Japan: Mindestens sechs Tote nach Erdbeben am Neujahrstag - DER SPIEGEL
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Erdbebenserie am Neujahrstag Mindestens sechs Tote nach Erdbeben in Japan

Bei der schweren Erdbebenserie in Japan sind in der Präfektur Ishikawa mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum gab mittlerweile Entwarnung für gefährliche Flutwellen.
Zerstörung in der Präfektur Ishikawa: Eingestürzte Häuser und Straßen
Zerstörung in der Präfektur Ishikawa: Eingestürzte Häuser und Straßen

Zerstörung in der Präfektur Ishikawa: Eingestürzte Häuser und Straßen

Foto: Kyodo / REUTERS

Bei der schweren Erdbebenserie in Japan sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das meldeten japanische Behörden in der Nacht aus der Präfektur Ishikawa. Die Präfektur im Westen der Hauptinsel Honshu war von einem Beben der Stärke 7,5 getroffen worden. Zunächst war von vier Todesopfern die Rede gewesen. Zudem gab es mehrere Verletzte.

Das Zentrum Japans war am Neujahrstag von einer Reihe schwerer Erdbeben erschüttert und von über einem Meter hohen Tsunamiwellen getroffen worden. Das schwerste Erdbeben hatte nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde eine Stärke von 7,6. Insgesamt wurden mehr als 50 weitere weniger starke Beben registriert.

Wo die Erde bebte

Ministerpräsident Fumio Kishida zufolge sind die am heftigsten betroffenen Gebiete für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich. Er verwies auf zerstörte Straßen und eingestürzte Häuser. Im Laufe des Tages werde ein Krisenstab zusammentreten, so Kishida.

Auch in Tokio wankten Häuser

Die Erschütterungen durch die Erdbeben brachten selbst in der Hauptstadt Tokio Häuser zum Wanken, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Das Epizentrum lag aber viel weiter westlich um die Präfekturen Toyama, Ishikawa und Niigata, dort waren etwa 33.500 Haushalte ohne Strom. Der Regierung zufolge sind mehr als 97.000 Menschen in neun Präfekturen von den Aufforderungen zur Evakuierung betroffen.

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Das Pazifik-Tsunami-Warnzentrum gab im Laufe des Tages aber Entwarnung hinsichtlich gefährlicher Flutwellen.

Japans Behörden hatten ihre erste große Tsunami-Warnung seit der Katastrophe von Fukushima 2011 ausgegeben. Ein Beben mit einer Stärke von mehr als sieben auf der japanischen Erdbeben-Skala sei in dem Land seit 2018 nicht mehr registriert worden. Am 11. März 2011 hatte ein massives Erdbeben mit Tsunamis in Nordostjapan fast 20.000 Menschen getötet und im Kernkraftwerk Fukushima Kernschmelzen in drei Reaktoren verursacht. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986.

czl/jok/AFP/Reuters

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