Iran-Krieg: Britische Behörde meldet Beschuss von Tanker in Straße von Hormus - DER SPIEGEL
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Krieg in Nahost Britische Behörde meldet Beschuss von Tanker in Straße von Hormus

Kanonenboote der iranischen Revolutionswächter sollen einen Tanker attackiert haben. Dieser befindet sich laut einer britischen Behörde nordöstlich von Oman. Die Crew sei demnach in Sicherheit.
Straße von Hormus (Symboldbild)
Straße von Hormus (Symboldbild)

Straße von Hormus (Symboldbild)

Foto: European Union / Copernicus Sentinel-2 / REUTERS

Laut der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO)  sollen iranische Kanonenboote auf einen Tanker in der Straße von Hormus geschossen haben. Demnach berichtete der Kapitän des Tankers von einem Angriff durch zwei Kanonenboote der iranischen Revolutionswächter rund 37 Kilometer nordöstlich von Oman. Ohne Vorwarnung sollen die Boote »auf den Tanker geschossen« haben. Die Behörde teilte mit, sowohl der Tanker als auch die Besatzung seien in Sicherheit.

Währenddessen teilte der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal mit, es sei zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionswächtern und indischen Handelsschiffen gekommen. Demnach hätten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurückgedrängt. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert.

Inwieweit die beiden Meldungen zusammenhängen, blieb vorerst unklar. Auch ließen sich die Informationen zunächst nicht verifizieren.

Öffnung rückgängig gemacht

Kurz zuvor hatte Iran seine Entscheidung zur Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr rückgängig gemacht. Die iranische Armeeführung begründete die neuerliche Blockade der immens wichtigen Schifffahrtsstraße laut Staatsmedien mit der anhaltenden US-Blockade iranischer Häfen. Die Straße von Hormus stehe nun erneut »unter strenger Führung und Kontrolle der Streitkräfte«, solange die USA nicht die freie Schifffahrt nach Iran ermöglichten, hieß es.

Mehr zum Thema

Teheran hatte am Freitag nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon eine Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe bekannt gegeben. Durch die Meerenge verläuft normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen. Die Märkte reagierten zunächst erleichtert, der Ölpreis sackte ab, der zuvor wegen der Blockade weltweit massiv angestiegen war.

Während die ganze Welt auf die Straße von Hormus blickt, leiden die Menschen in Iran weiter unter dem Regime. Lesen Sie hier mehr über die aktuelle Situation im Land .

atr/AFP/dpa