Gaza-Krieg: Israel nennt Gespräche in Paris über Geiselfreilassung und Feuerpause »konstruktiv« - DER SPIEGEL
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Gazakrieg Israel nennt Gespräche über Geiselfreilassung »konstruktiv«

Es gebe eine »erhebliche Kluft«, aber man wolle weiterreden, heißt es von Vertretern Netanyahus: In Paris ist ein neuer Deal zur Freilassung der Geiseln beraten worden. Er könnte 30 Tage Feuerpause im Gazastreifen bedeuten.
Demonstration in Tel Aviv für die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen
Demonstration in Tel Aviv für die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen

Demonstration in Tel Aviv für die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen

Foto: Ariel Schalit / dpa

Israel hat Gespräche in Paris über eine mögliche neue Feuerpause im Gazakrieg und die Freilassung weiterer Geiseln am Sonntag als »konstruktiv« beschrieben. Es gebe aber noch eine »erhebliche Kluft« zwischen den verschiedenen Positionen, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu nach einem Treffen von CIA-Geheimdienstchef William Burns mit Vertretern Israels, Ägyptens und Katars mit. Die Beteiligten wollten sich in dieser Woche erneut treffen, um die Diskussionen fortzusetzen, hieß es.

Nach Informationen der »New York Times« wurde in Paris ein Textentwurf der US-Regierung besprochen, der auf Vorschlägen Israels und der islamistischen Hamas fußt. Laut dem Plan sollen die palästinensischen Extremisten mehr als hundert Geiseln freilassen und Israel dafür seinen Militäreinsatz im Gazastreifen für etwa zwei Monate stoppen.

Schon während einer siebentägigen Feuerpause im November waren gefangen gehaltene israelische Kinder und Frauen gegen in Israel inhaftierte Palästinenser ausgetauscht worden. Doch etwas mehr als 130 Menschen sollen noch in der Gewalt der Terroristen sein. Zwei Kinder sowie 18 Frauen und eine 13-Jährige sollen darunter sein, wie auch mehrere Deutsche. Die älteste Geisel ist 85 Jahre alt, die Jüngste ein Jahr.

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Dem Entwurf zufolge sollen in einer ersten Phase die Kämpfe für 30 Tage pausieren. In dieser Zeit solle die Hamas weibliche, ältere und verletzte Geiseln freilassen. Parallel dazu sollten beide Seiten über eine zweite Phase verhandeln, in der als Geiseln genommene israelische Männer und Soldaten im Gegenzug für weitere 30 Tage Feuerpause freigelassen würden.

ktz/dpa