Emmanuel Macron besorgt über Corona-Ausbreitung: »Die fünfte Welle ist in Europa angekommen« - DER SPIEGEL
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Macron besorgt über Corona-Ausbreitung »Die fünfte Welle ist in Europa angekommen«

Auch in Frankreich steigen die Coronazahlen stark an. Über 65-Jährige, die nicht geboostert sind, gelten deswegen fortan als ungeimpft. Eine Rentenreform verschob Präsident Macron, angeblich auch aufgrund der Lage.
In einer Fernsehansprache kündigte Frankreichs Präsident Macron die Ausweitung von Boosterimpfungen an
In einer Fernsehansprache kündigte Frankreichs Präsident Macron die Ausweitung von Boosterimpfungen an

In einer Fernsehansprache kündigte Frankreichs Präsident Macron die Ausweitung von Boosterimpfungen an

Foto: CHRISTOPHE ARCHAMBAULT / AFP

Der Anstieg der Covid-19-Inzidenz ist nach Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beunruhigend. In einer TV-Ansprache sagt Macron, dass auch die höheren Hospitalisierungsraten alarmierend seien. »Ganz wie es die WHO gesagt hat: Die fünfte Covid-Welle ist in Europa angekommen.«

Macron kündigte an, dass vom nächsten Monat an auch Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen, die das Alter von 50 Jahren gerade erst erreicht haben. Bislang lag die Altersgrenze bei 65 Jahren. Menschen über 65 gelten ab Mitte Dezember nur noch als geimpft, wenn sie eine Boosterimpfung nachweisen können, wie Macron am Dienstagabend in Paris ankündigte.

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Nur mit diesem Nachweis von Impfung, Genesung oder Negativtest kann man in Frankreich Restaurants und Veranstaltungen besuchen oder per Flugzeug oder Fernzug verreisen. »Lassen Sie sich impfen«, appellierte Macron an die Bevölkerung. Die Pandemie sei noch nicht zu Ende. Es gebe einen alarmierenden Anstieg der Infektionszahlen. Der Staatschef mahnte: »Machen Sie jetzt einen Termin.«

Rentenreform wird erneut verschoben

Wegen der Coronakrise verschob Macron zudem sein umstrittenes Vorhaben einer Rentenreform weiter in die Zukunft. Die Bedingungen für einen Start der Reform seien derzeit nicht gegeben, sagte er. Damit wird es vor der Präsidentschaftswahl im April kommenden Jahres nicht mehr zu einer Reform kommen. Erwartet wird, dass sich Macron dann um eine zweite Amtszeit bemühen wird.

Der Präsident versicherte zugleich, grundsätzlich an der Rentenreform festzuhalten. Mit Blick auf das gegenwärtige Rentenalter fügte er hinzu, in Frankreich müssten die Menschen künftig länger arbeiten. Das komplizierte Rentensystem solle einfacher und gerechter werden. Nach wochenlangen Protesten war die Reform schon einmal verschoben worden.

sol/dpa/afp