericht Stimmen für ungültig erklären lassen
Foto: Evaristo Sa / AFPGut drei Wochen nach der Abwahl des rechtsextremen Präsidenten Jair Bolsonaro in Brasilien will seine Partei einen Teil der abgegebenen Wählerstimmen für ungültig erklären lassen. Die Liberale Partei (PL) habe eine Eingabe beim Obersten Wahlgericht eingereicht, sagte Partei-Chef Valdemar da Costa.
Bolsonaros Partei bezweifelt, dass alle elektronischen Wahlmaschinen einwandfrei funktionierten. Bei der Stichwahl vom 30. Oktober errang der ehemalige linke Präsident Luiz Inácio Lula da Silva einen knappen Sieg. Dem Vorstoß Bolsonaros werden wenig Chancen eingeräumt, da das Oberste Wahlgericht den Wahlausgang ratifiziert hat.
Bislang hat Bolsonaro seine Niederlage nicht ausdrücklich eingeräumt. Lula wird sein Amt am 1. Januar 2023 antreten. Er hatte bei der Stichwahl 50,9 Prozent der Stimmen erhalten, Bolsonaro kam auf 49,1 Prozent. Bolsonaro hatte bereits vor der Abstimmung immer wieder Zweifel am Wahlsystem geäußert und angedeutet, das Ergebnis möglicherweise nicht anzuerkennen.