Istanbul: Fast 200 Festnahmen nach Schusswechsel vor israelischem Konsulat - DER SPIEGEL
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Mutmaßlicher IS-Anschlag Fast 200 Festnahmen nach Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul

Am Dienstag hatten mehrere Angreifer das Feuer auf Polizisten eröffnet – vor Israels Konsulat in Istanbul. Die türkischen Behörden melden nun fast 200 Festnahmen im Umfeld der Terrororganisation »Islamischer Staat«.
Türkische Sicherheitskräfte vor israelischem Konsulat nach Anschlag am 7. April
Türkische Sicherheitskräfte vor israelischem Konsulat nach Anschlag am 7. April

Türkische Sicherheitskräfte vor israelischem Konsulat nach Anschlag am 7. April

Foto: Khalil Hamra / AP

Nach dem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul am Dienstag haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben fast 200 Verdächtige verhaftet. Justizminister Akin Gürlek sprach im Onlinedienst X von einer »zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh« – die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS). Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 an.

Vor der diplomatischen Vertretung Israels im Geschäftsviertel Levent hatten am Dienstag mehrere Angreifer das Feuer auf Polizisten eröffnet, die daraufhin zurückschossen. Ein Angreifer wurde der Regionalverwaltung zufolge getötet, zwei weitere wurden verletzt. Sie sind unter den Festgenommenen. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Israelische Diplomaten befanden sich nicht in dem Gebäude.

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Zuvor hatten bereits türkische Medien berichtet, der getötete Angreifer habe Verbindungen zur IS-Miliz gehabt. Das israelische Außenministerium und der US-Botschafter in der Türkei waren ebenfalls davon ausgegangen, dass ein gezielter Angriff auf das Konsulat geplant gewesen war.

Der »Islamische Staat« hat in den vergangenen Jahren immer wieder tödliche Anschläge in der Türkei verübt. Im Januar 2024 griffen zwei bewaffnete Männer eine katholische Kirche in Istanbul an – ein Mann wurde dabei während der Sonntagsmesse getötet. Bei einer Neujahrsfeier am 1. Januar 2017 töteten Angreifer zudem 39 Menschen in einem Nachtclub in Istanbul.

hda/AFP

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