Coronavirus: USA verbieten Einreisen aus Brasilien - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wegen Coronavirus USA verbieten Einreisen aus Brasilien

Nur in den USA gibt es mehr gemeldete Covid-19-Fälle als in Brasilien. Die amerikanische Regierung will Reisende aus dem Land deshalb vorerst nicht reinlassen.
Friedhof in São Paulo: Mehr als 22.000 Corona-Tote
Friedhof in São Paulo: Mehr als 22.000 Corona-Tote

Friedhof in São Paulo: Mehr als 22.000 Corona-Tote

Foto: Paulo Lopes/ imago images/ZUMA Wire
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die US-Regierung schränkt angesichts der Coronavirus-Ausbreitung Reisen von Brasilien in die USA ein. Brasilianer und Ausländer, die sich in den zwei Wochen vor einer geplanten Einreise in dem Land aufgehalten haben, dürften nicht mehr in die USA kommen, teilte das Weiße Haus mit. Die Regelung gilt demnach ab Freitag und ist zeitlich nicht begrenzt. Ausgenommen davon sind unter anderem US-Bürger, deren Familienangehörige, Menschen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung und Diplomaten.

"Die Maßnahme wird dabei helfen, sicherzustellen, dass Ausländer, die in Brasilien waren, keine Quelle neuer Infektionen in unserem Land werden", sagte die Sprecherin von Präsident Donald Trump, Kayleigh McEnany. Der Handel sei von den neuen Beschränkungen nicht betroffen, hieß es weiter.

Mehr zum Thema

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte Trump bereits einen Einreisestopp für Ausländer aus China, dem europäischen Schengenraum, Großbritannien und Irland verhängt. Auch Reisen über die amerikanische Grenze zu Kanada im Norden und Mexiko im Süden sind wegen der Pandemie vorübergehend eingeschränkt.

In Brasilien gab es Daten der US-Universität Johns Hopkins zufolge bis Sonntag rund 350.000 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 22.000 Todesfälle. Das einwohnerstärkste Land Lateinamerikas hat damit in absoluten Zahlen weltweit inzwischen die zweitmeisten Infektionen registriert - mehr gibt es nur in den USA mit mehr als 1,6 Millionen bekannten Infektionen und knapp 100.000 Todesfällen.

kko/dpa