Angriff auf Odessa Russische Rakete tötet Mutter und ihr Baby
Teddys und Blumen vor zerstörtem Wohnhaus in Odessa: Gedenken an Mutter und Baby
Foto: Anastasia Vlasova / Getty ImagesBei einem Raketenangriff der russischen Armee auf zwei Wohnblocks in der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist ein drei Monate altes Baby mit seiner Mutter getötet worden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem emotionalen Statement mit. Mehrere Medien berichteten über den tragischen Vorfall, darunter auch die BBC .
Der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian zufolge kam bei der Attacke auch die Großmutter des Babys ums Leben. Eine BBC-Korrespondentin verbreitete Bilder der Verstorbenen, die der Vater via Facebook veröffentlicht hatte.
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Selenskyj sagte: »Der Krieg begann, als dieses Baby einen Monat als war.« Die Angreifer seien »dreckiger Abschaum«. Es gebe keine anderen Worte dafür. Man werde die Verantwortlichen finden und bestrafen. Insgesamt kamen offiziellen Angaben zufolge bei dem Raketenangriff acht Menschen ums Leben.
Unter kritischen Russinnen und Russen lösten die Bilder des zerstörten Wohnhauses Entsetzen aus. Sie wiesen auf den Zeitpunkt hin: In Russland wird an diesem Wochenende Ostern gefeiert.
Maxim Galkin, russischer Entertainer
Der bekannte russische Entertainer Maxim Galkin, der inzwischen in Israel lebt, meldete sich mit einem Video via Instagram. Er wandte sich an russische Offizielle, die zum wichtigsten Fest der Christen nach Jerusalem kommen: »An Ostern fliegen russische Marschflugkörper in ein Wohnhaus in Odessa. Eine Familie stirbt, ein drei Monate altes Baby wird getötet. Wie kann das sein? Erklären Sie mir das.«
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Raketen sollten weder an Wochentagen noch an Feiertagen in Wohngebäude fliegen. »Zur gleichen Zeit beten Sie für den Frieden mit dem Jerusalemer Patriarchen und tragen das Heilige Feuer nach Moskau«, sagte Galkin.
»Russland ist an so vielen schrecklichen Dingen schuld – und sagt immer, es sei nicht schuld«, sagte Galkin. »Die Gräueltaten in Butscha? Das waren nicht wir«, zählt er auf. »Mariupol dem Erdboden gleich gemacht – waren nicht wir. Die Rakete auf Odessa – das waren wir, aber auch nicht so ganz. Nicht wir – aber was haben wir dort zu suchen?«
Galkin hat bei Instagram mehr als neun Millionen Follower. Er hatte den Krieg bereits kurz nach dem Beginn am 24. Februar kritisiert.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version hieß es, Galkin habe von Flugabwehrraketen gesprochen, die ein Haus in Odessa trafen. Er sprach jedoch von Marschflugkörpern. Wir haben dies korrigiert.