Eskalation in Nahost Laut Trump steht »die große Welle« noch bevor
Iran stehen noch deutlich schwerere Angriffe bevor, wenn man US-Präsident Donald Trump glauben mag. Und: Die Bundesregierung will »vulnerable Deutsche« aus Nahost ausfliegen. Der Newsblog vom Montag zum Nachlesen.
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die USA und Israel greifen weiter Ziele in Iran an, Teheran antwortet mit Gegenschlägen
- Diese treffen auch Ziele in anderen Ländern, unter anderem in Bahrain, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dort befinden sich Stützpunkte des US-Militärs
- US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt, er wolle die Militäroperation nach dem Prinzip »America First« fertigstellen. Einen Zeitrahmen wollte er nicht nennen – anders als Trump, der die Angriffe in einem Interview auf »etwa vier Wochen« angesetzt hatte. Derweil legt der US-Präsident nach: Die große Welle der Angriffe komme erst noch. Er nannte Irans Atomprogramm als Grund für die Angriffe
- Die Bundesregierung will, anders als zunächst angekündigt, nun doch gestrandete Touristen ausfliegen – allerdings nur vulnerable Gruppen, etwa Kranke, Kinder oder Schwangere
- In Kuwait sind mehrere US-Kampfjets im friendly fire abgestürzt. Die Besatzung hat überlebt
- Die proiranische Hisbollah-Miliz greift in die Kämpfe ein und attackiert Israel. Das israelische Militär reagiert mit Gegenschlägen im Libanon
- Nato-Generalsekretär Mark Rutte fordert die europäischen Alliierten auf, die USA und Israel im Irankrieg zu unterstützen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt an, das Atomarsenal aufzustocken
Mehr Hintergrund und Analyse
- Warum gerade jetzt? Donald Trump hat wochenlang damit gedroht, Iran anzugreifen. Vier Gründe könnten den Ausschlag für diesen Zeitpunkt gegeben haben
- Anschlagsrisiko, neue Gefahren für die Bundeswehr, Futter für Populisten: Das sind die größten Risiken für Deutschland in der Irankrise.
- Zum Tod von Ali Khamenei: Er führte sein Regime in den Abgrund und setzte die Zukunft seines Landes aufs Spiel. Wer war dieser Mann?
- Das droht jetzt in Iran: Ajatollah Ali Khamenei ist getötet worden. Wie geht es jetzt mit dem Regime weiter? Vier Szenarien sind denkbar
- Daten und Grafiken zum Irankrieg: Wo fliegen die Truppen von USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? Hier geht’s zum Überblick
- Worum es Israel bei dem Angriff wirklich geht: Hier mehr zu den möglichen Kriegszielen von Israels Premier Netanyahu
- Die Golfstaaten standen für Luxus. Jetzt sind sie ein Angriffsziel: Erstmals trifft ein iranischer Vergeltungsschlag nicht nur US-Stützpunkte, sondern die glänzenden Aushängeschilder der Golfmonarchien: Flughäfen, Hotels, Hochhäuser. Wie werden die Araber darauf reagieren?
- Der Kanzler als Zuschauer: Mitten im Krieg reist Friedrich Merz nach Washington zu einem Treffen mit Donald Trump. Merz muss dabei diplomatische Millimeterarbeit leisten
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
der Montag geht zu Ende – und damit auch dieser Liveblog. Wir berichten selbstverständlich weiter über die Eskalation in Nahost: aus unserem Hamburger Newsroom und den Büros unserer Korrespondentinnen und Korrespondenten weltweit. Hier geht es zum nächsten Liveblog.
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Jakob Hallmann
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Zahl getöteter US-Einsatzkräfte steigt auf sechs
Streitkräfte der USA haben eigenen Angaben zufolge die Überreste zweier vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe Irans in der Region getroffen worden sei. Das teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit. Damit sind nun seit Beginn des Militäreinsatzes gegen Iran insgesamt sechs US-Einsatzkräfte ums Leben gekommen.
Wie das US-Kommando weiter mitteilte, dauern die Kämpfe in der Region an. Die Identität der Gefallenen werde nach der Benachrichtigung der Angehörigen noch 24 Stunden lang zurückgehalten.
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Jakob Hallmann
Newsdesk

Weltkulturerbe in Teheran offenbar bei US-israelischen Angriffen beschädigt
Der Golestan-Palast in Teheran ist iranischen Medienberichten zufolge bei einem Angriff auf den Arag-Platz am Sonntagabend von Druckwellen getroffen worden. Fenster, Türen und Spiegel seien beschädigt worden. Das meldeten die Nachrichtenagenturen Isna und Mehr am Montag.
Die Unesco äußerte ihre »Besorgnis über den Schutz der Kulturerbestätten angesichts der eskalierenden Gewalt im Nahen Osten«. Weiter erklärte die Organisation, sie habe »allen betroffenen Parteien die geografischen Koordinaten der Stätten auf der Welterbeliste sowie der Stätten von nationaler Bedeutung mitgeteilt, um mögliche Schäden zu vermeiden«.
Die Unesco äußerte ihre »Besorgnis über den Schutz der Kulturerbestätten angesichts der eskalierenden Gewalt im Nahen Osten«. Weiter erklärte die Organisation, sie habe »allen betroffenen Parteien die geografischen Koordinaten der Stätten auf der Welterbeliste sowie der Stätten von nationaler Bedeutung mitgeteilt, um mögliche Schäden zu vermeiden«.
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US-Militär: Iran hat keine Schiffe mehr im Golf von Oman
Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman. Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.
»Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei«, hieß es dort. US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen.
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt.
US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt.
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Irankrieg unter US-Amerikanern womöglich wenig populär
Die »Washington Post« hat in einer Blitzumfrage am Sonntag etwa Tausend US-Amerikaner befragt, wie sie zu den von Donald Trump angeordneten Angriffen auf Iran stehen. Demnach lehnen 52 Prozent der Befragten die Angriffe ab, während 39 Prozent diese befürworten.
Außerdem gehen offenbar die Wahrnehmungen zu Trumps Agenda auseinander. Die Befragten gaben mehrheitlich an, dass die US-Regierung ihre Ziele nicht klar kommuniziert habe.
Gespalten sind die Befragten angesichts der Frage, ob der Angriff zur »langfristigen Sicherheit« der USA beitragen werde. Ebenso unentschlossen zeigt sich das Bild hinsichtlich der Auswirkungen auf die Iranerinnen und Iraner.
Außerdem gehen offenbar die Wahrnehmungen zu Trumps Agenda auseinander. Die Befragten gaben mehrheitlich an, dass die US-Regierung ihre Ziele nicht klar kommuniziert habe.
Gespalten sind die Befragten angesichts der Frage, ob der Angriff zur »langfristigen Sicherheit« der USA beitragen werde. Ebenso unentschlossen zeigt sich das Bild hinsichtlich der Auswirkungen auf die Iranerinnen und Iraner.

Ein Mann arbeitet in Teheran inmitten von Trümmern einer Polizeistation. Foto: Majid Asgaripour / WANA / REUTERS
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Kuwaits Armee meldet Todesopfer
Das Militär des Golfstaats Kuwait hat das erste Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet. Ein Marinesoldat sei heute im Dienst bei einem »Militäreinsatz« ums Leben gekommen, teilte der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau der Soldat ums Leben kam, wurden nicht genannt.
Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen in Iran greift Teheran als Reaktion unter anderem Ziele in den Golfstaaten an, darunter zivile Ziele und auch Stützpunkte des US-Militärs. In Kuwait kam es bereits zu mehreren Angriffen, bei denen mindestens ein Mensch getötet und Dutzende weitere verletzt wurden. Am Montagmorgen stürzten in Kuwait mehrere US-Militärflugzeuge durch sogenanntes »friendly fire«, also versehentlichen Beschuss, ab. Die Besatzungen der Jets überlebten.
Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen in Iran greift Teheran als Reaktion unter anderem Ziele in den Golfstaaten an, darunter zivile Ziele und auch Stützpunkte des US-Militärs. In Kuwait kam es bereits zu mehreren Angriffen, bei denen mindestens ein Mensch getötet und Dutzende weitere verletzt wurden. Am Montagmorgen stürzten in Kuwait mehrere US-Militärflugzeuge durch sogenanntes »friendly fire«, also versehentlichen Beschuss, ab. Die Besatzungen der Jets überlebten.
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Warnung von ehemaligem US-Regierungsbeamten: »Anleitung zu einem Blutbad«
Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran geht in den vierten Tag und US-Präsident Donald Trump schraubt zumindest die Rhetorik immer weiter hoch. »Das US-Militär mache Iran schon jetzt ›fertig‹ – aber die ›große Welle‹ stehe noch bevor, sagte er dem Sender CNN. »Wir prügeln den Dreck aus ihnen raus.«
Zugleich ist nach wie vor unklar, was genau Trumps Kriegsziel ist und wie er es erreichen will. Die Regierung in Washington macht dazu unterschiedliche Angaben, zuletzt wollte Trump selbst den Einsatz von Bodentruppen nicht mehr ausschließen.
Daniel Benjamin, der Präsident der American Academy in Berlin, sieht Parallelen zum Irakkrieg der Bush-Regierung. »Der Angriff auf Iran ist ein schicksalhafter Schritt, und es ist sehr schwer, darauf zu vertrauen, dass das gut ausgehen wird. Tatsächlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie es schlecht ausgehen könnte. Trump scheint kein Gespür für die grundlegende Unvorhersehbarkeit von Kriegen zu haben.«
Benjamin hat unter anderem für die Clinton- und Obama-Regierung zu außen- und sicherheitspolitischen Themen gearbeitet. Er hält einen raschen Machtwechsel in Iran für unwahrscheinlich. »Hier wird viel mit magischem Denken gearbeitet. Die Revolutionswächter, die Basij und alle anderen Anhänger des Regimes sind bis an die Zähne bewaffnet. Sie haben gezeigt, dass sie bereit sind, Iraner zu töten. Die Gegner des Regimes sind unorganisiert und unbewaffnet. Vielleicht geschieht ja ein Wunder, aber im Moment sieht es eher nach der Anleitung zu einem Blutbad aus.«

Daniel Benjamin 2021 in Berlin. Foto: Gerald Matzka / Getty Images
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Iranische Revolutionswächter bekennen sich zu Angriff auf Tanker
Die iranischen Revolutionswächter haben nach eigenen Angaben einen Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen. »Der Tanker ›Athe Nova‹, einer von amerikanischen Verbündeten in der Straße von Hormus, brennt weiterhin, nachdem er von zwei Drohnen getroffen wurde«, erklärten die Revolutionswächter. Laut iranischen Medienberichten wurde das Schiff, das unter der Flagge von Honduras fährt, von zwei Drohnen getroffen.
Die iranischen Revolutionswächter hatten am Samstag nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran die Sperrung der Meerenge verkündet, die als Nadelöhr für den globalen Schiffsverkehr gilt.
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Leseempfehlung: Was der Name »Epic Fury« über Trumps Sicht auf den Krieg verrät
»Killer«, »Rolling Thunder«, »Desert Storm«: Mit dem martialischen Namen für seinen Angriff auf Iran setzt Donald Trump eine fragwürdige Tradition der US-Militärgeschichte fort. So mancher Begriff wurde zum PR-Debakel. Lesen Sie hier die Analyse unseres Kollegen Martin Pfaffenzeller.

Foto: Mohsen Ganji / AP / dpa
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EU kündigt Energie-Krisenstab an
Der Irankrieg hat für einen deutlichen Anstieg der Energiepreise gesorgt. Zur Vorbereitung auf mögliche Notlagen hat die Europäische Kommission nun einen Energie-Krisenstab mit den Mitgliedstaaten einberufen. Das teilte die EU-Kommission von Ursula von der Leyen nach einer Sondersitzung in Brüssel mit. Der Krisenstab könnte mögliche Reaktionen auf rasant steigende Öl-, Sprit- und Gaspreise planen.
Zudem intensiviert die EU nach eigenen Angaben die Beobachtung von Risiken durch Verkehrsunterbrechungen, insbesondere rund um die Straße von Hormus und das Rote Meer. Mit Fluggesellschaften, Reedereien und nationalen Behörden soll es eine verstärkte Koordinierung geben.
Zudem intensiviert die EU nach eigenen Angaben die Beobachtung von Risiken durch Verkehrsunterbrechungen, insbesondere rund um die Straße von Hormus und das Rote Meer. Mit Fluggesellschaften, Reedereien und nationalen Behörden soll es eine verstärkte Koordinierung geben.
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Video-Empfehlung: SPIEGEL-Shortcut zum Irankrieg
»Die Frage ist jetzt: Wer kann länger durchhalten?«: Donald Trump stellt Irans Bevölkerung einen Regimewechsel in Aussicht, er beschwört eine historische Chance. Doch das Mullah-System gibt bislang nicht nach – und macht Israel und die USA mit seinen Gegenangriffen nervös. Sehen Sie hier das Shortcut-Video mit unseren Kollegen Maximilian Popp und Maximilian Sepp.
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Weitere Angriffe durch Israel im Libanon
Das israelische Militär hat erneut in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Mindestens sechs Einschläge waren über Beirut zu hören, wie Reporterinnen der Nachrichtenagentur dpa meldeten. Nach ersten Berichten lokaler Medien wurde ein Gebäude in direkter Nähe des proiranischen Fernsehsenders Al-Majadin getroffen. In der Gegend befindet sich auch die iranische Botschaft.
Die israelische Armee teilte mit, auf ein weiteres hochrangiges Mitglied der Hisbollah gezielt zu haben. Das Militär erklärte darüber hinaus, auch im Südlibanon mehr als 70 Einrichtungen der Hisbollah angegriffen zu haben. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. Auch zu Opferzahlen im Libanon gab es zunächst keine offiziellen Angaben.
Die israelische Armee teilte mit, auf ein weiteres hochrangiges Mitglied der Hisbollah gezielt zu haben. Das Militär erklärte darüber hinaus, auch im Südlibanon mehr als 70 Einrichtungen der Hisbollah angegriffen zu haben. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. Auch zu Opferzahlen im Libanon gab es zunächst keine offiziellen Angaben.
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Nato-Chef Rutte fordert Unterstützung für USA und Israel
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die europäischen Alliierten aufgefordert, die USA und Israel im Irankrieg zu unterstützen. Das Vorgehen gegen Iran sei auch für die Sicherheit in Europa entscheidend, sagte Rutte in einem Interview des ARD-Studios Brüssel. »Das bedeutet: Wo immer wir helfen können, müssen wir helfen.«
Rutte erläuterte, dass die Verbündeten das Geschehen auch ohne direkte Beteiligung an den Militäroperationen durch Logistik und Zugang unterstützen könnten. Entsprechende Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in diese Richtung halte er für außerordentlich wichtig, sagte Rutte.
Der Nato-Chef machte zudem klar, dass er die Angriffe auf Iran uneingeschränkt gutheißt. »Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun«, sagte er und verwies auf die Militärschläge gegen das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Khamenei.
Rutte erläuterte, dass die Verbündeten das Geschehen auch ohne direkte Beteiligung an den Militäroperationen durch Logistik und Zugang unterstützen könnten. Entsprechende Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in diese Richtung halte er für außerordentlich wichtig, sagte Rutte.
Der Nato-Chef machte zudem klar, dass er die Angriffe auf Iran uneingeschränkt gutheißt. »Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun«, sagte er und verwies auf die Militärschläge gegen das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Khamenei.

Foto: Michael Probst / AP
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Dax schließt mit Minus
Der Irankrieg hat den deutschen Aktienmarkt heute spürbar belastet. Der Leitindex Dax ging mit 24.638 Punkten aus dem Handel, das entspricht einem Minus von rund 2,56 Prozent. Vor allem Aktien der Reise- und Touristikbranche standen unter Druck – so ging es für die Lufthansa-Aktie etwa um rund 5 Prozent abwärts. Mehr über die Folgen des Konflikts für Anlegerinnen und Anleger können Sie hier nachlesen.

Handelssaal in Frankfurt am Main: Der Dax und internationale Börsenindizes geben leicht nach. Foto: Andreas Arnold / dpa / picture alliance
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Trump nennt Irans Atomprogramm als Grund für Angriffe
US-Präsident Donald Trump soll im East Room des Weißen Hauses Ehrenmedaillen an Veteranen, die in Vietnam und Afghanistan gekämpft haben, verleihen. Doch dort spricht er zunächst über die Angriffe auf Iran.
Iran habe die Warnungen der USA ignoriert, weiter am Atomprogramm zu arbeiten. »Sie hätten bald Waffen gehabt, die die USA erreicht hätten«, so Trump. Das sei für die USA inakzeptabel. Daher würden weitere Angriffe ausgeführt. Ziel sei es, das iranische Atomprogramm zu zerstören.
Berichte von US-Geheimdienste widersprechen den Aussagen. Sie gehen davon aus, dass es Jahre gedauert hätte, bis Iran Atomwaffen von der Reichweite entwickelt habe.
Trump dankt den bisher vier gefallenen US-Soldaten und wiederholt den Zeitrahmen von vier Wochen für die US-Angriffe auf Iran.
Dann schweift er ab und spricht über den neuen Ballsaal im Weißen Haus und geht zur danach zur Ehrung für die Veteranen über.
Iran habe die Warnungen der USA ignoriert, weiter am Atomprogramm zu arbeiten. »Sie hätten bald Waffen gehabt, die die USA erreicht hätten«, so Trump. Das sei für die USA inakzeptabel. Daher würden weitere Angriffe ausgeführt. Ziel sei es, das iranische Atomprogramm zu zerstören.
Berichte von US-Geheimdienste widersprechen den Aussagen. Sie gehen davon aus, dass es Jahre gedauert hätte, bis Iran Atomwaffen von der Reichweite entwickelt habe.
Trump dankt den bisher vier gefallenen US-Soldaten und wiederholt den Zeitrahmen von vier Wochen für die US-Angriffe auf Iran.
Dann schweift er ab und spricht über den neuen Ballsaal im Weißen Haus und geht zur danach zur Ehrung für die Veteranen über.

Foto: SAUL LOEB / AFP
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Leseempfehlung: Russland könnte zum Gewinner des Irankriegs werden
Wenn das Regime in Teheran fällt, verliert Russland einen seiner wichtigsten Verbündeten. Trotzdem machen in Moskau auch Jubelmeldungen die Runde. Die Hoffnung: steigende Einnahmen. Lesen Sie hier die Analyse meines Kollegen Benjamin Bidder.

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Auftritt Ende Februar in Moskau. Foto: Pavel Bednyakov / EPA
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Trump schließt Bodentruppen in Iran nicht aus
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte bei einer Pressekonferenz, es solle keine US-Soldaten auf iranischem Boden geben; wenig später sagte er allerdings beim selben Statement, keine Option werde in diesem Krieg ausgeschlossen. Nun hat sich US-Präsident Donald Präsident Trump zu der Frage geäußert. Der »New York Post« sagte Trump: »Ich habe keine Angst vor Bodentruppen – jeder Präsident sagt: ›Es wird keine Bodentruppen geben.‹ Ich sage das nicht.« Und weiter: »Ich sage: ›Wahrscheinlich brauchen wir sie nicht‹.« Ausschließen wolle er den Einsatz von Bodentruppen jedoch nicht, »falls es nötig wird«.
Zu CNN sagte Trump über die Angriffe gegen Iran: »Wir haben noch nicht einmal angefangen, ihnen richtig einzuheizen, die große Welle ist noch gar nicht gekommen. Die große Welle kommt bald.«
Zu CNN sagte Trump über die Angriffe gegen Iran: »Wir haben noch nicht einmal angefangen, ihnen richtig einzuheizen, die große Welle ist noch gar nicht gekommen. Die große Welle kommt bald.«

Foto: Mark Schiefelbein / AP / dpa
Hegseth widerspricht sich selbst – und Trump
Bei Nachfragen zu seiner Pressekonferenz widerspricht US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sowohl sich selbst als auch Präsident Trump. Kurz nachdem Hegseth sagte, es werde keine US-Soldaten auf iranischem Boden geben, sagt er, keine Option würde in diesem Krieg ausgeschlossen werden: »Wir kämpfen, um zu gewinnen.«
US-Präsident Trump hatte am Sonntag zur britischen »Daily Mail« gesagt, dass die Operation auf vier Wochen ausgelegt sei. Hegseth sagte nun, er würde nie ein Zeitfenster nennen – rudert dann aber zurück und sagt, Trump habe natürlich jedes Recht, dies zu tun.
US-Präsident Trump hatte am Sonntag zur britischen »Daily Mail« gesagt, dass die Operation auf vier Wochen ausgelegt sei. Hegseth sagte nun, er würde nie ein Zeitfenster nennen – rudert dann aber zurück und sagt, Trump habe natürlich jedes Recht, dies zu tun.

Foto: BRENDAN SMIALOWSKI / AFP
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Starmer kontert Trumps Kritik und verteidigt britische Zurückhaltung
Der britische Premierminister Keir Starmer hat nach der deutlichen Kritik von US-Präsident Donald Trump sein Vorgehen im Iran-Konflikt verteidigt. Er halte weiter an seiner Entscheidung fest, die ersten gemeinsamen Angriffe der USA und Israels gegen Iran nicht unterstützt zu haben, so Starmer.
Bei dem Streit geht es um die Nutzung des britischen Stützpunktes Diego Garcia im Indischen Ozean. Der Nutzung dieser Militärbasis für Angriffe auf Iran hatte Starmer zunächst eine Absage erteilt. Grund dafür war offenbar die Berufung auf das Völkerrecht. Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung von Stützpunkten – allerdings in begrenztem Umfang und nur für Schläge gegen Raketen-Anlagen.
Bei dem Streit geht es um die Nutzung des britischen Stützpunktes Diego Garcia im Indischen Ozean. Der Nutzung dieser Militärbasis für Angriffe auf Iran hatte Starmer zunächst eine Absage erteilt. Grund dafür war offenbar die Berufung auf das Völkerrecht. Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung von Stützpunkten – allerdings in begrenztem Umfang und nur für Schläge gegen Raketen-Anlagen.
»Präsident Trump hat seine Ablehnung gegenüber unserer Entscheidung zum Ausdruck gebracht, uns nicht an den ersten Angriffen zu beteiligen«, sagte Starmer, nachdem Trump ihn dafür kritisiert hatte, dass er »zu lange« gebraucht habe, um den USA die Nutzung von Luftwaffenstützpunkten zu gestatten. »Aber es ist meine Pflicht, zu beurteilen, was im nationalen Interesse Großbritanniens liegt. Das habe ich getan, und dazu stehe ich.«
Starmer äußerte Zweifel, dass Luftschläge ohne Bodentruppen reichen, um die iranische Führungsebene zu beseitigen. »Diese Regierung glaubt nicht an einen Regimewechsel aus der Luft«, sagte er. Militärische Aktionen bräuchten eine legale Basis und einen durchdachten Plan sowie erreichbare Ziele. Deshalb habe er die Entscheidung getroffen, sich nicht am Angriff der USA und Israels zu beteiligen.
Starmer äußerte Zweifel, dass Luftschläge ohne Bodentruppen reichen, um die iranische Führungsebene zu beseitigen. »Diese Regierung glaubt nicht an einen Regimewechsel aus der Luft«, sagte er. Militärische Aktionen bräuchten eine legale Basis und einen durchdachten Plan sowie erreichbare Ziele. Deshalb habe er die Entscheidung getroffen, sich nicht am Angriff der USA und Israels zu beteiligen.
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Katar: Luftwaffe hat iranische Jets abgeschossen
Katars Luftwaffe hat Angaben des katarischen Verteidigungsministeriums zufolge zwei iranische Militärflugzeuge abgeschossen.
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Finanzminister Klingbeil: »Beobachten Risiken für die Märkte genau«
Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat angekündgit, die Risiken für Märkte, Handel und Wirtschaft wegen des Kriegs im Nahen Osten eng zu verfolgen. »Wir beobachten die Risiken für die internationalen Finanzmärkte, für Handel und Wirtschaft sehr genau«, sagte Klingbeil dem SPIEGEL. »Wir stehen dazu in permanentem Kontakt mit unseren europäischen Partnern und den Finanzinstitutionen.«
Klingbeil mahnte eine schnelle Rückkehr zu ernsthaften Verhandlungen an, mit dem Ziel einer dauerhaften Abkehr Irans von seinem Nuklear- und Raketenprogramm sowie von seiner destabilisierenden Rolle in der Region. »Es geht jetzt darum, einen Flächenbrand durch die maßlosen Vergeltungsschläge des iranischen Regimes zu verhindern. Die Zivilbevölkerung in der gesamten Region muss geschützt werden.«

Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Foto: Andreas Gora / IMAGO
Für den Fall eines Zusammenbruchs des iranischen Regimes verlangte Klingbeil, dass die Menschen in Iran frei über eine neue Regierung entscheiden können. »Für uns ist klar: Das iranische Volk hat das Recht, über seine Zukunft selbst zu bestimmen, wenn die Terrorherrschaft des Mullah-Regimes zu Ende geht.«
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Emirates will erste Passagiere aus Dubai ausfliegen
Die Fluggesellschaft Emirates kündigt nach der tagelangen Schließung des Internationalen Flughafens von Dubai an, wieder den Betrieb aufzunehmen.
»Emirates wird ab dem Abend des 2. März eine begrenzte Anzahl von Flügen aufnehmen«, teilte die Fluglinie mit. »Wir berücksichtigen vorrangig Kunden mit früheren Buchungen. Diejenigen, die auf diese begrenzten Flüge umgebucht wurden, werden direkt von Emirates kontaktiert. Bitte begeben Sie sich nicht zum Flughafen, es sei denn, Sie wurden benachrichtigt. Alle anderen Flüge bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt.«
Zurzeit sind zehntausende Passagiere von Emirates und anderen Golf-Airlines wie Etihad oder Qatar Airways wegen der Sperrung von Lufträumen und Schließung mehrerer Flughäfen an den Drehkreuzen Dubai, Abu Dhabi oder Doha gestrandet. Unter ihnen sind auch zahlreiche Umsteigepassagiere, die auf den Routen von Europa nach Asien oder Afrika unterwegs waren. Am Samstag hatte es Einschläge in den Flughäfen von Abu Dhabi und Dubai (DXB) gegeben; dabei war in Abu Dhabi ein Mensch ums Leben gekommen.
»Emirates wird ab dem Abend des 2. März eine begrenzte Anzahl von Flügen aufnehmen«, teilte die Fluglinie mit. »Wir berücksichtigen vorrangig Kunden mit früheren Buchungen. Diejenigen, die auf diese begrenzten Flüge umgebucht wurden, werden direkt von Emirates kontaktiert. Bitte begeben Sie sich nicht zum Flughafen, es sei denn, Sie wurden benachrichtigt. Alle anderen Flüge bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt.«
Zurzeit sind zehntausende Passagiere von Emirates und anderen Golf-Airlines wie Etihad oder Qatar Airways wegen der Sperrung von Lufträumen und Schließung mehrerer Flughäfen an den Drehkreuzen Dubai, Abu Dhabi oder Doha gestrandet. Unter ihnen sind auch zahlreiche Umsteigepassagiere, die auf den Routen von Europa nach Asien oder Afrika unterwegs waren. Am Samstag hatte es Einschläge in den Flughäfen von Abu Dhabi und Dubai (DXB) gegeben; dabei war in Abu Dhabi ein Mensch ums Leben gekommen.
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Leseempfehlung: Vielleicht tut Donald Trump dieses Mal genau das Richtige
Viele Experten und Journalisten kritisieren die Angriffe auf das Regime in Teheran und arbeiten sich an den fragwürdigen Motiven des US-Präsidenten ab. Dabei gibt es Gründe, sich mit den Iranerinnen und Iranern zu freuen, findet meine Kollegin Katrin Elger. Ihren Kommentar lesen Sie hier.

Jubelnde Exiliraner in Berlin: Mutig gegen den Unrechtsstaat . Foto: Nadja Wohlleben / REUTERS
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Revolutionsgardist neuer Interims-Verteidigungsminister
Ein General der iranischen Revolutionsgarden, Madschid Ebnelresa, ist zum Interims-Verteidigungsminister ernannt worden, nachdem der bisherige Minister bei US-israelischen Angriffen getötet worden war. Ebnelresa übernehme das Amt auf Anordnung des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, erklärte ein Sprecher des Präsidenten bei X.
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Italien evakuiert Staatsbürger via Chartermaschinen aus Nahost
Deutschland plant vorerst keine größeren Rückholaktionen für in Nahost gestrandete Deutsche – außer, sie sind Teil von besonders vulnerablen Gruppen (mehr dazu lesen Sie unten). Italien dagegen hat bereits mit der Evakuierung von Staatsangehörigen begonnen: Ein Charterflug mit 127 Italienern an Bord startete von der omanischen Hauptstadt Maskat in Richtung Heimat, wie das Außenministerium in Rom mitteilte. Die Menschen saßen demnach im Oman fest oder waren zuvor mit Unterstützung der italienischen Behörden aus Dubai dorthin gebracht worden.
Dem Außenministerium in Rom zufolge arbeiten Botschaften und Konsulate in der Golfregion daran, weitere Landsleute zu noch erreichbaren Flughäfen zu bringen. Nach Angaben von Minister Antonio Tajani halten sich Zehntausende Italiener – ob als Urlauber oder in den Ländern ansässig – derzeit in der Golfregion auf. Bis zu einer Ausreise sollten sie sich in Sicherheit bringen. Gleichzeitig habe sein Land Hilfsgesuche von Golfstaaten erhalten, die in den Konflikt zwischen Iran auf der einen und Israel und USA auf der anderen Seite hineingeraten seien, sagte Tajani. Bei den Anfragen habe es sich um Bitten um Unterstützung im Bereich von Hilfsgüter- und Versorgungslogistik gehandelt. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte, die Staaten hätten auch um italienische Luftverteidigungssysteme gebeten.
Dem Außenministerium in Rom zufolge arbeiten Botschaften und Konsulate in der Golfregion daran, weitere Landsleute zu noch erreichbaren Flughäfen zu bringen. Nach Angaben von Minister Antonio Tajani halten sich Zehntausende Italiener – ob als Urlauber oder in den Ländern ansässig – derzeit in der Golfregion auf. Bis zu einer Ausreise sollten sie sich in Sicherheit bringen. Gleichzeitig habe sein Land Hilfsgesuche von Golfstaaten erhalten, die in den Konflikt zwischen Iran auf der einen und Israel und USA auf der anderen Seite hineingeraten seien, sagte Tajani. Bei den Anfragen habe es sich um Bitten um Unterstützung im Bereich von Hilfsgüter- und Versorgungslogistik gehandelt. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte, die Staaten hätten auch um italienische Luftverteidigungssysteme gebeten.
Wadephul will vulnerable Deutsche »auf Steuerzahlerkosten« evakuieren
Außenminister Johann Wadephul hat sich am Montagmittag zur Lage der deutschen Staatsangehörigen geäußert, die wegen des Krieges gegen Iran im Nahen Osten festhängen. Er habe am Vormittag eine Sitzung des Krisenstabs geleitet, an der auch Verteidigungsminister Boris Pistorius teilgenommen habe, berichtete der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz im Auswärtigen Amt.
»Die Sicherheit unserer Staatsangehörigen hat für uns oberste Priorität«, sagte Wadephul und versprach eine »Rund-um-die Uhr-Unterstützung«. Zentrales Problem sei, dass in vielen Ländern der Luftraum gesperrt sei, daher müssten Grenzübertritte auf dem Landweg organisiert werden. Der Außenminister sagte, er habe Teams zur Krisenunterstützung nach Maskat, Doha und Dubai entsendet, um auszuloten, ob Deutsche von dort ausgeflogen werden können.
»Die Sicherheit unserer Staatsangehörigen hat für uns oberste Priorität«, sagte Wadephul und versprach eine »Rund-um-die Uhr-Unterstützung«. Zentrales Problem sei, dass in vielen Ländern der Luftraum gesperrt sei, daher müssten Grenzübertritte auf dem Landweg organisiert werden. Der Außenminister sagte, er habe Teams zur Krisenunterstützung nach Maskat, Doha und Dubai entsendet, um auszuloten, ob Deutsche von dort ausgeflogen werden können.

Außenminister Wadephul am Montagmittag im Auswärtigen Amt. Christoph Schult/DER SPIEGEL
Wadephul kündigte an, »auf Steuerzahlerkosten« Maschinen der Luftfahrtindustrie zu chartern, um besonders vulnerable Gruppen auszufliegen. Das sind üblicherweise Kranke, Kinder, Alte und Schwangere. Er habe dazu zuvor unter anderem mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr telefoniert, sagte der Außenminister. Zudem stehe er mit den Amtskollegen der betroffenen Länder in Kontakt. Wadephul sagte, die Bundesregierung würde auch auf die Bundeswehr zurückgreifen, sollten die Bemühungen der Reiseveranstalter nicht ausreichen.
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