Ukraine-Krieg: 29 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug auf der Krim - DER SPIEGEL
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Besetzte ukrainische Halbinsel 29 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug auf der Krim

Moskaus staatliche Nachrichtenagentur Tass meldet den Absturz einer russischen Militärmaschine über der Krim. 29 Menschen sollen dabei gestorben sein. Es gebe keine Hinweise auf einen äußeren Einschlag.
Antonow-26 des russischen Militärs (im Juni 2015)
Antonow-26 des russischen Militärs (im Juni 2015)

Antonow-26 des russischen Militärs (im Juni 2015)

Foto: DPA/ RAF/ BRITISH MINISTRY OF DEFENCE

Bei dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass 29 Menschen ums Leben gekommen.

Unter den Todesopfern seien sechs Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere, berichtete Tass am Mittwoch unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. An den Trümmern des Flugzeugs vom Typ Antonow-26 seien keinerlei Spuren eines äußeren Einschlags festgestellt worden.

»Das Flugzeug, zu dem zuvor der Kontakt abgebrochen war, ist gegen eine Klippe geprallt«, meldete die Nachrichtenagentur Tass.

Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge gilt ein technischer Defekt als wahrscheinlichste Absturzursache. Das Transportflugzeug befand sich demnach auf einem planmäßigen Flug über die Halbinsel, als der Kontakt gegen 18.00 Uhr (Ortszeit, 17.00 Uhr MESZ) verloren ging. Ein Such- und Rettungsteam habe später die Absturzstelle ausfindig gemacht.

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Russland hat die völkerrechtlich zur Ukraine gehörende Krim bereits 2014 besetzt und annektiert. International anerkannt ist dies nicht. Die Ukraine hat in der Vergangenheit wiederholt erklärt, sie werde von Russland besetztes Territorium nicht aufgeben, sondern wieder unter ihre eigene Kontrolle bringen. Dazu gehöre auch die Krim. Russland hat seit dem 18. Jahrhundert auf der Halbinsel seine Schwarzmeerflotte stationiert.

Die Ukraine greift immer wieder russische Ziele auf der Krim an. Kyjiw meldete zuletzt erfolgreiche Attacken, etwa auf einen Ölumschlagkomplex und auf die Krim-Brücke – mehr dazu hier und hier.

hda/AFP