Libanon: Schusswechsel vor US-Botschaft in Beirut - DER SPIEGEL
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Libanon Schusswechsel vor US-Botschaft in Beirut

Die libanesische Armee hat einen mutmaßlichen Angriff auf die US-Botschaft in Beirut gestoppt. Auf Videos sind Schüsse zu hören. Über die Angreifenden gibt es widersprüchliche Angaben.
Libanesische Sicherheitskräfte patrouillieren nach dem Angriff vor der US-Botschaft: Rasch eingegriffen
Libanesische Sicherheitskräfte patrouillieren nach dem Angriff vor der US-Botschaft: Rasch eingegriffen

Libanesische Sicherheitskräfte patrouillieren nach dem Angriff vor der US-Botschaft: Rasch eingegriffen

Foto: Bilal Hussein / AP

Vor der US-Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut haben Unbekannte mehrere Schüsse abgefeuert. Nach Angaben der Botschaft wurde bei dem Angriff am Mittwochmorgen niemand in der Botschaft verletzt, die libanesische Armee und das Sicherheitspersonal der Botschaft hätten rasch eingegriffen. »Unser Sicherheitsteam der Botschaft, unsere Einrichtung und unser Team sind sicher«, hieß es in einem Post.

Nach Angaben der libanesischen Armee wurde ein Angreifer angeschossen. Er werde gegenwärtig im Krankenhaus behandelt. Es soll sich um einen syrischen Staatsbürger handeln. Zu den Hintergründen gab es zunächst keine Informationen.

Strittige Angaben über Täter

Auf X kursiert ein Video, auf dem mindestens sechs Schüsse zu hören sind. Zu sehen sind Menschen, die hinter Mauern in Deckung gehen. Zwei Männer rufen sich auf Arabisch zu, dass Waffen im Einsatz sind. Arabische und israelische Medien widersprechen der Darstellung der libanesischen Armee. Sie berichten von mindestens drei Angreifern, einer soll getötet worden sein.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, dass bei dem Angriff auch ein Mitglied der Sicherheitskräfte der Botschaft verletzt worden sei. Die libanesische Armee habe die Umgebung nach weiteren Angreifern durchkämmt.

Die Botschaft liegt im Norden von Beirut in einer stark gesicherten Zone mit mehreren Kontrollpunkten auf dem Weg zum Eingang. Sie wurde nach einem Selbstmordanschlag im Jahr 1983, bei dem mehr als 60 Menschen getötet wurden, dorthin verlegt. Im September wurden in der Nähe der Botschaft Schüsse abgefeuert, aber keine Verletzten gemeldet. Im Oktober hatten zu Beginn des Gazakrieges zahlreiche Menschen aus Solidarität mit den Palästinensern vor der Botschaft protestiert. Dabei setzten die libanesischen Sicherheitskräfte Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Menschenmenge zurückzudrängen.

mrc/Reuters

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