Spanien: Bruch einer Schiene soll tödliche Zugkollision ausgelöst haben - DER SPIEGEL
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Zugunglück in Spanien Bruch einer Schiene soll tödliche Kollision ausgelöst haben

Anfang des Jahres starben beim Zusammenprall zweier Züge in Andalusien 46 Menschen. Spanische Medien berichten nun: Schäden am Gleis sollen der Auslöser gewesen sein. Zudem habe ein Signalsystem versagt.

Das tödliche Zugunglück in Spanien Anfang des Jahres hat sich Medienberichten zufolge wegen eines schadhaften Gleises ereignet. Bei dem Unglück starben 46 Menschen, zwei Züge kollidierten. Wie die spanischen Zeitungen »El Mundo « und »20minutos « schreiben, sei der Bruch der Schiene am Vorabend des Zusammenpralls unentdeckt geblieben. Die Berichte beriefen sich auf eine Untersuchung des Vorfalls durch die Polizei, die nun dem zuständigen Gericht vorgelegt worden sei.

Eine im Januar von einem Untersuchungsausschuss veröffentlichte vorläufige Einschätzung war zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Diese Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

Am 18. Januar war ein Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo in Andalusien nahe Adamuz entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen . Der Unfall gilt als eine der schwerwiegendsten Katastrophen dieser Art in Europa im 21. Jahrhundert. Mehr als 120 Insassen wurden verletzt.

In dem Gutachten der Polizei heißt es den Berichten zufolge, dass es am Vorabend zu dem Bruch kam. Obwohl eine »elektrische Veränderung« registriert worden sei, habe das Signalsystem aber »aufgrund mangelnder Zuverlässigkeit« keinen Alarm ausgelöst. Sabotage, einen Anschlag oder Fahrlässigkeit der beiden Lokführer schließt die Untersuchung aus.

Einen ausführlichen Bericht über das Zugunglück und seine Folgen lesen Sie hier .

fwu/AFP