Krieg in Nahost Rubio glaubt, der Krieg sei »in Wochen, nicht in Monaten« vorbei
Stecken die USA in einer Sackgasse? Außenminister Rubio glaubt das nicht, auch Bodentruppen hält er nicht für nötig. Und: Israel bestätigt Angriffe auf Atomanlagen. Die Liveanalyse.
Mit
Carlotta Böttcher,
Claus Hecking,
Torsten Kleinz,
Paul-Anton Krüger,
Jonas Leppin,
Dominik Peters,
Florian Pütz,
Serafin Reiber,
Elisa Schwarze,
Julius Seibt,
Sebastian Stoll und
Nadine Wolter
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Überblick: Das ist die aktuelle Lage in Nahost
- Die Außenminister der G7-Staaten haben mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Irankriegs gerungen. Johann Wadephul (CDU) hat angekündigt, dass Deutschland nach Ende der Kämpfe helfen könnte, die Straße von Hormus zu sichern.
- Der deutsche Außenminister sagte mit Blick auf die Kriegsparteien, es sei »ein direktes Treffen« in Pakistan in naher Zukunft geplant. Nach Medienberichten soll US-Vizepräsident JD Vance bei Gesprächen mit Iran als US-Verhandlungsführer eingesetzt werden.
- Proiranische Hacker haben offenbar das E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt und private Fotos von ihm im Netz geteilt.
- Iranische Staatsmedien berichten von zwei Angriffen auf Nuklearanlagen, radioaktives Material trete nicht aus. Israels Armee hat die Angriffe bestätigt.
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat derweil wenig Hoffnung auf ein schnelle Ende des Irankriegs. »Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt«, sagte er mit Blick auf die US-israelische Militäoperation.
Mehr Hintergrund und Analyse mit SPIEGEL+
- SPIEGEL-Titelstory: Aus Trumps Iran-Desaster wurde ein Krieg gegen die Weltwirtschaft
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📌 Rubio: Krieg endet in »Wochen, nicht in Monaten«
US-Außenminister Marco Rubio hat sich überzeugt gezeigt, dass die Militäroperation seines Landes in naher Zukunft beendet sein werde. Die Vereinigten Staaten rechneten damit, dass die Operation in »Wochen, nicht in Monaten« abgeschlossen sein werde, sagte Rubio nach Ukrainegesprächen der G7-Außenminister in Paris.
Zudem gehe er davon aus, dass die US-Ziele ohne Bodentruppen zu erreichen seien. Allerdings wollte er diese Option nicht kategorisch ausschließen, um »maximale Handlungsfreiheit« zu behalten. Ein mögliches iranisches Gebührensystem für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus sei für die USA inakzeptabel, sagt er zudem.
Zudem gehe er davon aus, dass die US-Ziele ohne Bodentruppen zu erreichen seien. Allerdings wollte er diese Option nicht kategorisch ausschließen, um »maximale Handlungsfreiheit« zu behalten. Ein mögliches iranisches Gebührensystem für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus sei für die USA inakzeptabel, sagt er zudem.

US-Außenminister Rubio vor seiner Abreise aus Paris. FOTO: AFP/BRENDAN SMIALOWSKI
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir beenden unsere Liveanalyse an dieser Stelle. Über alle weiteren Entwicklungen im Nahen Osten halten wir Sie nun hier auf dem Laufenden.
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IAEA ruft zur Zurückhaltung auf – keine erhöhten Strahlungswerte nach Beschuss
Nach US-israelischen Angriffen auf einen Schwerwasserreaktor und eine Uran-Aufbereitungsanlage in Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) die Kriegsparteien im Nahen Osten erneut zur Zurückhaltung aufgefordert. »IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bekräftigt (seinen) Aufruf zur militärischen Zurückhaltung, um jegliches Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden«, teilte die Organisation auf X mit.
Weiter erklärte die IAEA, in der Uran-Aufbereitungsanlage Schahid Resajee Nedschad in Arkadan im Zentrum des Landes gebe es »keinen Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes«.
Israel bestätigt Angriffe auf Atomanlagen
Das israelische Militär hat den Angriff auf den Schwerwasserreaktor nahe der Stadt Arak mittlerweile bestätigt. Begründet wurde die Attacke mit wiederholten Wiederaufbauversuchen Irans nach den Zerstörungen im Vorjahr.
»Die israelische Armee wird nicht zulassen, dass das iranische Terrorregime seine Bemühungen um die Weiterentwicklung seines Atomwaffenprogramms fortsetzt, das eine existenzielle Bedrohung für den Staat Israel und die gesamte Welt darstellt«, sagte ein Militärsprecher. Auch eine Anlage zur Urangewinnung aus Erz in Jasd sei angegriffen worden.
»Die israelische Armee wird nicht zulassen, dass das iranische Terrorregime seine Bemühungen um die Weiterentwicklung seines Atomwaffenprogramms fortsetzt, das eine existenzielle Bedrohung für den Staat Israel und die gesamte Welt darstellt«, sagte ein Militärsprecher. Auch eine Anlage zur Urangewinnung aus Erz in Jasd sei angegriffen worden.
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Neue israelische Angriffswelle in Beirut
Die israelische Luftwaffe hat eigenen Angaben zufolge am späten Abend eine erneute Angriffswelle gegen Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt Beirut begonnen. Bereits wenige Stunden zuvor waren Angriffe gegen die proiranische Miliz geflogen worden. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.
Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir hatte am Abend bei einem Truppenbesuch im Südlibanon von »bedeutenden Plänen zur Fortsetzung des Einsatzes« gesprochen. »Wir befinden uns an einem historischen Wendepunkt«, sagte Zamir. Israel verfolge einen Plan, »um die Sicherheitslage – von Teheran bis Beirut – grundlegend zu verändern.«
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Musk soll an Telefonat zwischen Trump und Modi über Iran teilgenommen haben
Die »New York Times« berichtet über eine mögliche Wiederannäherung zwischen US-Präsident Donald Trump und Elon Musk. Der Milliardär habe an einem Telefonat zwischen Trump und dem indischen Premierminister Narendra Modi teilgenommen, heißt es unter Berufung auf zwei Offizielle. Das Gespräch habe sich um den Irankrieg und insbesondere die Situation um die Straße von Hormus gedreht.
Warum Musk dabei gewesen sei und ob er auch gesprochen habe, ist dem Bericht zufolge unklar. Die Zeitung verweist jedoch darauf, dass aus den Ländern der Golfregion heraus erhebliche Investitionen in Musks Unternehmen getätigt worden seien. Auch sei Musk bestrebt, sich stärker in Indien einzubringen. Musk und Trump hatten sich im vergangenen Sommer eigentlich zerstritten.
Warum Musk dabei gewesen sei und ob er auch gesprochen habe, ist dem Bericht zufolge unklar. Die Zeitung verweist jedoch darauf, dass aus den Ländern der Golfregion heraus erhebliche Investitionen in Musks Unternehmen getätigt worden seien. Auch sei Musk bestrebt, sich stärker in Indien einzubringen. Musk und Trump hatten sich im vergangenen Sommer eigentlich zerstritten.
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Irans Außenminister will Israel »hohen Preis« zahlen lassen
Abbas Araghchi hat die jüngsten Angriffe auf Fabriken und Nuklearanlagen in Iran verurteilt. Sie verstießen gegen das verlängerte Ultimatum des US-Präsidenten, schreibt der iranische Außenminister auf X.
Donald Trump hatte am Donnerstag angekündigt, Iran bis zum 6. April Zeit zu geben, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen. Solange wolle er keine Energieanlagen angreifen lassen. Die Angriffe stünden im »Widerspruch« zu dieser Aussage, schreibt Araghchi. »Iran wird Israel für seine Verbrechen einen hohen Preis abverlangen.«
Donald Trump hatte am Donnerstag angekündigt, Iran bis zum 6. April Zeit zu geben, die Straße von Hormus vollständig zu öffnen. Solange wolle er keine Energieanlagen angreifen lassen. Die Angriffe stünden im »Widerspruch« zu dieser Aussage, schreibt Araghchi. »Iran wird Israel für seine Verbrechen einen hohen Preis abverlangen.«
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Angeblicher Beschuss ziviler Ziele – iranische Medien berichten von mehr als 20 Opfern
Bei Angriffen auf Wohngebiete in Iran sind Medienberichten zufolge mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. In der Hauptstadt Teheran seien zehn Bewohner eines Wohnkomplexes bei einem Raketenangriff getötet worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Feuerwehrsprecher.
In der kurdischen Provinz Kermanschah im Westen des Landes wurden dem Gouverneursbüro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Auch bei dem Angriff auf ein Stahlwerk in Isfahan wurde den Berichten zufolge ein Mensch getötet. Die Berichte ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
In der kurdischen Provinz Kermanschah im Westen des Landes wurden dem Gouverneursbüro zufolge mehr als zehn Wohneinheiten angegriffen. 13 Menschen seien ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Auch bei dem Angriff auf ein Stahlwerk in Isfahan wurde den Berichten zufolge ein Mensch getötet. Die Berichte ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
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Merz zweifelt an Strategie der USA und Israels
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach eigenen Worten wenig Hoffnung, dass der Irankrieg schnell endet. »Zurzeit verstricken sich die Amerikaner und die Israelis in diesem Konflikt jeden Tag tiefer«, sagte der Kanzler bei einer Veranstaltung der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«.
Wenn »Regime Change« das Ziel sei, glaube er nicht, dass es erreicht werde. »Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt und ob diese Strategie dann tatsächlich auch erfolgreich ausgeübt wird«, sagte Merz. »Insofern könnte es auch noch etwas länger dauern. Es wird wahrscheinlich nicht besser.«
Wenn »Regime Change« das Ziel sei, glaube er nicht, dass es erreicht werde. »Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt und ob diese Strategie dann tatsächlich auch erfolgreich ausgeübt wird«, sagte Merz. »Insofern könnte es auch noch etwas länger dauern. Es wird wahrscheinlich nicht besser.«

Foto: Hannes P. Albert / dpa
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Israel bestätigt Angriffe auf Atomanlagen
Das israelische Militär hat den Angriff auf den Schwerwasserreaktor nahe der Stadt Arak mittlerweile bestätigt. Begründet wurde die Attacke mit wiederholten Wiederaufbauversuchen Irans nach den Zerstörungen im Vorjahr.
»Die israelische Armee wird nicht zulassen, dass das iranische Terrorregime seine Bemühungen um die Weiterentwicklung seines Atomwaffenprogramms fortsetzt, das eine existenzielle Bedrohung für den Staat Israel und die gesamte Welt darstellt«, sagte ein Militärsprecher. Auch eine Anlage zur Urangewinnung aus Erz in Jasd sei angegriffen worden.
»Die israelische Armee wird nicht zulassen, dass das iranische Terrorregime seine Bemühungen um die Weiterentwicklung seines Atomwaffenprogramms fortsetzt, das eine existenzielle Bedrohung für den Staat Israel und die gesamte Welt darstellt«, sagte ein Militärsprecher. Auch eine Anlage zur Urangewinnung aus Erz in Jasd sei angegriffen worden.
Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

📌 Luftangriffe treffen laut iranischen Staatsmedien Atomanlagen in Iran
Nach Berichten iranischer Medien haben US-israelische Luftangriffe einen Schwerwasserreaktor nahe der Stadt Arak im Zentrum Irans getroffen. Demnach wurde die Atomanlage in zwei Wellen angegriffen. Auch eine Atomanlage nahe Ardakan soll getroffen worden sein. Radioaktives Material trete nicht aus, meldeten iranische Staatsmedien.

Atomanlage nahe Arak im Juni 2025. Foto: Maxar Technologies / AFP
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Bericht: USA bestätigen nur Zerstörung von einem Drittel iranischer Raketen
Die USA können mit Blick auf das iranische Raketenarsenal offenbar nur von einem Drittel der Waffen sagen, dass sie sie mit Sicherheit zerstört haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Ein weiteres Drittel sei wahrscheinlich mindestens beschädigt, heißt es weiter.
Ähnliche Quoten gälten für iranische Drohnen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person laut dem Bericht. Donald Trump hatte zuvor gesagt, Iran habe »nur noch sehr wenige Raketen«.
Ähnliche Quoten gälten für iranische Drohnen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person laut dem Bericht. Donald Trump hatte zuvor gesagt, Iran habe »nur noch sehr wenige Raketen«.
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Selenskyj schließt Flugabwehr-Abkommen mit Saudi-Arabien
Seit Beginn des Krieges attackiert Iran Staaten an der anderen Seite des Persischen Golfs – darunter auch Saudi-Arabien. Nun möchte das Land in Sachen Flugabwehr mit der Ukraine kooperieren. Beim Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman unterzeichneten Vertreter beider Länder ein entsprechendes Abkommen.
Selenskyj bestätigte in Onlinediensten, dass beide Länder »eine wichtige Vereinbarung« zur Verteidigungskooperation getroffen hätten. Was genau beschlossen wurde, gab er nicht bekannt. Lesen Sie hier mehr.
Selenskyj bestätigte in Onlinediensten, dass beide Länder »eine wichtige Vereinbarung« zur Verteidigungskooperation getroffen hätten. Was genau beschlossen wurde, gab er nicht bekannt. Lesen Sie hier mehr.

Wolodymyr Selenskyj und Mohammed bin Salman. Ukrainian Presidential Press Service / AFP
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Analyse: US-Spritpreise stabilisieren sich vorerst auf hohem Niveau
Die Preise an den Tankstellen in den Vereinigten Staaten steigen seit Mitte der Woche nicht mehr stark an. Für eine Gallone (3,79 Liter) Normalbenzin vom Typ Regular müssen Autofahrerinnen und -fahrer an diesem Freitag im Landesdurchschnitt 3,98 Dollar bezahlen – ähnlich viel wie am Mittwoch und Donnerstag, wie eine Datenaufstellung des Automobilclubs AAA zeigt.
Das ist gut ein Dollar mehr als zu Beginn von Donald Trumps und Benjamin Netanyahus Irankrieg – und der höchste Stand seit Ende 2022, in der durch Russlands Überfall auf die Ukraine ausgelösten globalen Energiekrise.
Diesel verteuert sich nach wie vor, wenngleich nicht so rapide wie in den vergangenen Wochen. Am Freitag kostete die Gallone im Mittel 5,38 Dollar. Das sind 1,65 Dollar mehr als zum Kriegsanfang und ebenfalls der höchste Wert seit 2022.
Das ist gut ein Dollar mehr als zu Beginn von Donald Trumps und Benjamin Netanyahus Irankrieg – und der höchste Stand seit Ende 2022, in der durch Russlands Überfall auf die Ukraine ausgelösten globalen Energiekrise.
Diesel verteuert sich nach wie vor, wenngleich nicht so rapide wie in den vergangenen Wochen. Am Freitag kostete die Gallone im Mittel 5,38 Dollar. Das sind 1,65 Dollar mehr als zum Kriegsanfang und ebenfalls der höchste Wert seit 2022.
Dass die US-Spritpreise nicht mehr so stark steigen, dürfte an den internationalen Rohölmärkten liegen. Dort waren die Preise zu Wochenanfang nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über angebliche Verhandlungen mit Iran zunächst schlagartig gefallen. Wenige Minuten vor einem solchen Post von Trump auf dessen Plattform Truth Social hatten Spekulanten insgesamt mehr als eine Milliarde Dollar auf sinkende Ölpreise und steigende US-Börsenkurse gewettet – und damit sehr viel Geld verdient.
Nun aber ziehen die Rohölpreise wieder an. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI kostete am Mittwoch um die 87 US-Dollar; an diesem Freitagnachmittag gegen 17 Uhr MEZ waren es schon wieder etwa 98 Dollar. Damit drohen sich auch die Kraftstoffe weiter zu verteuern – und mittelfristig auch andere Güter wie Nahrungsmittel.
Für Trump ist die Teuerung ein Problem. Er hatte im Wahlkampf versprochen, nach Antritt seiner Präsidentschaft die Energiepreise binnen zwölf bis 18 Monaten zu halbieren. Tatsächlich jedoch sind sämtliche Verbraucherpreise für Strom, Erdgas, Benzin und Diesel gestiegen.
Nun aber ziehen die Rohölpreise wieder an. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI kostete am Mittwoch um die 87 US-Dollar; an diesem Freitagnachmittag gegen 17 Uhr MEZ waren es schon wieder etwa 98 Dollar. Damit drohen sich auch die Kraftstoffe weiter zu verteuern – und mittelfristig auch andere Güter wie Nahrungsmittel.
Für Trump ist die Teuerung ein Problem. Er hatte im Wahlkampf versprochen, nach Antritt seiner Präsidentschaft die Energiepreise binnen zwölf bis 18 Monaten zu halbieren. Tatsächlich jedoch sind sämtliche Verbraucherpreise für Strom, Erdgas, Benzin und Diesel gestiegen.
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G7-Außenminister beenden Treffen mit gemeinsamer Erklärung
Im französischen Vaux-de-Cernay haben die Außenminister der G7-Staaten nach einer gemeinsamen Linie im Irankrieg gesucht. Die haben sie offenbar gefunden, auch wenn sich die veröffentlichte Erklärung eher wie ein Minimalkonsens liest.
»Wir fordern eine sofortige Einstellung der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastrukturen« heißt es darin. In den Gesprächen seien der »Wert vielfältiger Partnerschaften« und die Auswirkungen des Kriegs auf die Bürger betont worden. Mit Blick auf die Straße von Hormus halte man es für »absolut notwendig«, dass Schiffe die Meerenge bald wieder sicher passieren können.
»Wir fordern eine sofortige Einstellung der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastrukturen« heißt es darin. In den Gesprächen seien der »Wert vielfältiger Partnerschaften« und die Auswirkungen des Kriegs auf die Bürger betont worden. Mit Blick auf die Straße von Hormus halte man es für »absolut notwendig«, dass Schiffe die Meerenge bald wieder sicher passieren können.
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Luftangriffe treffen laut iranischen Staatsmedien Atomanlagen in Iran
Nach Berichten iranischer Medien haben US-israelische Luftangriffe einen Schwerwasserreaktor nahe der Stadt Arak im Zentrum Irans getroffen. Demnach wurde die Atomanlage in zwei Wellen angegriffen. Auch eine Atomanlage nahe Ardakan soll getroffen worden sein. Radioaktives Material trete nicht aus, meldeten iranische Staatsmedien.

Atomanlage nahe Arak im Juni 2025. Foto: Maxar Technologies / AFP
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Paul-Anton Krüger
Hauptstadtbüro, derzeit Vaux-de-Cernay

Wadephul: Iran soll mit den USA verhandeln
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Iran aufgefordert, in Gespräche mit den USA einzutreten. Das iranische Regime »ist gut beraten, jetzt in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einzusteigen«, sagte er zum Abschluss des G7-Außenministertreffens im französischen Vaux-de-Cernay. Darin sei man sich mit US-Außenminister Marco Rubio einig. Es gebe erste Anzeichen, »die zuversichtlich stimmen können, dass solche Gespräche stattfinden sollen«.
Die Außenminister hatten sich bei einem Arbeitsessen zu Mittag ausgetauscht und auch in der abschließenden Arbeitssitzung zu den Themen »Frieden und Sicherheit« mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Wadephul bekräftigte, aus Sicht der Bundesregierung sei es zentral, eine weitere Eskalation zu verhindern. Dafür müsse ein Weg aus der akuten Krise heraus gefunden werden.
Gleichzeitig geht es um eine langfristige Sicherheit, auch in der Straße von Hormus. »Wir erwarten, dass Iran die sichere Durchfahrt in der Straße von Hormus ermöglicht«, forderte der Außenminister. Man könne nicht zulassen, dass das iranische Regime die Weltwirtschaft erpresst.
Die Außenminister hatten sich bei einem Arbeitsessen zu Mittag ausgetauscht und auch in der abschließenden Arbeitssitzung zu den Themen »Frieden und Sicherheit« mit dem Krieg gegen Iran beschäftigt. Wadephul bekräftigte, aus Sicht der Bundesregierung sei es zentral, eine weitere Eskalation zu verhindern. Dafür müsse ein Weg aus der akuten Krise heraus gefunden werden.
Gleichzeitig geht es um eine langfristige Sicherheit, auch in der Straße von Hormus. »Wir erwarten, dass Iran die sichere Durchfahrt in der Straße von Hormus ermöglicht«, forderte der Außenminister. Man könne nicht zulassen, dass das iranische Regime die Weltwirtschaft erpresst.
Überdies brauche es einen Plan für den Umgang mit Iran über den Krieg hinaus. Dazu gehöre unmittelbar nach Ende der Kampfhandlungen eine nachhaltige Lösung für die Öffnung der Straße von Hormus, sagte Wadephul. Zudem dürfe Iran keine nukleare Bewaffnung erreichen, das ballistische Raketenprogramm müsse überprüfbar eingehegt werden.
Er stellte in Aussicht, dass auch G7-Partner wie Deutschland nach einem Ende der Kampfhandlungen einen Beitrag zur Sicherung der Lage leisten könnten. Es gebe aber bislang keine Anforderung seitens der USA, insbesondere nicht, vor Ende der Kampfhandlungen einen militärischen Beitrag zu leisten.

Foto: Michael Kappeler / dpa
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Der Krieg und seine Menschen
Der Irankrieg dauert seit knapp vier Wochen an und beeinträchtigt das Leben von Millionen. Ein Einblick in Bildern.
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Offenbar Hackerangriff auf Kash Patel
Ein Mitarbeiter des US-Justizministeriums hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters Berichte bestätigt, wonach der private E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel von Hackern kompromittiert wurde.
Zuvor hatte die iranische Hacker-Gruppe Handala den Hack für sich beansprucht. Als Beleg für den erfolgreichen Angriff postete die Gruppe mehrere private Bilder des FBI-Chefs. Laut Angaben des US-Justizministeriums sollen die veröffentlichten Daten authentisch sein. Weitere Details zu dem Umfang der erbeuteten Daten gibt es vorerst noch nicht.
Nach Beginn der Angriffe auf Iran hatte sich die Gruppe zu Cyberangriffen auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone bekannt und Rache für die US-Schläge bezeichnet. Daraufhin hatte die US-Regierung mehrere Websites der Gruppe deaktivieren lassen.
Zuvor hatte die iranische Hacker-Gruppe Handala den Hack für sich beansprucht. Als Beleg für den erfolgreichen Angriff postete die Gruppe mehrere private Bilder des FBI-Chefs. Laut Angaben des US-Justizministeriums sollen die veröffentlichten Daten authentisch sein. Weitere Details zu dem Umfang der erbeuteten Daten gibt es vorerst noch nicht.
Nach Beginn der Angriffe auf Iran hatte sich die Gruppe zu Cyberangriffen auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone bekannt und Rache für die US-Schläge bezeichnet. Daraufhin hatte die US-Regierung mehrere Websites der Gruppe deaktivieren lassen.

Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Luftangriffe auf iranische Stahlwerke
Nach Berichten iranischer Medien haben US-israelische Luftangriffe am Freitag zwei große Stahlwerke in Iran beschädigt. In Isfahan in Zentraliran sollen demnach ein Umspannwerk und eine Produktionslinie getroffen worden sein. In Ahvas im Westen des Landes sind den Angaben zufolge Lagerhallen zum Ziel von Angriffen geworden.
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Union und SPD sollen Entlastungen bei Energie und Sprit prüfen
Das Spritpreispaket der Bundesregierung ist beschlossen, ab kommender Woche dürfen Tankstellen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen. Mit neuen Maßnahmen wegen der stark gestiegenen Energie- und Kraftstoffpreise will sich die Regierungskoalition vorerst aber zurückhalten. Die mit dem Thema betraute Taskforce im Bundestag fordert hingegen, weitere Maßnahmen zu prüfen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung hervor.
Demnach soll die Bundesregierung unter anderem prüfen, ob die Energiesteuer vorübergehend und die Stromsteuer »für alle« gesenkt werden soll. Außerdem stehen eine temporäre Entlastung über die Pendlerpauschale, eine Mobilitätsprämie und eine Pauschalentlastung auf Basis der Daten der Kfz-Steuer zur Debatte. Für steuerliche Maßnahmen wäre ein ordentliches parlamentarisches Verfahren nötig, das einige Wochen in Anspruch nehmen würde.
Demnach soll die Bundesregierung unter anderem prüfen, ob die Energiesteuer vorübergehend und die Stromsteuer »für alle« gesenkt werden soll. Außerdem stehen eine temporäre Entlastung über die Pendlerpauschale, eine Mobilitätsprämie und eine Pauschalentlastung auf Basis der Daten der Kfz-Steuer zur Debatte. Für steuerliche Maßnahmen wäre ein ordentliches parlamentarisches Verfahren nötig, das einige Wochen in Anspruch nehmen würde.

Foto: Christoph Hardt / Panama Pictures / picture alliance
Geprüft werden laut Mitteilung auch eine Margenbegrenzung über einen Spritpreisdeckel und die Aktivierung von Kohlekraftwerken aus der Kraftwerksreserve. In dem Schreiben ist zudem von einer möglichen Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne die Rede.
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Analyse: Warum Pakistan zwischen den USA und Iran vermitteln könnte
Im Krieg zwischen Israel, den USA und Iran kommt ein möglicher Mediator ins Spiel: Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif sagte am Dienstag, sein Land könne Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, Pakistans Nachbarn, ausrichten.
Mit diesen Äußerungen positioniert er sich im Konflikt neu. Bislang hatte das islamische Land, das zwischen Iran und Indien liegt, überwiegend versucht, sich aus direkten Auseinandersetzungen herauszuhalten. Pakistan verurteilte die US-israelischen Angriffe auf Iran, ohne die Vereinigten Staaten namentlich zu nennen. Es versprach, Saudi-Arabien im Rahmen eines gegenseitigen Verteidigungspakts zu unterstützen – und hielt regelmäßigen Kontakt zu iranischen Offiziellen, selbst als die Blockade der Straße von Hormus die pakistanische Wirtschaft stark belastete.
Hinzu kommt, dass Pakistans Regierung stets eine enge Beziehung zu Trump gepflegt hat. So nominierte sie ihn im vergangenen Jahr für den Friedensnobelpreis. Trump wiederum lobte den pakistanischen Armeechef als seinen »Lieblings-Feldmarschall«. Vertreter des US-Militärs bezeichneten die Zusammenarbeit in der Terrorismusbekämpfung als »phänomenal«.
Mit diesen Äußerungen positioniert er sich im Konflikt neu. Bislang hatte das islamische Land, das zwischen Iran und Indien liegt, überwiegend versucht, sich aus direkten Auseinandersetzungen herauszuhalten. Pakistan verurteilte die US-israelischen Angriffe auf Iran, ohne die Vereinigten Staaten namentlich zu nennen. Es versprach, Saudi-Arabien im Rahmen eines gegenseitigen Verteidigungspakts zu unterstützen – und hielt regelmäßigen Kontakt zu iranischen Offiziellen, selbst als die Blockade der Straße von Hormus die pakistanische Wirtschaft stark belastete.
Hinzu kommt, dass Pakistans Regierung stets eine enge Beziehung zu Trump gepflegt hat. So nominierte sie ihn im vergangenen Jahr für den Friedensnobelpreis. Trump wiederum lobte den pakistanischen Armeechef als seinen »Lieblings-Feldmarschall«. Vertreter des US-Militärs bezeichneten die Zusammenarbeit in der Terrorismusbekämpfung als »phänomenal«.

Foto: Contributor / Getty Images
Tatsächlich hat Pakistan gute Voraussetzungen, um zwischen Iran und den USA zu vermitteln. Es ist ein nicht arabisches islamisches Land (ähnlich wie Iran), beherbergt keinen US-Militärstützpunkt (und wäre damit kein Ziel von Vergeltungsschlägen). Außerdem lebt in Pakistan eine der größten schiitischen Gemeinschaften außerhalb Irans.
Selbst wenn Gespräche in Pakistan noch nicht bestätigt sind, kommen dem Land die Spekulationen gelegen. Pakistan möchte als diplomatische Macht an der Schnittstelle von Zentralasien, Südasien und dem Nahen Osten wahrgenommen werden. Es hilft der Regierung, wenn darüber gesprochen wird – auch um damit eine andere Großmacht zu brüskieren, die ebenfalls gern mitmischen würde: Indien.
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Iran-News zum Hören: »Netanyahu hat seinen Dummen gefunden«
Auch im SPIEGEL-Auslandspodcast »Acht Milliarden« geht es diese Woche wieder um den Krieg in Nahost. Warum könnte der große Iranplan Israels am Ende zu einem riesigen Problem für das Land werden? Und geht es Israel eigentlich um Sicherheit oder Dominanz?
Hören Sie hier die aktuelle Folge mit Korrespondent Thore Schröder in Tel Aviv.
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Medienbericht: JD Vance soll mit Iran verhandeln
Im Zuge der Verhandlungen über die Beendigung des Irankriegs versuchen sich die USA offenbar an einem Strategiewechsel. US-Vizepräsident JD Vance soll als oberster Verhandlungsführer bei möglichen Friedensgesprächen mit Iran für die USA sprechen. Das meldet das US-Nachrichtenportal Axios.
Demnach habe US-Präsident Trump Vance’ Berufung bereits am Donnerstag in einer Kabinettssitzung verkündet. Bei den Verhandlungen soll er mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zusammenarbeiten.
Der US-Vizepräsident hatte sich jahrelang gegen US-Militäreinsätze in Nahost ausgesprochen. Zuletzt soll er am Montag ein »schwieriges« Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu geführt haben. In diesem soll er Netanyahu vorgeworfen haben, dass sich mehrere seiner Vorhersagen zum Irankrieg als viel zu optimistisch erwiesen hätten, etwa die Aussicht auf einen Volksaufstand in Iran zum Sturz des Regimes.
Demnach habe US-Präsident Trump Vance’ Berufung bereits am Donnerstag in einer Kabinettssitzung verkündet. Bei den Verhandlungen soll er mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner zusammenarbeiten.
Der US-Vizepräsident hatte sich jahrelang gegen US-Militäreinsätze in Nahost ausgesprochen. Zuletzt soll er am Montag ein »schwieriges« Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu geführt haben. In diesem soll er Netanyahu vorgeworfen haben, dass sich mehrere seiner Vorhersagen zum Irankrieg als viel zu optimistisch erwiesen hätten, etwa die Aussicht auf einen Volksaufstand in Iran zum Sturz des Regimes.
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Wadephul und Rubio sprechen über Hilfe nach Kriegsende
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat beim Treffen mit seinen Kollegen aus den G7-Staaten in der Nähe von Paris gewarnt, der derzeitige Fokus auf den Krieg gegen Iran dürfe nicht dazu führen, dass die Unterstützung für die Ukraine nachlässt. Zudem hat er sich mit seinem Amtskollegen Marco Rubio über mögliche deutsche Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus ausgetauscht, allerdings erst nach Kriegsende.
Die Ertüchtigung und die Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen den russischen Angriffskrieg sei für die Bundesregierung eine sicherheitspolitische Priorität, so Wadephul. Er habe in den Beratungen klar gefordert, dass es keine Abstriche geben dürfe, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht. »Das würde Putin nur in die Hände spielen«, sagte Wadephul.
An der Arbeitssitzung am Vormittag nahmen sowohl US-Außenminister Marco Rubio als auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha teil. Ein Bröckeln der Unterstützung für die Ukraine sei mit Blick auf die euroatlantische Sicherheit ein strategischer Fehler. »Denn es ist klar, wenn Putin diesen Krieg gewinnen würde, verschlechtert sich unsere Sicherheit dramatisch.« Das gelte für Deutschland und für Europa, aber auch auf beiden Seiten des Atlantiks. Es sei daher eine Aufgabe aller G-7-Partner, den Druck auf Russland hochzuhalten, auch »gezielt der Druck auf den russischen Energiesektor mit Sanktionen und indem wir konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen«, sagte Wadephul weiter.
Die Ertüchtigung und die Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen den russischen Angriffskrieg sei für die Bundesregierung eine sicherheitspolitische Priorität, so Wadephul. Er habe in den Beratungen klar gefordert, dass es keine Abstriche geben dürfe, wenn es um die Aufrechterhaltung der Verteidigungsfähigkeit der Ukraine geht. »Das würde Putin nur in die Hände spielen«, sagte Wadephul.
An der Arbeitssitzung am Vormittag nahmen sowohl US-Außenminister Marco Rubio als auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha teil. Ein Bröckeln der Unterstützung für die Ukraine sei mit Blick auf die euroatlantische Sicherheit ein strategischer Fehler. »Denn es ist klar, wenn Putin diesen Krieg gewinnen würde, verschlechtert sich unsere Sicherheit dramatisch.« Das gelte für Deutschland und für Europa, aber auch auf beiden Seiten des Atlantiks. Es sei daher eine Aufgabe aller G-7-Partner, den Druck auf Russland hochzuhalten, auch »gezielt der Druck auf den russischen Energiesektor mit Sanktionen und indem wir konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen«, sagte Wadephul weiter.

Foto: Michael Kappeler / dpa
Wadephul kritisierte damit einmal mehr die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Ölsanktionen gegen Russland teilweise auszusetzen. Die Äußerungen des Bundesaußenministers lassen sich auch als Replik auf scharfe Kritik von Trump lesen. Er hatte sich am Donnerstag beklagt, der Krieg in der Ukraine sei nicht der Krieg der USA, dennoch habe Washington geholfen. Dagegen habe Deutschland erklärt, dass der Krieg gegen Iran »nicht unser Krieg« sei. Trump bezieht sich dabei auf eine Formulierung, die so nicht von Bundeskanzler Merz oder Wadephul genutzt wurde, aber von Verteidigungsminister Pistorius und Vizekanzler Klingbeil. Wadephul sagte weiter, er habe Rubio in einem Zweiergespräch am Rande der Beratungen die deutsche Position noch einmal erläutert, dass es »durchaus eine Bereitschaft Deutschlands gibt, nach Ende der Kampfhandlungen« eine Rolle zu spielen, bei der Sicherung der Seewege in der Straße von Hormus.
Wadephul wie auch andere Europäer beschuldigten Russland erneut, Iran offenkundig mit Informationen über mögliche Angriffsziele zu unterstützen. Rubio hatte dies vor seiner Abreise heruntergespielt und gesagt, Russland konzentriere sich auf den Krieg, den es gegen die Ukraine führe. Zudem betonte der deutsche Außenminister, dass die Ukraine inzwischen selbst zu einem Sicherheitspartner für die Staaten im Nahen und Mittleren Osten geworden sei und diese bei der Abwehr von Drohnenangriffen unterstütze. Er habe bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass von europäischen Nato-Staaten finanzierte Rüstungsgüter aus den USA für die Ukraine an den Golf umgeleitet werden sollten. Es sei aber klar, dass die Luftverteidigung von herausragender Bedeutung sei und man mit Produktionsengpässen zu tun habe.
Wadephul wie auch andere Europäer beschuldigten Russland erneut, Iran offenkundig mit Informationen über mögliche Angriffsziele zu unterstützen. Rubio hatte dies vor seiner Abreise heruntergespielt und gesagt, Russland konzentriere sich auf den Krieg, den es gegen die Ukraine führe. Zudem betonte der deutsche Außenminister, dass die Ukraine inzwischen selbst zu einem Sicherheitspartner für die Staaten im Nahen und Mittleren Osten geworden sei und diese bei der Abwehr von Drohnenangriffen unterstütze. Er habe bislang keine Anhaltspunkte dafür, dass von europäischen Nato-Staaten finanzierte Rüstungsgüter aus den USA für die Ukraine an den Golf umgeleitet werden sollten. Es sei aber klar, dass die Luftverteidigung von herausragender Bedeutung sei und man mit Produktionsengpässen zu tun habe.

Foto: Brendan Smialowski / REUTERS
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Carlotta Böttcher
Ressort Deutschland

Laut Rotem Halbmond mehr als 1900 Tote in Iran
Nach Angaben der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) sind in Iran seit Beginn des Krieges vor knapp vier Wochen mehr als 1900 Menschen getötet und mindestens 20.000 verletzt worden. Der IFRC beruft sich dabei auf Zahlen des Iranischen Roten Halbmonds.
Maria Martinez, Leiterin der IFRC in Iran, sagte bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen in Genf, zugeschaltet aus Teheran: »Die humanitäre Situation verschlechtert sich rapide. Teheran, eine Stadt mit rund neun Millionen Einwohnern, sieht völlig verlassen aus.« Der Iranische Rote Halbmond sei die einzige humanitäre Organisation, die weiterhin im ganzen Land aktiv sei.
Maria Martinez, Leiterin der IFRC in Iran, sagte bei einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen in Genf, zugeschaltet aus Teheran: »Die humanitäre Situation verschlechtert sich rapide. Teheran, eine Stadt mit rund neun Millionen Einwohnern, sieht völlig verlassen aus.« Der Iranische Rote Halbmond sei die einzige humanitäre Organisation, die weiterhin im ganzen Land aktiv sei.

Einsatzkräfte des Roten Halbmonds in Teheran am 16. März. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto / AFP
Ein Großteil der zivilen Infrastruktur sei durch amerikanisch-israelische Luftangriffe beschädigt worden, darunter mehr als 280 medizinische Einrichtungen sowie 600 Schulen und Bildungseinrichtungen, sagte Martinez. Auch 17 eigene Zentren der Hilfsorganisation seien getroffen und fast 100 Krankenwagen beschädigt oder zerstört worden.
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Mit Material der Agenturen



