Coronavirus: Donald Trump empfiehlt Mundschutz - will selbst aber keine Maske tragen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

US-Präsident Trump empfiehlt Mundschutz - will selbst aber keinen tragen

Die US-Regierung hat als Reaktion auf das grassierende Coronavirus ihre Empfehlung verändert: Die Bevölkerung soll Mund und Nase bedecken. Präsident Donald Trump will sich nicht daran halten.
US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz im Weißen Haus: "Vielleicht werde ich meine Meinung ändern"
US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz im Weißen Haus: "Vielleicht werde ich meine Meinung ändern"

US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz im Weißen Haus: "Vielleicht werde ich meine Meinung ändern"

Foto: Yuri Gripas/ imago images/ZUMA Wire
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die US-Regierung rät entgegen der bisher geltenden Richtlinie nun doch zum Tragen von Gesichtsmasken als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. "Das ist freiwillig", sagte Präsident Donald Trump bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus.

Die Empfehlung beziehe sich auf Masken aus Stoff, die man zum Beispiel zu Hause machen könne, nicht aber auf medizinische Schutzmasken. Diese müssten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben.

Trump betonte, die neue Maßnahme ersetze nicht die bisher empfohlenen Schutzmaßnahmen, sondern ergänze sie. Die US-Gesundheitsbehörde CDC riet gesunden Menschen ohne Symptome bislang explizit nicht zum Tragen von Masken.

Er selbst werde keinen Mund-Nase-Schutz tragen, sagte Trump. "Im Oval Office zu sitzen, hinter diesem schönen Resolute Desk (dem Schreibtisch des Präsidenten im Weißen Haus), dem großartigen Resolute Desk - ich denke, eine Gesichtsmaske zu tragen, wenn ich Präsidenten, Ministerpräsidenten, Diktatoren, Könige, Königinnen grüße, ich weiß nicht, irgendwie sehe ich das für mich selbst nicht. Sehe ich einfach nicht. Vielleicht werde ich meine Meinung ändern."

Mehr zum Thema

In den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Donnerstag 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Freitagabend 1480 weitere Todesfälle registriert.

Demnach sind in den USA inzwischen mehr als 275.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Universität zufolge sind die USA damit das am stärksten betroffene Land weltweit.

jpz/dpa/AFP