Russland: Ukraine attackiert wieder die Druschba-Pipeline - DER SPIEGEL
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Russische Region Brjansk Ukraine attackiert wieder die Druschba-Pipeline

Die Ukraine schießt sich auf Russlands Druschba-Pipeline ein. Nachdem vor zwei Wochen der Öltransport nach Ungarn unterbrochen war, sollen nun Anlagen in Brand stehen.
Rauch über einer Pumpstation in Brjansk (am 21. August)
Rauch über einer Pumpstation in Brjansk (am 21. August)

Rauch über einer Pumpstation in Brjansk (am 21. August)

Foto: MAGYARBIRDS / REUTERS

Die Ukraine hat die Druschba-Ölpipeline in der russischen Region Brjansk angegriffen und dabei nach eigenen Angaben »umfassende Brandschäden« verursacht. Das teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenkräfte, Robert Brovdi, über die Messaging-App Telegram mit.

Die Berichte lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Es gab bislang keinen Kommentar der russischen Regierung.

Die Transitpipeline liefert russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei. Beide Länder kaufen weiterhin Energielieferungen aus Russland, anders als die übrigen Staaten der Europäischen Union, die nach Russlands Invasion der Ukraine im Jahr 2022 die Verbindungen gekappt haben. Gas- und Öllieferungen sind eine zentrale Einnahmequelle für den russischen Staat.

Benzinengpässe in Russland

Kyjiw sagt, seine Angriffe auf russische Energieziele seien eine Antwort auf Moskaus anhaltende Angriffe auf die Ukraine und zielten darauf ab, die gesamten Kriegsanstrengungen des Gegners zu untergraben. Trotz der reichen Erdölvorkommen Russlands mehren sich in den vergangenen Wochen Berichte über Benzinengpässe  im Land.

Öllieferungen in beide Länder wurden in den letzten Wochen mehrmals durch ukrainische Angriffe auf die Pipeline unterbrochen, die von Russland durch die Ukraine verläuft, um die Slowakei zu erreichen. Mit Ungarn treffen solche Schläge auch den wohl kremlfreundlichsten EU-Staat.

mamk/Reuters