Israel-Gaza-Krieg: Hamas lässt weitere Geiseln frei - DER SPIEGEL
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Letzter Tag der Feuerpause Hamas lässt weitere Geisel-Gruppe frei

Die Hamas hat die nächste Gruppe von Geiseln an das Rote Kreuz übergeben: Insgesamt 16 Menschen kamen am Mittwoch frei. Auch drei Deutsche sind darunter.
Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes nimmt zwei Geiseln in Empfang
Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes nimmt zwei Geiseln in Empfang

Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes nimmt zwei Geiseln in Empfang

Foto: Al-Qassam Brigades; Military Wing Of Hamas / REUTERS

Die Terrororganisation Hamas hat auch am vorerst letzten Tag der Feuerpause im Gazakrieg weitere Geiseln freigelassen. Nach Angaben des israelischen Militärs übergaben die Islamisten am späten Mittwochabend insgesamt 14 Menschen an das Rote Kreuz. Die Hilfsorganisation brachte die Freigelassenen demnach zunächst nach Ägypten, von dort geht es weiter nach Israel.

In der Gruppe der Freigelassenen sind auch drei Deutsche. Außenministerin Annalena Baerbock bestätigte am späten Mittwochabend entsprechende Angaben der katarischen Regierung. Es seien Doppelstaatler, die auch den israelischen Pass hätten, teilte Madschid al-Ansari, Sprecher des katarischen Außenministeriums mit. Auch vier thailändische Staatsbürger gehören offenbar zu der Gruppe.

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Es ist insgesamt die sechste Gruppe von Geiseln, die seit Beginn der Feuerpause zwischen Israel und der Hamas am Freitag freikam. Im Gegenzug entließ Israel erneut 30 palästinensische Gefangene aus der Haft.

Zuvor waren der israelischen Regierung zufolgeam Mittwoch bereits zwei israelisch-russische Frauen – Mutter und Tochter – freigelassen worden. Dies fand offenbar außerhalb der Abmachungen im Rahmen der Feuerpause statt. Sie gehe vielmehr auf »Bemühungen des russischen Präsidenten« Wladimir Putin zurück, hieß es vonseiten der Hamas. Bereits am Sonntag hatte die Terrorgruppe eine israelisch-russische Geisel freigelassen und sich für die »Unterstützung der palästinensischen Sache« durch Putin bedankt.

In dem seit mehr als sieben Wochen andauernden Krieg zwischen Israel und der Hamas war am vergangenen Freitag eine von Katar, Ägypten und den USA ausgehandelte Waffenruhe in Kraft getreten. Diese wurde zuletzt um zwei Tage verlängert und würde wohl am Donnerstagmorgen ablaufen.

»Wir werden uns in den nächsten Tagen darauf konzentrieren, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Pause zu verlängern, damit wir weiter mehr Geiseln befreien und mehr humanitäre Hilfe leisten können«, sagte US-Außenminister Antony Blinken dazu nach einem Nato-Außenministertreffen in Brüssel. Die Fortsetzung der Feuerpause sei schließlich auch im Interesse der Israelis. »Sie konzentrieren sich ebenfalls intensiv darauf, ihre Leute nach Hause zu bringen«, sagte Blinken mit Blick auf die israelischen Geiseln, die noch im Gazastreifen festgehalten werden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu teilte derweil mit, die Kämpfe wieder aufzunehmen, wenn »diese Phase der Rückkehr unserer Geiseln vollendet ist«. Er bekräftigte zudem zum wiederholten Mal, an dem Kriegsziel der Zerstörung der Hamas festhalten zu wollen.

sak/AFP/dpa