Iran-Krieg: Offenbar zweites US-Kampfflugzeug nahe der Straße von Hormus abgestürzt - DER SPIEGEL
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Eskalation in Nahost Offenbar zweites US-Kampfflugzeug abgestürzt

Während Präsident Trump der Regierung in Teheran droht, müssen die USA die ersten Verluste von US-Kampfflugzeugen durch feindlichen Beschuss hinnehmen. Eine Verhandlungslösung ist nicht in Sicht.
A-10 Warthog (Symbolbild)
A-10 Warthog (Symbolbild)

A-10 Warthog (Symbolbild)

Foto: Senior Master Sgt. Vincent de Gr / AFP

In der Golfregion ist an diesem Freitag offenbar ein zweites US-Kampfflugzeug abgestürzt. Die Maschine vom Typ A-10 Warthog sei nahe der Straße von Hormus etwa zur selben Zeit verunglückt, zu der ein Kampfjet vom Typ F-15E über Iran abgeschossen worden sei, berichtet die »New York Times«  unter Berufung auf zwei Insider. Der Pilot der A-10 sei gerettet worden, heißt es weiter.

Auch eines von zwei Besatzungsmitgliedern der F-15E ist übereinstimmenden Berichten zufolge kurz nach dem Abschuss von Spezialkräften gerettet worden. Die F-15E hat zwei Besatzungsmitglieder: den Piloten und einen Waffensystemoffizier. Nach dem zweiten Besatzungsmitglied werde weiter gesucht. Für die US-Regierung wäre es ein Albtraum, wenn US-Soldaten in die Hände des iranischen Militärs fallen.

Eine Stellungnahme der US-Regierung liegt bislang nicht vor.

Die US-Armee startete den Berichten zufolge umgehend eine Such- und Rettungsaktion. Bilder und Videos auf Onlineplattformen zeigten mutmaßlich tief fliegende US-Hubschrauber und mindestens ein Flugzeug in der Gegend. Laut dem Sender CBS wurde der Hubschrauber, der das gerettete Besatzungsmitglied transportierte, beschossen, wobei Soldaten an Bord verletzt wurden. Der Hubschrauber sei sicher gelandet, heißt es .

Erste Verluste seit Kriegsbeginn

Irans Streitkräfte hatten am Morgen zunächst den Abschuss eines Kampfjets gemeldet und dazu aufgerufen, sich an der Suche nach den Piloten zu beteiligen. Am Abend berichteten iranische Staatsmedien dann zudem von einem Angriff auf eine A-10.

Es wären die ersten Verluste von US-Kampfflugzeugen durch feindlichen Beschuss seit Kriegsbeginn Ende Februar. Anfang März waren drei US-Kampfjets vom Typ F-15E nach Angaben der US-Armee »versehentlich« von der kuwaitischen Flugabwehr abgeschossen worden. Alle sechs Insassen der Maschinen konnten sich per Schleudersitz retten.

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Derweil ist eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Kriegs ungeachtet heftiger Drohungen von US-Präsident Donald Trump weiter nicht in Sicht. Dem »Wall Street Journal« zufolge ist Iran in den kommenden Tagen nicht zu einem Treffen mit US-Vertretern in Islamabad bereit. Die Regierung in Teheran habe Vermittlern offiziell mitgeteilt, dass die Forderungen der USA inakzeptabel seien, berichtet die US-Zeitung.

Der TV-Sender NBC News wiederum berichtet, dass Trump die Frage, ob die Ereignisse des Freitags Einfluss auf diplomatische Gespräche hätten, wie folgt beantwortet habe: »Nein, überhaupt nicht. Nein, es ist Krieg.«

Beim Konflikt zwischen Iran und den USA bleibt es also dabei: Zwei Parteien, zwei komplett unterschiedliche Erzählungen. Die aktuellen Bemühungen regionaler Staaten unter Führung Pakistans um einen Waffenstillstand stecken in einer Sackgasse.

Donald Trump droht damit, Iran »in die Steinzeit zurückzubomben«. Tatsächlich habe der US-Präsident keinen Plan, wie er den Krieg beenden kann, kritisiert Iranexperte Ali Vaez hier: »Die US-Geheimdienste wagen es nicht mehr, dem Präsidenten Dinge zu berichten, die er nicht hören will« 

sak/Reuters/dpa