Krieg in der Ukraine Trump droht Russland mit weiteren Sanktionen
US-Präsident Donald Trump
Foto: Eric Lee / EPADonald Trump hat Russlands Angriffe gegen die Ukraine erneut scharf kritisiert und neue Sanktionen gegen Moskau angedroht. »Russland – ich finde es widerwärtig, was sie tun«, sagte der US-Präsident im Weißen Haus. »Wir werden Sanktionen verhängen«, fügte Trump hinzu. Mehr Details zu den geplanten Maßnahmen nannte er nicht, gab jedoch zu, dass er nicht wisse, ob die Sanktionen Putin stören und einen Effekt haben würden.
Zuletzt hatte Trump sein Ultimatum an Kremlchef Putin von 50 auf zehn Tage verkürzt: In dieser Zeit soll eine Waffenruhe zwischen Russland und der von Moskau angegriffenen Ukraine erreicht werden. Seit Dienstag läuft die verkürzte Frist – danach will Trump Sanktionen gegen Russlands Handelspartner verhängen. Davon wären unter anderem Indien und China als Abnehmer für russisches Öl betroffen.
Trump kündigte zudem an, dass US-Sondergesandter Steve Witkoff nach seinem derzeitigen Besuch in Israel nach Moskau weiterreisen werde. Bei vorigen Besuchen in Moskau hatte Witkoff unter anderem Präsident Wladimir Putin getroffen, doch die Treffen blieben mit Blick auf eine rasche Beendigung des Aggressionskriegs Russlands gegen die Ukraine erfolglos.
26 Tote bei erneuten Angriffen Russlands
In der Nacht zum Donnerstag wurden bei russischen Angriffen auf Kyjiw nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums mindestens 26 Menschen getötet. Unter den Todesopfern seien mindestens drei Kinder. Zuletzt hatten Behörden die Zahl der Toten mit 16 angegeben. Die Opferzahl sei nach oben korrigiert worden, nachdem »Rettungskräfte zehn Leichen aus den Trümmern des Wohngebäudes im Stadtteil Swjatoschynsky geborgen hatten, darunter die Leiche eines zweijährigen Kindes«, teilte das Ministerium auf Telegram mit. Russland habe seit Mittwochabend insgesamt 309 Drohnen und acht Marschflugkörper auf die Ukraine abgefeuert, teilten die ukrainischen Luftstreitkräfte mit. Die Stadtverwaltung von Kyjiw kündigte für Freitag einen Trauertag an.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe ukrainische Militärflugplätze und Munitionsdepots sowie Unternehmen, die mit dem sogenannten militärisch-industriellen Komplex in Kyjiw verbunden seien, angegriffen und getroffen. Das Ministerium verkündete zudem, die russischen Truppen hätten die Stadt Tschassiw Jar in der ostukrainischen Region Donezk erobert. Die ukrainische Armee bestritt dies.
US-Präsident Trump hatte Putin lange Zeit öffentlich bewundert. Jetzt zeigt er sich jedoch zunehmend verärgert über den russischen Machthaber. Wie es dazu kam, lesen Sie hier.