Kamala Harris warnt vor knappem Rennen gegen Donald Trump - DER SPIEGEL
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US-Präsidentschaftswahl 2024 Harris warnt vor knappem Rennen gegen Trump

Parallel zum Parteitag der US-Demokraten ist Kamala Harris in Milwaukee aufgetreten. »Wir haben ein hartes Stück Arbeit vor uns, aber wir mögen harte Arbeit«, sagte die Präsidentschaftskandidatin.
Kamala Harris in Milwaukee
Kamala Harris in Milwaukee

Kamala Harris in Milwaukee

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Kamil Krzaczynski / AFP

Die Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten warnt ihre Partei vor einem knappen Ausgang der Wahl Anfang November. »Wir wissen, dass es bis zum Ende ein enges Rennen sein wird«, sagte Kamala Harris bei einem Auftritt in Milwaukee. »Wir haben ein hartes Stück Arbeit vor uns, aber wir mögen harte Arbeit, harte Arbeit ist gute Arbeit!« In Umfragen liegt Harris inzwischen landesweit sowie in einigen Swing States vor dem republikanischen Kandidaten Donald Trump. Doch die Wahl ist noch Monate entfernt. »Nein, nein, wir haben noch nicht gewonnen.«

Der Parteitag der Demokraten hatte die 59-jährige US-Vizepräsidentin kurz zuvor in Chicago als Präsidentschaftskandidatin für die Wahl im November bestätigt. Auf dem Treffen schworen auch die Parteigrößen Bernie Sanders sowie Barack und Michelle Obama ihre Anhänger auf die Wahl von Kamala Harris ein (lesen Sie hier das Minutenprotokoll der Veranstaltung.) »Wir werden gewinnen«, versicherte die Kandidatin ihrem Publikum in Milwaukee.

Es geht gegen Trump – und für eine andere Vision für die USA

Dafür müsse aber bis zur Wahl hart gearbeitet werden. Sie mahnte: »Hier geht es nicht nur um uns gegen Donald Trump. Es geht um zwei sehr unterschiedliche Visionen für unser Land.« Die Demokraten konzentrierten sich auf die Zukunft, die Republikaner auf die Vergangenheit, so Harris. Zum Abschluss ihrer Rede rief Harris: »Lassen Sie es uns ganz klar sagen: Jemand, der die Verfassung der Vereinigten Staaten außer Kraft setzen will, sollte nie wieder die Möglichkeit haben, sich hinter das Siegel des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu stellen. Nie wieder!«

Donald Trump hatte nach der Wahl 2020 versucht, als US-Präsident im Amt zu bleiben, obwohl die Mehrheit der Wahlleute damals an seinen Herausforderer Joe Biden gegangen war. Seitdem wiederholt Trump Lügen über einen angeblichen Wahlbetrug, für die er keine Beweise vorlegen konnte.

Kamala Harris hielt ihre Versammlung in Milwaukee übrigens in genau der Halle ab, in der die Republikaner vor rund einem Monat ihren Parteitag abgehalten  hatten, bei dem diese Trump zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November kürten.

Während Harris’ Auftritt kam es offenbar zu einem medizinischen Notfall im Publikum. Sie unterbrach ihre Rede und sagte: »Wir brauchen hier einen Sanitäter, bitte.« Harris forderte das Publikum auf, eine Gasse zu bilden. Schließlich hob sie ihren Daumen und deutete an, dass die Lage unter Kontrolle sei. »Das ist es, worum es uns geht, wir passen aufeinander auf, wir sorgen füreinander«, fügte sie hinzu.

mgo/dpa