Sanktionslockerung verlängert USA erlauben weiterhin Kauf von russischem Öl
Tanks des russischen Ölpipeline-Betreibers »Transneft«
Foto: dpaDie US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl um einen Monat verlängert. Das Finanzministerium in Washington erteilte am Freitag eine Lizenz, die bis zum 16. Mai den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die sich bereits auf Schiffen befinden.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte erst am Mittwoch versichert, die vor einem Monat wegen der gestiegenen Ölpreise beschlossene Sanktionslockerung nicht weiter zu verlängern.
Die Lockerung der Sanktionen betrifft auch Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Ausgenommen sind lediglich russische Öllieferungen an Iran, Kuba und Nordkorea sowie von Russland besetzte Gebiete in der Ukraine, einschließlich der Krim.
Die USA hatten vor einem Monat wegen der Sperrung der Straße von Hormus und der in der Folge stark gestiegenen Ölpreise die gegen Russland wegen des Ukrainekriegs verhängten Sanktionen gelockert. Dies war eigentlich nur als vorübergehende Maßnahme gedacht, um ausbleibende Lieferungen aus der Golfregion zumindest teilweise zu ersetzen.
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Russland konnte seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft in der Folge nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) nahezu verdoppeln. Demnach bezog vor allem China russisches Öl in großen Mengen, zudem Indien. Auch etwa die Philippinen hatten nach langer Zeit wieder Öl aus Russland gekauft.
Die Lage auf dem Ölmarkt hatte sich am Freitag entspannt. Die Öffnung der Straße von Hormus durch Iran und die Hoffnung auf eine baldige Verhandlungslösung ließen die Ölpreise fallen. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI kosteten erstmals seit fünf Wochen wieder weniger als 90 Dollar das Fass, was die Inflationssorgen linderte.
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