Podcast Inside Austria Haben ukrainische Oligarchen ein FPÖ-Mandat gekauft?
An einem Abend im Mai 2013 erteilt der damalige Chef der rechtspopulistischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, seinem Leibwächter Oliver Ribarich einen seltsamen Auftrag. Ribarich soll einen Unternehmer treffen und ihn ein Beitrittsformular für die FPÖ unterzeichnen lassen. Wenig später landet der Name dieses Unternehmers auf der FPÖ-Liste für die Parlamentswahl. Und als der Kandidat den Einzug in den Nationalrat verpasst, verzichten mehrere Abgeordnete nach der Wahl überraschend auf ihr Mandat, sodass er schließlich doch noch ins Parlament aufrückt.
Bei dem Kandidaten handelt es sich um Thomas Schellenbacher, Unternehmer aus Niederösterreich, der seit Jahren Geschäfte mit einflussreichen Oligarchen in der Ukraine betreibt. Zeugenaussagen und Gerichtsunterlagen legen nahe, dass die Ukrainer womöglich rund zehn Millionen Euro an die FPÖ zahlten, um Schellenbacher einen Sitz im Parlament zu beschaffen. Das Geld landete jedoch mutmaßlich nicht in der FPÖ-Parteikasse, sondern bei Thomas Schellenbacher und Heinz-Christian Strache.
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache steht im Mittelpunkt des mutmaßlichen Deals
Foto: Georges Schneider / photonews.at / IMAGOIn dieser Folge von »Inside Austria« rekonstruieren wir, wie sich ukrainische Oligarchen mutmaßlich in die österreichische Politik eingekauft haben. Wie die einflussreichen Ukrainer angeblich Millionen an die FPÖ zahlen, um einen Strohmann in den Nationalrat zu setzen. Und wir fragen, wo das Geld gelandet ist.
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Im wöchentlichen Podcast »Inside Austria« blicken der SPIEGEL und der STANDARD gemeinsam auf die großen und kleinen Skandale in Österreich. Zusammen mit Journalistinnen und Journalisten beider Redaktionen rekonstruieren wir Fälle und Ereignisse, die das Land bewegen. Wir schauen in politische Abgründe, verfolgen die Ermittlungen rund um die Causa Sebastian Kurz und seine ÖVP und informieren über ein wichtiges österreichisches Thema der Woche.