US-Präsident Trump empfiehlt Mundschutz - will selbst aber keinen tragen
US-Präsident Donald Trump bei der Pressekonferenz im Weißen Haus: "Vielleicht werde ich meine Meinung ändern"
Foto: Yuri Gripas/ imago images/ZUMA WireDie US-Regierung rät entgegen der bisher geltenden Richtlinie nun doch zum Tragen von Gesichtsmasken als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. "Das ist freiwillig", sagte Präsident Donald Trump bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus.
Die Empfehlung beziehe sich auf Masken aus Stoff, die man zum Beispiel zu Hause machen könne, nicht aber auf medizinische Schutzmasken. Diese müssten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben.
Trump betonte, die neue Maßnahme ersetze nicht die bisher empfohlenen Schutzmaßnahmen, sondern ergänze sie. Die US-Gesundheitsbehörde CDC riet gesunden Menschen ohne Symptome bislang explizit nicht zum Tragen von Masken.
Er selbst werde keinen Mund-Nase-Schutz tragen, sagte Trump. "Im Oval Office zu sitzen, hinter diesem schönen Resolute Desk (dem Schreibtisch des Präsidenten im Weißen Haus), dem großartigen Resolute Desk - ich denke, eine Gesichtsmaske zu tragen, wenn ich Präsidenten, Ministerpräsidenten, Diktatoren, Könige, Königinnen grüße, ich weiß nicht, irgendwie sehe ich das für mich selbst nicht. Sehe ich einfach nicht. Vielleicht werde ich meine Meinung ändern."
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SPIEGEL-Korrespondenten berichten: Wenn die Kurve nicht abflacht, werden in den USA Hunderttausende sterben1 Std 13 Min
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In den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Donnerstag 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Freitagabend 1480 weitere Todesfälle registriert.
Demnach sind in den USA inzwischen mehr als 275.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Universität zufolge sind die USA damit das am stärksten betroffene Land weltweit.