Venezuela: Oppositionsführerin María Corina Machado feiert Donald Trump - DER SPIEGEL
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US-Schlag in Venezuela Oppositionsführerin Machado feiert Trump

Eine führende Rolle für Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in Venezuela? Donald Trump will davon nichts wissen. Die Oppositionsführerin lobt den US-Präsidenten trotzdem überschwänglich.
Friedensnobelpreisträgerin Machado in Oslo: Ihren Preis widmet sie Donald Trump
Friedensnobelpreisträgerin Machado in Oslo: Ihren Preis widmet sie Donald Trump

Friedensnobelpreisträgerin Machado in Oslo: Ihren Preis widmet sie Donald Trump

Foto: Stian Lysberg Solum / NTB / dpa

Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado hat sich überschwänglich bei US-Präsident Donald Trump für die Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro bedankt. »Der 3. Januar wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Gerechtigkeit die Tyrannei besiegt hat«, sagte die Friedensnobelpreisträgerin dem US-Sender Fox News. An diesem Tag hatten US-Einheiten Ziele in Venezuela angegriffen, Maduro und dessen Frau festgenommen und in die USA gebracht, wo sie sich nun vor einem Gericht in New York wegen angeblicher Drogendelikte verantworten müssen.

Machado hatte Trump bereits in der Vergangenheit für dessen harten Kurs gegen ihr Land gelobt. Auch den ihr im Herbst 2025 verliehenen Friedensnobelpreis hatte sie Trump gewidmet.

Nun bezeichnete sie Trumps Vorgehen als »Meilenstein«. »Und das ist nicht nur für das venezolanische Volk und unsere Zukunft von großer Bedeutung. Ich denke, es ist ein großer Schritt für die Menschheit, für die Freiheit und für die Menschenwürde«, sagte sie in dem auf X verbreiteten Videoausschnitt des Gesprächs mit Fox News.

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In einem anderen Post schrieb sie, Venezuela werde »der wichtigste Verbündete der Vereinigten Staaten  in den Bereichen Sicherheit, Energie, Demokratie und Menschenrechte sein«.

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Nach der Festnahme Maduros forderte sie die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als neuen Staatschef. Der 76 Jahre alte Ex-Diplomat hatte bei der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren nach Einschätzung der Opposition und internationaler Beobachter eigentlich gegen Maduro gewonnen. Er war damals nur angetreten, weil die weitaus populärere Machado von der Teilnahme ausgeschlossen worden war.

Doch während Machado Trump feiert, beruht die Wertschätzung offenbar nicht auf Gegenseitigkeit. Für die Friedensnobelpreisträgerin hat Trump keine zentrale politische Rolle in Venezuela vorgesehen. »Für sie wäre es sehr schwer zu führen. Sie hat nicht die Unterstützung und den Respekt im Land«, sagte er kürzlich. Unterdessen wurde Maduros loyale Weggefährtin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt. Ihre Regierung betrachtet Maduro weiterhin als legitimen Staatschef des Landes.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Machado habe den Friedensnobelpreis im Herbst 2024 erhalten. Die Auszeichnung erhielt sie jedoch erst im vergangenen Jahr. Wir haben den Fehler korrigiert.

fin/dpa