Ukraine-Russland-Krieg: Kein Durchbruch bei weiterer Verhandlungsrunde - DER SPIEGEL
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Gespräche in Istanbul Kein Durchbruch bei dritter Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland

Vertreter Moskaus und Kyjiws kamen in Istanbul zum dritten Mal zusammen, um über ein Ende des russischen Angriffskriegs zu verhandeln. Bei dem kurzen Treffen gab es jedoch nur minimale Fortschritte.
Dritte Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul
Dritte Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul

Dritte Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul

Foto: Alexander Ryumin / TASS / ZUMA Press / dpa

Im türkischen Istanbul haben sich die Ukraine und Russland bei der dritten Verhandlungsrunde zur Beendigung des russischen Angriffskriegs getroffen. Zum Durchbruch kam es erwartungsgemäß nicht. Wie die BBC berichtet , dauerte das Treffen eine knappe Stunde. Die ukrainische Seite habe Russland vorgeschlagen, bis Ende August ein Treffen zwischen den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin zu organisieren, hieß es unter Berufung auf den Leiter der ukrainischen Delegation. Russland hat sich bislang jedoch stets geweigert, einem Treffen der beiden Staatschefs zuzustimmen.

Nach dem Treffen erklärte der russische Chefunterhändler Wladimir Medinski , die Parteien hätten sich auf einen neuen Gefangenenaustausch von mindestens 1200 Gefangenen auf beiden Seiten geeinigt. Teil des künftigen Austauschs sollen erstmals auch zivile Gefangene sein. Medinski sagte außerdem, Russland habe angeboten, der Ukraine die Leichen weiterer 3000 ukrainischer Soldaten zu übergeben. Der Austausch von Gefangenen und Toten ist bislang eine der wenigen Maßnahmen, auf die sich die beiden Kriegsparteien bei den Verhandlungsrunden in der Türkei einigen konnten.

Russland schlägt kurze Feuerpausen vor, greift die Ukraine weiter an

Russland kündigte zudem seine Bereitschaft an, die Möglichkeit von »kurzen, 24- bis 48-stündigen« Feuerpausen prüfen zu wollen. »Damit die medizinischen Teams die Möglichkeit haben, die Verwundeten abzutransportieren, damit die Kommandeure die Möglichkeit haben, die Leichen ihrer Soldaten abzutransportieren«, zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax Medinski. Die Ukraine verlangt weiterhin einen vollständigen und bedingungslosen Waffenstillstand.

Ukrainischen und internationalen Beobachtern zufolge dürfte der Verhandlungstermin in Istanbul Russland in erster Linie dazu dienen, die eigene Verhandlungsbereitschaft gegenüber US-Präsident Donald Trump zu signalisieren. Er hatte zuletzt seinen Ton gegenüber Putin deutlich verschärft .

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Unterdessen greift Russland ukrainische Städte weiterhin massiv an. Kurz nach Ende der Verhandlungsrunde meldete etwa die Stadt Odessa Drohnenangriffe an, bei denen laut lokalen Behörden auch die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Altstadt getroffen worden sei. Auch Russland meldete ukrainische Drohnenangriffe im Süden des Landes.

col