Expansionsfantasien des Präsidenten Trump-Karte zeigt Kanada, Mexiko und Grönland als Teil der USA
US-Präsident Donald Trump: Andere Länder und Inseln einverleiben
Foto: Julia Demaree Nikhinson / APMit Kanada hat US-Präsident Donald Trump einen heftigen Zollstreit, bei Grönland macht er Kontrollansprüche geltend und mit Handelspartner Mexiko lag er auch schon im Clinch. Jetzt provoziert der Republikaner mit einer Nordamerika-Landkarte, die diese Länder und die Arktisinsel in die US-Flagge gehüllt darstellt. Darauf prangt nur ein einziger Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika.
In die auf Truth Social veröffentlichten Grafik einbezogen waren unter anderem auch Island und Kuba – dem schwer angeschlagenen Karibikstaat hatte Trump schon offen mit einer Übernahme gedroht. Während Mexiko, Kuba, Kanada und Grönland zu Amerika gehören, gilt dies für Island nicht. Es ist Teil von Europa. Trump kommentierte die Landkarte nicht, sondern ließ sie für sich stehen.
BREAKING: President Trump teases a U.S. expansion map that would include Canada, Greenland, Mexico, Cuba, parts of Central America, & the Caribbean. pic.twitter.com/Ooblgml55b
— Polymarket (@Polymarket) September 7, 2026
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Der US-Präsident kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben. Im Falle von Kanada hatte Trump anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Bundesstaat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.
Faible für Umbenennungen
Trump provoziert gern mit fiktiven Landkarten, die seine Ansprüche zeigen. Im Januar hatte er eine Darstellung publiziert, bei der Venezuela, Grönland, Kuba und Kanada Teil der USA sind.
Der US-Präsident hat in seiner zweiten Amtszeit seit 2025 auch schon zum Mittel von geografischen Umbenennungen gegriffen, um die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in »Golf von Amerika« um. Jüngst ordnete er die Umbenennung des Sees Lake Ontario, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in »Lake America« an .
Am Wochenende brachte er eine neue Idee auf, die die USA selbst betreffen. Aus dem US-Bundesstaat New Mexico könnte »New America« werden. Das legte zumindest einer seiner Posts auf Truth Social nahe. Er zeigte eine Karte des Bundesstaats, auf der das Wort »Mexico« durchgestrichen war – stattdessen stand dort »America«.
Wolkenkratzer, Steaks, ein Theater und ein Flughafen heißen schon nach Donald Trump. Jetzt will er auch die umkämpfte Meerenge vor der Küste Irans umbenennen. Eitelkeit und Größenwahn scheinen keine Grenzen zu kennen .