COP 26: Greta Thunberg kritisiert schottische Klimapolitik - DER SPIEGEL
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Vor Uno-Klimakonferenz Greta Thunberg greift Schottlands Klimapolitik an

Im November soll im schottischen Glasgow der Uno-Klimagipfel stattfinden. Das Gastgeberland gibt sich als Vorreiter beim Klimaschutz. Doch Greta Thunberg ist wenig beeindruckt.
Greta Thunberg am 20. August bei einem Klimastreik in Stockholm
Greta Thunberg am 20. August bei einem Klimastreik in Stockholm

Greta Thunberg am 20. August bei einem Klimastreik in Stockholm

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Christine Olsson/TT / imago images/TT

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Zwei Monate vor der Uno-Klimakonferenz (COP-26) in Glasgow hat Klimaaktivistin Greta Thunberg die Umweltpolitik des Gastgebers Schottland kritisiert. Entgegen den Beteuerungen der schottischen Regierung sei die britische Region keine Vorreiterin im Kampf gegen den Klimawandel, sagte die Schwedin der BBC. Thunberg nannte als Beispiel Pläne für ein neues Ölfeld in der Nähe der Shetland-Inseln.

Thunberg nennt Bemühungen der Länder nicht ausreichend

»Das fasst vielleicht die ganze Situation zusammen, in der wir uns befinden: Der COP-Ausrichter plant, die Infrastruktur für fossile Brennstoffe auszubauen, neue Ölfelder zu erschließen und so weiter«, sagte Thunberg. »Es gibt einige Länder, die etwas mehr tun als andere, aber wenn wir es aus einer breiteren Perspektive betrachten, können wir mit Sicherheit sagen, dass es – zumindest im globalen Norden – keine Länder gibt, die auch nur annähernd das tun, was nötig wäre.«

Thunberg hat noch nicht entschieden, ob sie an der Konferenz im November teilnimmt. Voraussetzung sei, dass die Tagung »sicher und demokratisch« ablaufe, auch Teilnehmer aus ärmeren Ländern müssten vollständig geimpft sein und die Möglichkeit haben, nach Schottland zu reisen, sagte die 18-Jährige. Falls sie teilnehme, werde sie mit dem Zug anreisen.

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Grundsätzlich sprach sie sich für eine Präsenzveranstaltung aus, zeigte sich allerdings pessimistisch. »Ein physisches Treffen wird wahrscheinlich mehr Ergebnisse bringen, aber immer noch nicht annähernd das, was benötigt wird«, sagte Thunberg. »Wir wissen, dass Veränderungen nicht von der COP, aus diesen Verhandlungen heraus entstehen werden. Veränderungen werden kommen, wenn genug Leute draußen auf den Straßen sind, die Veränderung fordern.«

muk/dpa