Ukraine: Auswärtiges Amt verurteilt russischen Angriff auf Nationale Akademie der Wissenschaften in Kyjiw - DER SPIEGEL
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Russlands Krieg gegen die Ukraine Auswärtiges Amt verurteilt russischen Angriff auf Nationale Akademie der Wissenschaften in Kyjiw

Mindestens eine Frau ist bei einer Attacke Russlands im Herzen der ukrainischen Hauptstadt gestorben. Zudem nimmt die russische Armee erneut die Grenzregion zu Polen ins Visier.
Einsatzkräfte an der Akademie der Wissenschaften in der ukrainischen Hauptstadt
Einsatzkräfte an der Akademie der Wissenschaften in der ukrainischen Hauptstadt

Einsatzkräfte an der Akademie der Wissenschaften in der ukrainischen Hauptstadt

Foto: Sergey Dolzhenko / EPA

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Nationale Akademie der Wissenschaften in Kyjiw ist nach ukrainischen Angaben mindestens eine Frau getötet worden. Sechs Menschen seien verletzt worden, so der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Das Gebäude liegt nahe der Nationaloper, mehrerer Regierungsgebäude – und der deutschen Botschaft. Die Ukraine wirft der russischen Armee vor, zuletzt verstärkt kulturelle Einrichtungen, Regierungs- und Geschäftsgebäude sowie Schulen ins Visier genommen zu haben.

Das Auswärtige Amt verurteilte den Angriff: »Russland nimmt erneut zivile Todesopfer und Verletzte in Kauf – auch in unmittelbarer Nähe unserer Botschaft«, schreibt das Auswärtige Amt auf X . »Wir unterstützen die Ukraine weiter«. Die Nationale Akademie der Wissenschaften sprach von »russischem Terror« und »Barbarei«. Die Attacke habe sich gegen »friedliche Menschen, die einfach nur an ihren Arbeitsplätzen waren« sowie »die ukrainische Wissenschaft, Bildung und Kultur« gerichtet.

Auf einem Video, das der ukrainische Präsident Selenskyj veröffentlichte , schlagen hohe Flammen und dichter Rauch aus dem stark beschädigten Gebäude. Weitere Aufnahmen sollen zeigen, wie Menschen auf der Flucht vor den Flammen auf Fenstersimse flüchteten.

Russland attackiert erneut nahe ukrainischem Grenzübergang nach Polen

Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz bestätigte unterdessen, dass es erneut eine Drohnenattacke unweit des polnisch-ukrainischen Grenzübergangs Dorohusk-Jahodyn gegeben habe. »Ein weiterer Angriff Russlands auf die Westukraine«, schreibt Kosiniak-Kamysz auf X . »Eine düsengetriebene Drohne ist auf ukrainischer Seite etwa zwei Kilometer vom Grenzübergang zu Polen in Dorohusk eingeschlagen«. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt.

Jahodyn-Dorohusk ist einer der wichtigsten Grenzübergänge für die Ukraine, jeden Tag passieren unzählige Lastwagen die Außengrenze der EU mit Waren für Kyjiw. In den vergangenen Wochen war es in der Nähe mehrfach zu russischen Drohnenangriffen auf dem Gebiet der Ukraine gekommen. Unter anderem wurde ein Passagierzug von Kyjiw nach Warschau angegriffen.

Diesen Berg erklimmen Ukrainer notfalls sogar auf Socken: Einmal im Leben auf den Gipfel der Howerla zu klettern, gilt vielen Ukrainern als Pflicht. Seit Russlands Angriffskrieg suchen sie am höchsten Berg des Landes noch etwas anderes. Mehr über den patriotischen Tourismus in den Karpaten lesen Sie hier .

jml/AFP/dpa