Großbrände in Los Angeles Durchatmen, weitermachen
Kaum hat das Jahr 2025 begonnen, da befindet sich die Feuerwehr in Los Angeles im Dauereinsatz – Momente der Erholung, wie diese Brandbekämpfer sie auf der Poolterrasse eines Hauses im Mandeville Canyon kurz bei Gatorade und Chips finden, bleiben die Ausnahme. Im Januar wird Südkalifornien von den schlimmsten Bränden seiner Geschichte heimgesucht. Bezirkssheriff Robert Luna spricht von Zuständen, als wäre »eine Atombombe über diesen Gebieten abgeworfen worden«.
Die Flammen brechen am 7. Januar aus und breiten sich innerhalb weniger Stunden, angefacht von Starkwinden mit Geschwindigkeiten über 160 Kilometern pro Stunde, rasend schnell aus. Die Winde behindern den Kampf gegen die Flammen massiv. Bis zum 10. Januar entwickeln sich fünf Großfeuer, zu den verheerendsten gehören das »Palisades Fire« und das »Eaton Fire«. Insgesamt werden mehr als 16.000 Gebäude Opfer der Flammen und über 2000 weitere beschädigt. Die Brände zerstören über 200 Quadratkilometer Land und verursachen Schätzungen zufolge Schäden von bis zu 250 Milliarden US-Dollar.
Mehr als 180.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, bis zu 30 Todesopfer fordern die Brände.
Kalifornien mobilisiert mehr als 15.000 Einsatzkräfte, um gegen die Flammen anzukämpfen. Erst am 31. Januar erklärt die Feuerwehr die Brände für vollständig eingedämmt. Daraufhin wird Kristin Crowley als Feuerwehrchefin von Los Angeles nach Kritik an ihrem Krisenmanagement von Bürgermeisterin Karen Bass entlassen. Bass selbst steht unter Druck, Meteorologen hatten zuvor vor extremer Brandgefahr gewarnt. Dennoch hielt sie sich beim Ausbruch der Feuer im Ausland auf.
Die Katastrophe trifft Los Angeles in einer Jahreszeit, in der normalerweise keine Großbrände erwartet werden – ein weiterer Beleg für die wachsenden Gefahren des Klimawandels.