Jordanien lässt nach mutmaßlichem Komplott 16 Angeklagte frei - DER SPIEGEL
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Mutmaßliche Verschwörung Jordanien lässt 16 Angeklagte frei

Noch immer ist unklar, ob es im jordanischen Königshaus tatsächlich ein Komplott gegen König Abdullah II. gab. 16 Beschuldigte wurden auf Geheiß des Herrschers nun freigelassen.
Jordaniens Staatsoberhaupt König Abdullah II.
Jordaniens Staatsoberhaupt König Abdullah II.

Jordaniens Staatsoberhaupt König Abdullah II.

Foto: VINCENT KESSLER / REUTERS
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Die mutmaßliche Verschwörung im jordanischen Königshaus gibt noch immer Rätsel auf. Nun scheint die Herrscherfamilie um König Abdullah II. mit dem Vorfall abschließen zu wollen. Wie die Staatsagentur Petra berichtet, hat die Staatsanwaltschaft 16 Angeklagte in dem Fall freigelassen. Zuvor hatte Abdullah II. demnach darum gebeten, dass diejenigen, die bei dem Versuch eines Aufruhrs in die Irre geführt worden seien, zurück zu ihren Familien dürften.

Das Königshaus von Jordanien, das nach außen hin normalerweise sehr geschlossen auftritt, hatte zuletzt wegen eines mutmaßlichen Komplotts Schlagzeilen gemacht. Dabei wurde auch Abdullahs Halbbruder, Kronprinz Hamsa bin Hussein, wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung unter Hausarrest gesetzt.

Hamsa bestritt die Vorwürfe und bekräftigte seine Loyalität zu König Abdullah II. Der Regierung zufolge sollen der Prinz und andere an Versuchen beteiligt gewesen sein, das Königreich zu »destabilisieren«. Was genau hinter den Vorwürfen steckt, blieb jedoch offen. Zuletzt hatten sich Hamsa und Abdullah II. wieder gemeinsam am Grab ihres Vaters gezeigt.

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Im Zuge der Ermittlungen zu der mutmaßlichen Verschwörung wurden auch Bassim Auadalla, ehemaliger Vorsitzender des Königlichen Gerichts, und Hassan bin Said, Mitglied der Königsfamilie, festgenommen. Die beiden bleiben dem Bericht zufolge weiterhin in Haft.

Abdullah II., der den Thron 1999 nach dem Tod seines Vaters König Hussein bestiegen hatte, hatte Hamsa zunächst entsprechend dem Wunsch seines Vaters zum Kronprinzen gemacht. 2004 widerrief Abdullah II. dies jedoch und verlieh seinem eigenen Sohn Hussein diesen Titel.

fek/dpa