Krieg in Nahost Trump erwägt nach eigenen Angaben, Militäreinsatz gegen Iran zurückzufahren
Die USA seien kurz davor, ihre Ziele im Irankrieg zu erreichen: Donald Trump deutet einen möglichen Kurswechsel im Nahen Osten an. Und: Kanzler Merz will mit dem US-Präsidenten telefonieren. Die Liveanalyse.
Mit
Henrik Bahlmann,
Holger Dambeck,
Jonas Leppin,
Matthias Gebauer,
Magdalena Gräfe,
Jakob Hallmann,
Jonas Mielke,
Maximilian Popp,
Florian Pütz,
Elisa Schwarze,
Julius Seibt,
Kim Staudt und
Jasmin Gritzka (Bildredaktion)
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die israelische Armee bombardiert Stellungen der iranischen Führung. Iranische Staatsmedien sprechen von einer neuen Angriffswelle auf Israel. Mehrere Golfstaaten haben erneut Angriffe auf ihre Territorien gemeldet.
- Die USA entsenden mehr Kriegsschiffe und Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten.
- Die US-Regierung will Iran dazu zwingen, die Straße von Hormus zu öffnen. Dazu wird einem Medienbericht zufolge überlegt, die iranische Insel Charg zu besetzen.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, am Wochenende mit US-Präsident Donald Trump zu reden.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- Drei Experten, drei große Fragen – so könnte es in Iran weitergehen
- Krieg im Libanon: Blauhelme im Kreuzfeuer
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Merz kündigt Gespräch mit Trump am Wochenende an
Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, am Wochenende mit US-Präsident Donald Trump zu reden. Das sagte Merz bei einem Wahlkampfauftritt in Bad Dürkheim, in Rheinland-Pfalz stehen am Sonntag Landtagswahlen an. »Ich muss am Wochenende mit ihm sprechen«, sagte Merz, ohne Trumps Namen zu nennen.
Aus dem Kontext wurde aber klar, dass Merz den US-Präsidenten meint. Der Bundeskanzler erklärte, Trump nach Rheinland-Pfalz einladen zu wollen. Trumps Großvater, Friedrich Trump, war 1885 aus der Pfalz in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Merz sagte in Bad Dürkheim, er versuche, den US-Präsidenten in die Stadt einzuladen. Er wisse aber nicht, ob Trump die Einladung annehmen werde. »Er ist im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen«, so Merz. Er hatte Trumps Forderungen nach Hilfe in der Straße von Hormus zuletzt eine Absage erteilt und die Planlosigkeit der USA im Irankrieg kritisiert. Merz betonte zugleich, dass er sich trotz aller Meinungsverschiedenheiten weiter um die transatlantischen Beziehungen bemühen werde.
Aus dem Kontext wurde aber klar, dass Merz den US-Präsidenten meint. Der Bundeskanzler erklärte, Trump nach Rheinland-Pfalz einladen zu wollen. Trumps Großvater, Friedrich Trump, war 1885 aus der Pfalz in die Vereinigten Staaten ausgewandert. Merz sagte in Bad Dürkheim, er versuche, den US-Präsidenten in die Stadt einzuladen. Er wisse aber nicht, ob Trump die Einladung annehmen werde. »Er ist im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen«, so Merz. Er hatte Trumps Forderungen nach Hilfe in der Straße von Hormus zuletzt eine Absage erteilt und die Planlosigkeit der USA im Irankrieg kritisiert. Merz betonte zugleich, dass er sich trotz aller Meinungsverschiedenheiten weiter um die transatlantischen Beziehungen bemühen werde.

Kanzler Merz und US-Präsident Trump bei einem Treffen im Weißen Haus am 3. März. Foto: Kay Nietfeld / dpa
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Liebe Leserinnen und Leser,
an dieser Stelle beenden wir die Liveanalyse zum Irankrieg am 18. März. Über alle aktuellen Entwicklungen halten wir Sie nun hier im aktuellen Liveblog auf dem Laufenden.
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Trump: USA erwägen, Militäreinsätze »zurückzufahren«
Donald Trump deutet einen möglichen Kurswechsel im Krieg gegen Iran an. Laut dem US-Präsidenten stehen die Vereinigten Staaten kurz davor, ihre Ziele zu erreichen. Er erwäge deshalb, die Militärangriffe zurückzufahren, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.
Trump zählte die Kriegsziele der USA auf, darunter die Zerstörung der iranischen Raketensysteme, Rüstungsindustrie, Marine und Luftwaffe und der Schutz der regionalen Verbündeten der USA. Zudem dürfe Iran niemals erlaubt werden, nukleare Fähigkeiten zu erlangen.
Trump zählte die Kriegsziele der USA auf, darunter die Zerstörung der iranischen Raketensysteme, Rüstungsindustrie, Marine und Luftwaffe und der Schutz der regionalen Verbündeten der USA. Zudem dürfe Iran niemals erlaubt werden, nukleare Fähigkeiten zu erlangen.
Mit Blick auf die Straße von Hormus schrieb Trump, diese solle künftig von den Staaten geschützt werden, die sie nutzen. Die USA benötigten die Wasserstraße nicht. Auf Ersuchen werde man diesen Staaten zwar helfen, dies sollte aber nach der Beseitigung der iranischen Bedrohung nicht nötig sein.
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Trump drängt erneut auf Hilfe von China
US-Präsident Donald Trump hat erneut um Unterstützung im Persischen Golf geworben. Es sei viel Hilfe notwendig, um die Straße von Hormus zu sichern, sagt Trump gegenüber Journalisten am Weißen Haus. Es wäre nett, wenn sich Länder wie China und Japan beteiligen würden. Die Passage in der Golfregion sei für Europa und Asien wichtiger als für die USA.
Einen Waffenstillstand mit Iran schloss Trump aktuell aus. Darauf angesprochen, ob bei einem Ende der US-Angriffe auch Israel bereit sei, den Krieg zu beenden, sagte Trump: »Ich glaube schon.«
Einen Waffenstillstand mit Iran schloss Trump aktuell aus. Darauf angesprochen, ob bei einem Ende der US-Angriffe auch Israel bereit sei, den Krieg zu beenden, sagte Trump: »Ich glaube schon.«
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Erste Hinrichtungen nach Protesten in Iran: Wrestler Saleh Mohammadi, 19 Jahre alt, erhängt
Seinen 19. Geburtstag erlebte Saleh Mohammadi in iranischer Haft. Nun wurde der Ringer gemeinsam mit zwei weiteren Männern hingerichtet. Das Regime sendet eine klare Botschaft. Weitere Exekutionen könnten bald folgen, schreibt meine Kollegin Ann-Sophie Schneider. Ihren Text lesen Sie hier.

Teheran am 8. Januar. Foto: Getty Images
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Irankrieg und Asienroute: »Die erhöhten Flugpreise können noch eine Zeit lang bestehen bleiben«
Erhöhte Ticketpreise, mehr Unregelmäßigkeiten, ein fragiles System: Im Interview meiner Kollegin Eva Lehnen erklärt ein Luftfahrtexperte, worauf sich Passagiere in den kommenden Monaten einstellen müssen. Das ganze Gespräch lesen Sie hier.

Foto: Daniel Kubirski / IMAGO
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Medienbericht: Pentagon trifft Vorbereitungen für möglichen Bodentruppeneinsatz in Iran
Pentagon-Beamte haben offenbar umfangreiche Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen in Iran getroffen. Das berichtet der US-Fernsehsender CBS News, der sich dabei auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen beruft. Trump überlegt demnach, ob er Bodentruppen in der Region stationieren soll. Es ist unklar, unter welchen Umständen er einen Einsatz tatsächlich genehmigen würde.
Hochrangige Militärkommandeure hätten konkrete Anfragen eingereicht, um Vorbereitungen für einen möglichen Bodeneinsatz zu treffen, während Präsident Trump seine weiteren Schritte prüft, berichtet CBS News.
Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses, erklärte in einer Stellungnahme: »Es ist die Aufgabe des Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber maximale Optionen zu bieten. Das bedeutet nicht, dass der Präsident eine Entscheidung getroffen hat. Wie der Präsident gestern im Oval Office sagte, plant er derzeit nicht, Bodentruppen irgendwohin zu schicken.«
Noch am Donnerstag sagte Präsident Trump im Oval Office: »Nein, ich werde keine Truppen irgendwohin schicken«, fügte aber schnell hinzu: »Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen.«
Eine Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt, dass 65 Prozent der Amerikaner glauben, Präsident Trump werde Bodentruppen nach Iran schicken, aber nur sieben Prozent unterstützen dies. Die Mehrheit lehnt einen Einsatz ab.
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Straße von Hormus: USA dürfen britische Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen nutzen
Die USA dürfen künftig britische Militärbasen nutzen, um iranische Ziele anzugreifen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus verantwortlich sind. Das geht aus einer Mitteilung der Regierung in London hervor. Demnach billigten britische Minister bei einem Treffen eine Ausweitung der bisherigen Vereinbarung. Diese sah bislang vor, dass US-Streitkräfte britische Basen nur für Operationen nutzen dürfen, um Angriffe zu verhindern, die britische Interessen oder Menschenleben gefährden.
Ein Regierungssprecher erklärte, dass die Minister heute zugestimmt hätten, britische Basen künftig auch für »defensive Operationen der USA« zu nutzen, um Raketenstellungen zu schwächen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus eingesetzt werden.
Großbritannien werde sich jedoch weiterhin nicht direkt an den Angriffen beteiligen. Zugleich betonten die Minister die Notwendigkeit einer schnellen Deeskalation und einer zügigen Beilegung des Konflikts.
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Magdalena Gräfe
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Britische Luftpatrouillen im Nahen Osten ausgeweitet
Großbritannien hat in der vergangenen Nacht defensive Luftpatrouillen über Jordanien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain durchgeführt, berichtet der britische »Guardian«. Zum Einsatz kamen demnach Typhoon- und F-35-Kampfflugzeuge, die durch Luftbetankung mit Voyager-Flugzeugen unterstützt worden seien.
Das britische Verteidigungsministerium bestätigte, dass derzeit mehr britische Jets in der Region im Einsatz seien als zu irgendeinem Zeitpunkt der vergangenen 15 Jahre. Britische Piloten haben demnach inzwischen mehr als 700 Flugstunden absolviert.
Rund 500 britische Soldaten unterstützen derzeit Luftverteidigungsmaßnahmen auf britischen Stützpunkten auf Zypern. Ferner entsandte Großbritannien zusätzliche Planer zum US-Zentralkommando (Centcom), um die Sicherheit in der Straße von Hormus weiter zu verbessern.

Ein Typhoon FGR Mk4 der britischen Luftwaffe vor einem Einsatz im Nahen Osten von einem RAF-Stützpunkt an einem nicht genannten Ort, aufgenommen am 7. März 2026. Foto:AS1 LEAH JONES / RAF / BRITISH MINISTRY OF DEFENCE/
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Irankrieg wird Dax wohl weiter belasten
Angesichts des Irankriegs dürfte der deutsche Aktienmarkt auch in der neuen Woche unter Druck bleiben. »Die Sorgen an den Kapitalmärkten über die Auswirkungen des Kriegs nehmen zu«, schreibt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Der Auslöser sei, dass keine Fortschritte bei der Normalisierung der Rohstofflieferungen aus dem Persischen Golf erkennbar seien.
Der Dax verlor zum Wochenschluss gut zwei Prozent auf 22.380,19 Punkte. Dies ist das Niveau von Ende April 2025. Auf Wochensicht hat der Leitindex damit 4,55 Prozent eingebüßt.
Der Dax verlor zum Wochenschluss gut zwei Prozent auf 22.380,19 Punkte. Dies ist das Niveau von Ende April 2025. Auf Wochensicht hat der Leitindex damit 4,55 Prozent eingebüßt.
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Drei Experten, drei große Fragen – so könnte es in Iran weitergehen
Der Krieg gegen Iran geht bald in die vierte Woche. Spätestens seit den jüngsten Angriffen auf Öl- und Gasinfrastruktur in Iran und Katar ist ein Ende der Kampfhandlungen nicht in Sicht: Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass das US-Verteidigungsministerium den Kongress wohl um 200 Milliarden Dollar bitten will, um die Kriegskosten zu stemmen. Unterdessen steigen die Todeszahlen.
Der SPIEGEL hat drei der weltweit führenden Iranexperten gebeten, die aktuelle Lage einzuschätzen und zu prognostizieren, wie sich der Krieg entwickeln könnte. Ihre Einschätzungen, aufgezeichnet von unserem Kollegen Fritz Schaap, lesen Sie hier.
Der SPIEGEL hat drei der weltweit führenden Iranexperten gebeten, die aktuelle Lage einzuschätzen und zu prognostizieren, wie sich der Krieg entwickeln könnte. Ihre Einschätzungen, aufgezeichnet von unserem Kollegen Fritz Schaap, lesen Sie hier.

Foto: Alireza Sotakbar / AP
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Die Eindrücke des Tages in Bildern: Raketen, Zerstörung und Proteste
Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon fort. In Beirut sind Menschen mittlerweile obdachlos und müssen sich den Beschuss von Zelten aus ansehen. Derweil demonstrieren Menschen in Europa gegen das iranische Regime.
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Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an
Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Hisbollah getötet. Wie Israels Militär weiter mitteilt, wurden seit dem Beginn »gezielter Bodeneinsätze« vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen heißt es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Khiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen heißt es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Khiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt.
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Die letzten 45 Bundeswehrsoldaten haben den Irak verlassen
Die Bundeswehr hat nach SPIEGEL-Informationen aus Sicherheitsgründen die letzten 45 Soldaten und Soldatinnen, die im Rahmen einer Nato-Mission noch in der irakischen Hauptstadt Bagdad stationiert waren, abgezogen. In einer streng geheimen Nacht-und-Nebel-Aktion wurden alle internationalen Soldaten, die noch für die Nato-Mission zur Beratung der irakischen Regierung und des Militärs in Bagdad waren, ausgeflogen.
Bei der militärischen Evakuierungsoperation kamen auch A400M-Transportflieger der Luftwaffe zum Einsatz, die vorsorglich im Nachbarland Jordanien stationiert worden waren. Die 45 deutschen Soldaten sind mittlerweile wieder in Deutschland gelandet.
In den vergangenen Tagen war die Lage in Bagdad immer brenzliger geworden, da Iran vor allem die sogenannte Green Zone, in der auch die Nato-Mission untergebracht ist, mit Drohnen und Raketen beschoss. Die schwer gesicherte US-Botschaft im gleichen Stadtteil wurde dabei mehrmals getroffen.
Die Nato betont, dass die Mission im Irak nur temporär ausgesetzt ist und nun aus den Nachbarländern weitergeführt wird. Innerhalb des Bündnisses gibt es aber große Zweifel, ob die Beratungsmission noch Sinn ergibt. Zudem haben die USA bereits intern angekündigt, dass sie sich komplett aus dem Irak zurückziehen wollen. In diesem Fall wäre die Nato-Mission ohne militärischen Schutz.
Bei der militärischen Evakuierungsoperation kamen auch A400M-Transportflieger der Luftwaffe zum Einsatz, die vorsorglich im Nachbarland Jordanien stationiert worden waren. Die 45 deutschen Soldaten sind mittlerweile wieder in Deutschland gelandet.
In den vergangenen Tagen war die Lage in Bagdad immer brenzliger geworden, da Iran vor allem die sogenannte Green Zone, in der auch die Nato-Mission untergebracht ist, mit Drohnen und Raketen beschoss. Die schwer gesicherte US-Botschaft im gleichen Stadtteil wurde dabei mehrmals getroffen.
Die Nato betont, dass die Mission im Irak nur temporär ausgesetzt ist und nun aus den Nachbarländern weitergeführt wird. Innerhalb des Bündnisses gibt es aber große Zweifel, ob die Beratungsmission noch Sinn ergibt. Zudem haben die USA bereits intern angekündigt, dass sie sich komplett aus dem Irak zurückziehen wollen. In diesem Fall wäre die Nato-Mission ohne militärischen Schutz.
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Britische Außenministerin warnt Iran vor Angriffen
Irans Außenminister warf Großbritannien eine Kriegsbeteiligung vor und richtete in einem Telefonat Drohungen an die britische Außenministerin Yvette Cooper. Sie hat Iran im Gegenzug vor Angriffen auf britische Einrichtungen gewarnt. In dem Telefonat habe Cooper gegenüber Araghchi die Warnung ausgesprochen, dass Iran keine Militärstützpunkte, Territorien oder andere Einrichtungen des Vereinigten Königreichs »direkt ins Visier nehmen« solle, teilt das Außenministerium in London mit.
Cooper sagte zu Araghchi demnach, dass das »defensive Vorgehen« Großbritanniens in der Golfregion »Antwort auf die iranische Aggression gegen Partnerländer am Persischen Golf« sei. Darüber hinaus drang sie den Angaben zufolge auf eine schnelle Friedenslösung im Irankrieg.
Cooper sagte zu Araghchi demnach, dass das »defensive Vorgehen« Großbritanniens in der Golfregion »Antwort auf die iranische Aggression gegen Partnerländer am Persischen Golf« sei. Darüber hinaus drang sie den Angaben zufolge auf eine schnelle Friedenslösung im Irankrieg.
Nutzung von Militärbasen durch US-Armee: Iran wirft Großbritannien Beteiligung an Angriffen vor
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat Großbritannien eine Beteiligung an den israelischen und US-Angriffen auf sein Land vorgeworfen. Die Nutzung britischer Luftwaffenstützpunkte durch US-Kampfjets werde »als Beteiligung an der Aggression« gegen Iran bewertet und werde »in die Geschichte der Beziehungen zwischen unseren Ländern eingehen«, sagte Araghchi in einem Telefonat mit der britischen Außenministerin Yvette Cooper. Das geht aus einer Mitteilung auf seinem Telegram-Kanal hervor.
Einen Tag nach Beginn des Irankriegs am 28. Februar hatte der britische Premierminister Keir Starmer den USA die Nutzung britischer Stützpunkte für einen »speziellen und begrenzten Verteidigungszweck« zugestimmt.
Einen Tag nach Beginn des Irankriegs am 28. Februar hatte der britische Premierminister Keir Starmer den USA die Nutzung britischer Stützpunkte für einen »speziellen und begrenzten Verteidigungszweck« zugestimmt.

Abbas Araghchi (am 16. März). Foto: Sha Dati / Xinhua / IMAGO
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Magdalena Gräfe
Newsdesk

Einschlag von Geschoss in Jerusalemer Altstadt – keine Verletzten
In unmittelbarer Nähe der Altstadt von Jerusalem sind Trümmer einer Rakete eingeschlagen. Rauch stieg nahe den Stadtmauern auf; ein Krater entstand auf einer Straße beim jüdischen und armenischen Viertel, nur wenige Hundert Meter von Klagemauer und Tempelberg entfernt.
Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Die Polizei sucht nach eigenen Angaben das Stadtgebiet noch nach herabgefallenen Teilen von abgefangenen Geschossen ab. In den vergangenen 24 Stunden gab es mindestens sieben Luftalarme über Jerusalem.
Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Die Polizei sucht nach eigenen Angaben das Stadtgebiet noch nach herabgefallenen Teilen von abgefangenen Geschossen ab. In den vergangenen 24 Stunden gab es mindestens sieben Luftalarme über Jerusalem.
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Khamenei bleibt im Verborgenen
Auch zum Neujahrsfest hat sich der neue Oberste Führer von Iran nicht der Öffentlichkeit gezeigt. Das Staatsfernsehen zeigte lediglich ein Standbild von Mojtaba Khamenei und der iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die von ihm stammen soll.
Zuletzt hatte es Gerüchte um Khameneis Gesundheitszustand gegeben: US-Präsident Trump hatte behauptet, Khamenei sei verletzt, das Regime in Teheran hatte entgegnet, Khamenei sei wohlauf und erfülle seine Aufgaben.
Zuletzt hatte es Gerüchte um Khameneis Gesundheitszustand gegeben: US-Präsident Trump hatte behauptet, Khamenei sei verletzt, das Regime in Teheran hatte entgegnet, Khamenei sei wohlauf und erfülle seine Aufgaben.
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USA schicken Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten
Die USA entsenden mehr Kriegsschiffe und Tausende weitere Soldaten in den Nahen Osten. Das berichten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters übereinstimmend. Laut Reuters handelt es sich um die USS »Boxer« und ein begleitendes Kriegsschiff. Laut AP sind es insgesamt rund 2500 Soldaten, die zusätzlich in den Nahen Osten verlegt werden.
Noch am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, er würde keine Truppen »irgendwohin« entsenden. Aber falls doch, würde er es den Journalistinnen und Journalisten nicht mitteilen. Eine offizielle Stellungnahme aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon gibt es bislang nicht.
Noch am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, er würde keine Truppen »irgendwohin« entsenden. Aber falls doch, würde er es den Journalistinnen und Journalisten nicht mitteilen. Eine offizielle Stellungnahme aus dem Weißen Haus oder dem Pentagon gibt es bislang nicht.

US-Marines im Januar 2025 in Japan. Foto: Chang W. Lee / The NewYorkTimes / Redux / laif
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Spanien senkt Mehrwertsteuer auf Sprit und Strom
Die spanische Regierung hat sich auf Maßnahmen geeinigt, um die Folgen der hohen Energiekosten abzumildern:
- Die Mehrwertsteuer auf Benzin, Diesel, Erdgas und Strom wird von 21 auf zehn Prozent gesenkt.
- Fuhrunternehmer, Bauern und Fischer bekommen eine Beihilfe von 20 Cent je Liter Treibstoff.
- Insgesamt seien 80 Einzelmaßnahmen vorgesehen, heißt es.
Die Maßnahmen der Minderheitsregierung sind in zwei Dekrete aufgeteilt, das Parlament muss ihnen noch zustimmen. Für die Steuerentlastungen gilt das als wahrscheinlich. Ein weiteres Dekret sieht unter anderem Schutz für Mieterinnen und Mieter bei offenen Strom- und Gasrechnungen vor. Es könnte am Widerstand der Opposition scheitern.
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Ukraine entsendet mehr als 200 Drohnenspezialisten in den Nahen Osten
Um die Drohnenabwehr im Nahen Osten zu unterstützen, schickt die Ukraine 228 Spezialisten in die Region. Kyjiw arbeite mit dortigen Staats- und Regierungschefs an der Unterzeichnung »ernsthafter Abkommen«, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Zudem setzten ukrainische und US-Arbeitsgruppen ihre Arbeit an bilateralen Dokumenten fort. Bei einem Treffen in den USA am Wochenende solle ein weitreichendes Drohnenabkommen besprochen werden, erklärt Selenskyj weiter.

Wolodymyr Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Madrid. Foto: Javier Soriano / AP
Die Ukraine hat sich zu einem der weltweit führenden Hersteller von hochmodernen, kampferprobten Drohnenabwehrsystemen entwickelt, die kostengünstig und effektiv sind. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung im seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands.
Laut Selenskyj produziere die Ukraine bereits gemeinsam mit Deutschland, Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden Drohnen und nehme nun auch mit Norwegen eine Zusammenarbeit in diesem Bereich auf. Kyjiw habe darüber hinaus eine gemeinsame Drohnenproduktion mit Rumänien, Schweden und Frankreich vereinbart.
Zudem prüfe die Ukraine, ob sie im Rahmen des Irankriegs eine Rolle bei der Wiederherstellung der Sicherheit in der Straße von Hormus übernehmen könne, so Selenskyj.
Zudem prüfe die Ukraine, ob sie im Rahmen des Irankriegs eine Rolle bei der Wiederherstellung der Sicherheit in der Straße von Hormus übernehmen könne, so Selenskyj.
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Analyse: Wer sind die Menschen, die Irans Regime jetzt hinrichtet?
Saleh Mohammadi hatte sein Erwachsenenleben noch vor sich. Er war 19 Jahre alt, ein ausgezeichneter Wrestler. Am Donnerstag wurde er vom iranischen Regime erhängt. Das berichten Menschenrechtsorganisationen.
Mohammadi kam aus der Stadt Ghom, südlich von Teheran. Er hatte Anfang des Jahres an den Massenprotesten gegen das Regime teilgenommen und war am 15. Januar festgenommen und wenig später zum Tod verurteilt worden. Die Behörden werfen ihm »Mord« und »operative Handlungen« für Israel und die USA vor. Laut Amnesty International soll Mohammadi unter Folter gestanden haben.
Gemeinsam mit Mohammadi wurden am Donnerstag zwei weitere Iraner erhängt. Es sind die ersten Hinrichtungen im Kontext der Unruhen, die offiziell bekannt gegeben wurden. Insgesamt hat das iranische Regime im vergangenen Jahr nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mehr als 2000 Menschen exekutiert, so viele wie seit 1989 nicht mehr. Irans Führung kämpft im Krieg gegen die USA und Israel um ihre Existenz. Sie setzt ganz offensichtlich auf Terror nach innen, um die eigene Herrschaft abzusichern.
Mohammadi kam aus der Stadt Ghom, südlich von Teheran. Er hatte Anfang des Jahres an den Massenprotesten gegen das Regime teilgenommen und war am 15. Januar festgenommen und wenig später zum Tod verurteilt worden. Die Behörden werfen ihm »Mord« und »operative Handlungen« für Israel und die USA vor. Laut Amnesty International soll Mohammadi unter Folter gestanden haben.
Gemeinsam mit Mohammadi wurden am Donnerstag zwei weitere Iraner erhängt. Es sind die ersten Hinrichtungen im Kontext der Unruhen, die offiziell bekannt gegeben wurden. Insgesamt hat das iranische Regime im vergangenen Jahr nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mehr als 2000 Menschen exekutiert, so viele wie seit 1989 nicht mehr. Irans Führung kämpft im Krieg gegen die USA und Israel um ihre Existenz. Sie setzt ganz offensichtlich auf Terror nach innen, um die eigene Herrschaft abzusichern.
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Krieg im Libanon: Blauhelme im Kreuzfeuer
Die internationalen Friedenstruppen im Südlibanon werden von der Hisbollah beschossen – und von Israels Armee. Offenbar wollen die Kriegsparteien in der Kampfzone lieber keine Beobachter, berichtet unser Kollege Christoph Reuter aus Beirut. Seinen Text lesen Sie hier.

Foto: Silvia Casadei / Middle East Images / IMAGO
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Trump beleidigt Nato-Partner als Feiglinge
US-Präsident Donald Trump hat die Nato-Partner der USA wegen ihrer Zurückhaltung im Irankrieg als »Feiglinge« bezeichnet. Ohne die USA sei die Nato ein Papiertiger. »Sie wollten sich nicht am Kampf beteiligen, um einen atomar bewaffneten Iran zu verhindern«, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Tatsächlich hatten die USA die Nato vor dem Angriff auf Iran nicht in ihre Kriegspläne eingeweiht.
Nun sei der Kampf gegen Iran militärisch gewonnen, behauptet Trump. Dabei ist ein Ende des Kriegs derzeit nicht absehbar. Die Nato-Partner beklagten sich über die hohen Ölpreise, meint Trump, sie seien aber nicht bereit, dabei zu helfen, die Straße von Hormus für die Schifffahrt abzusichern. »Das wäre für sie so einfach und mit so geringem Risiko verbunden«, so Trump. Am Ende seines Beitrags droht er: »FEIGLINGE, wir werden uns daran ERINNERN.« Bundeskanzler Friedrich Merz hatte in seiner Regierungserklärung am Mittwoch die Planlosigkeit der USA im Irankrieg kritisiert.
Nun sei der Kampf gegen Iran militärisch gewonnen, behauptet Trump. Dabei ist ein Ende des Kriegs derzeit nicht absehbar. Die Nato-Partner beklagten sich über die hohen Ölpreise, meint Trump, sie seien aber nicht bereit, dabei zu helfen, die Straße von Hormus für die Schifffahrt abzusichern. »Das wäre für sie so einfach und mit so geringem Risiko verbunden«, so Trump. Am Ende seines Beitrags droht er: »FEIGLINGE, wir werden uns daran ERINNERN.« Bundeskanzler Friedrich Merz hatte in seiner Regierungserklärung am Mittwoch die Planlosigkeit der USA im Irankrieg kritisiert.

Donald Trump (am 19. März). Foto: Aaron Schwartz / UPI Photo / IMAGO
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Festnahmen in Abu Dhabi wegen Verbreitung von Falschinformationen
In Abu Dhabi sind nach Polizeiangaben mehr als 100 Menschen wegen Vorwürfen der Verbreitung von Falschinformationen festgenommen worden. Die Polizei in der Hauptstadt Abu Dhabi schreibt bei X, 109 Menschen seien festgenommen worden, weil sie während »der laufenden Ereignisse Orte und Vorfälle« gefilmt sowie falsche Informationen über soziale Medien verbreitet hätten. Die Polizei erklärte, solche Aktionen könnten die »öffentliche Meinung aufhetzen« und Gerüchte verbreiten. Es handle sich um Menschen unterschiedlicher Nationalitäten. Weitere Details wurden nicht genannt.
Kritik an der Regierung, den Behörden und ihrer Arbeit steht in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter Strafe. Es drohen Geldstrafen in Höhe von mehreren Zehntausend Euro und auch mehrere Jahre Haft.

Skyline von Abu Dhabi. Foto: Amr Alfiky / REUTERS
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