Polen: Aus Deutschland eingereister Ukrainer nach tödlicher Attacke festgenommen - DER SPIEGEL
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Nahe der ukrainischen Grenze Tödlicher Messerangriff in polnischem Kloster – aus Deutschland eingereister Ukrainer festgenommen

Bei einer Messerattacke in einem Benediktinerinnenkloster in Polen stirbt ein Mann. Der mutmaßliche Täter ist ukrainischer Staatsbürger und kam aus Deutschland. Selenskyj spricht von einem »grauenhaften Verbrechen«.
Benediktinerinnenabtei in Jaroslaw, Polen
Benediktinerinnenabtei in Jaroslaw, Polen

Benediktinerinnenabtei in Jaroslaw, Polen

Foto: Piotr Polak / EPA

Bei einem Messerangriff in einem Kloster im Südosten Polens ist ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen wurden verletzt. Ein 31-jähriger Tatverdächtiger wurde kurz nach dem Angriff in Jarosław festgenommen, wie die Behörden mitteilten. Bei ihm handelt es sich nach Behördenangaben um einen 31-jährigen Ukrainer, der aus Deutschland eingereist war.

Die Polizei war gegen 9.30 Uhr zu der Benediktinerinnenabtei in Jarosław gerufen worden. Der Tatverdächtige soll dort vier Männer und eine Frau mit einem Messer angegriffen haben. Alle fünf Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht, einer von ihnen starb später. Bei dem Toten soll es sich nach Berichten polnischer Medien um einen Priester handeln. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten dies zunächst nicht.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Messerangriff als »grauenhaftes Verbrechen«. Der Täter müsse zur Rechenschaft gezogen werden. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kündigte an, dass der »Mörder« mit der »vollen Härte des polnischen Gesetzes« bestraft werde.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der Mann in der Nacht zum Donnerstag aus Deutschland eingereist und auf dem Weg zu einem nahe gelegenen Grenzübergang zur Ukraine gewesen. Er überquerte die Grenze jedoch nicht, sondern ging zur Benediktinerinnenabtei. In der Küche der Einrichtung habe er das Küchenmesser entwendet, das als Tatwaffe diente, so die Staatsanwaltschaft.

Jaroslaw liegt rund 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Das Benediktinerinnen-Kloster leistet seit Jahren Hilfe für ukrainische Kriegsgeflüchtete, die aus dem von Russland angegriffenen Nachbarland nach Polen kommen.

luc/AFP