Donald Trump verhöhnt Handelspartner der USA als unterwürfige Bittsteller - DER SPIEGEL
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Laut CNN Trump verhöhnt Handelspartner als unterwürfige Bittsteller

Seine Zollpolitik sorgt für massive Turbulenzen an den Finanzmärkten, doch Donald Trump labt sich daran, einmal mehr im Mittelpunkt zu stehen. Betroffene Länder bettelten demnach um Ausnahmen von den Restriktionen.
US-Präsident Trump
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Nathan Howard / REUTERS

Noch sind die langfristigen Folgen der neuen US-Zollpolitik nicht in Gänze abschätzbar. Sicher scheint nur, dass Präsident Donald Trump mit seinen ab heute geltenden Sonderzöllen den Welthandel vor große Herausforderungen stellt. An den Börsen sorgen diese Aussichten bereits seit Tagen für schwere Turbulenzen.

Während Anleger und Unternehmer verzweifeln, scheint Trump seine Rolle im Rampenlicht allerdings zu genießen. Wie der Sender CNN  berichtet, wartet der Präsident offenbar darauf, dass sich langjährige Handelspartner nun um Ausnahmen von den Zöllen bemühen.

»Diese Länder rufen uns an. Sie küssen meinen Arsch. Sie brennen darauf, einen Deal zu machen«, sagte Trump dem Sender zufolge am Dienstagabend vor einer Gruppe von Republikanern.

»Ich werde alles tun, Sir.«

Ausländische Staats- und Regierungschefs würden angeblich vor ihm um Gnade winseln, um die neuen Zölle zu vermeiden, so Trump: »Bitte, bitte, Sir, machen Sie einen Deal. Ich werde alles tun, Sir.«

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hatte die Darstellung bereits zuvor bekräftigt. Seit Tagen würden die Telefone im Weißen Haus ununterbrochen klingeln, so Leavitt. Ausländische Regierungen würden versuchen, mit dem Präsidenten und seinem Handelsteam zu sprechen und eine Einigung zu erzielen, sagte Leavitt. Lesen Sie hier , wie die EU auf Trumps Megazölle reagieren will.

Wie CNN unter Berufung auf Regierungsinsider berichtet, versuchen derzeit auch die CEOs von Großkonzernen, mit führenden Mitgliedern der Trump-Regierung in Kontakt zu kommen, um sie von den Schäden der neuen US-Handelspolitik zu überzeugen.

Auch ausländische Regierungen versuchen bereits, die drastischen Folgen der US-Maßnahmen für die eigene Wirtschaft abzudämpfen. Am Mittwoch trifft sich etwa Vietnams stellvertretender Ministerpräsident Ho Duc Phoc mit US-Finanzminister Scott Bessent, um über die Zölle zu sprechen.

Die USA haben Zölle von 46 Prozent auf vietnamesische Exporte verhängt. Diese machen etwa 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes aus. Der vietnamesische Staatschef To Lam hatte in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump vergangene Woche angekündigt, er sei offen für Gespräche über ein Null-Zoll-Abkommen mit den USA.

Keine Ausnahme für Israel

Zuvor waren die neuen US-Zölle auch Thema bei einem Besuch des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Washington. Die USA hatten zuvor angekündigt, israelische Produkte mit einem Zoll von 17 Prozent zu belegen. Die USA sind der wichtigste Handelspartner Israels.

Doch Netanyahu konnte vorerst keine Ausnahme erwirken. Auf die Frage, ob er seine Meinung über die Zölle gegen Israel ändern könnte, sagte Trump laut der Nachrichtenagentur Reuters: »Vielleicht nicht.«

Der US-Präsident verwies dabei auf die Milliarden von Dollar, die die USA Israel jedes Jahr an Militärhilfe geben. »Wir geben Israel vier Milliarden Dollar pro Jahr. Das ist eine Menge«, sagte Trump.

fek/AP