Er weiß, was es heißt, als Geisel in den Händen der Terrororganisation Hamas zu sein. Hier, in diesem Haus im Kibbuz Be’eri, wurde Ohad Ben Ami am 7. Oktober vor zwei Jahren von der Hamas entführt.
Ohad Ben Ami, ehem. Hamas-Geisel:
»Ich habe meine Regierung gebeten, das Abkommen zu schließen. Sie müssen alle Geiseln befreien. Sie befinden sich in einem sehr, sehr schlechten körperlichen und psychischen Zustand.«
Im Februar 2025 kamen Ohad Ben Ami und zwei weitere Geiseln frei. Die Bilder der ausgemergelten Männer gingen um die Welt. Ohad Ben Ami, der neben der israelischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, hofft jetzt auf US-Präsident Donald Trump.
Ohad Ben Ami, ehem. Hamas-Geisel:
»Wir waren vor drei Wochen in den Vereinigten Staaten, in Washington, und haben Präsident Trump getroffen. Und ich habe ihn persönlich gebeten, auf den Tisch zu hauen, so wie er damals auf den Tisch gehauen hat, damit ich freikomme. Es scheint jetzt Hoffnung zu geben, weil die arabischen Länder und Israel und die Hamas diesem Deal zugestimmt haben. Ich bin sehr optimistisch und warte darauf, sie zu sehen, mich mit ihnen, den verbleibenden Geiseln, zu treffen.«
Am Montag sollen in Ägypten neue Verhandlungen zur Freilassung der Geiseln und einem Ende des Krieges beginnen. US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern am Sonntag, dass er damit rechne, dass die erste Phase des Friedensabkommens noch diese Woche abgeschlossen sein könnte. Ohad Ben Ami vertraut darauf, dass mithilfe des US-Präsidenten ein Abkommen zustande kommt. Von seiner eigenen Regierung ist er enttäuscht.
Ohad Ben Ami, ehem. Hamas-Geisel:
»Ich liebe mein Land, und ich liebe die Menschen, aber unsere Regierung ist realitätsfern. Und bis heute fühle ich mich beleidigt. Ich habe das Gefühl, dass sie mich im Stich gelassen haben.«
Ob die verbliebenen israelischen Geiseln nach zwei Jahren Hamas-Gefangenschaft endlich freikommen und ob Donald Trumps Gazaplan funktionieren wird, könnte sich schon in den nächsten Tagen entscheiden.